Abenteuer Schweden: Mein Trip zur Schäreninsel Grinda

Ein Ausflug in den Stockholmer Schärengarten gehört zu jedem Besuch in der Schwedischen Hauptstadt einfach dazu und war auch für mich etwas, worauf ich mich ganz besonders gefreut habe. Unberührte Natur, raue Felsen, dichte Wälder und vereinzelte rote Häuschen sind für mich der Inbegriff der „Swedishness“. Doch welche der 30.000 Inseln ist die richtige für mich? Welche bietet die perfekte Mischung aus Abgeschiedenheit und Erreichbarkeit? Meine Wahl fiel auf Grinda, eine Schäreninsel rund zwei Stunden von Stockholm entfernt.

Für jeden die richtige Schäreninsel?!

Bei meiner Recherche kamen eigentlich drei Inseln für mich in Frage, die für einen Tagesausflug gut erreichbar sind:

  1. Vaxholm, eine Schärenstadt mit gut erhaltenen Holzvillen
  2. Sandhamn im äußeren Schärengarten, die vor allem bei Seglern beliebt ist und
  3. Grinda, eine idyllische Insel im Naturschutzgebiet.

Da mir Vaxholm zu städtisch erschien und Sandhamn im April nur selten angefahren wird, fiel meine Wahl auf Grinda. Im Sommer bietet die Insel tolle Bademöglichkeiten am Strand und von den Felsen aus. Das Grinda Wärdshus, ein Restaurant und Hotel, ist das ganze Jahr über an den Wochenenden geöffnet. Perfekte Bedingungen also für einen entspannten Trip ins Grüne.

Die Insel ist seit dem 16. Jahrhundert von Bauern besiedelt. Seit dem 18. Jahrhunderts befand sich die Insel in Privatbesitz – zwischenzeitlich sogar im Besitz der Krone Die Jugendstilvilla, in der heute das Grinda Wärdshus untergebracht ist, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Henrik Santesson als Sommersitz erbaut. 1944 kaufte schließlich die Stadt Stockholm die Insel, die beschloss, auf der Insel ein Ferienlager für Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen einzurichten. Schließlich entwickelte sich nach und nach der Tourismus auf der Insel.

Grinda – Ein kleines Instagam-Tagebuch

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Wissenswertes

Hinkommen: Grinda wird von den Redereien Waxholmsbolaget und Cinderellabåtarna auch im Winter am Wochenende regelmäßige angelaufen. Die Fähren gehen ab Nybrokajen bzw. Strömkajen. Die aktuellen Abfahrtszeiten kann man auf den Webseiten von Waxholmsbolaget und Cinderella nachschauen. Der Preis für die Überfahrt liegt bei rund 18 Euro (Hin- und Zurück)

Machen: Wer genug hat vom süßen Nichtstun an den zahlreichen Stränden, kann die Insel in rund zwei Stunden umrunden. Ein kleiner Naturpfad führt mitten durch den Wald – Hinweistafeln informieren hier und da über die Besonderheiten der Schwedischen Flora und Fauna.

Essen: Das Grinda Wärdshus soll wirklich empfehlenswertes Essen anbieten – wer wie ich lieber ein Picknick bevorzugt, findet in dem kleinen Supermarkt gegenüber die passenden Zutaten dafür.

Wann: Man liest häufiger, dass Grinda im Sommer hoffnungslos überlaufen sei. Im April war selbst am Sonntag auf der Insel wenig los. Fast alle Passagiere sind bereits in Vaxholm ausgestiegen.

Was verbindet ihr mit Schweden? Welches ist eure liebste Schäreninsel?

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7 Kommentare

  • Habe deinen Blog gefunden, weil ich Infos zu Grinda suchte. Danke für diesen Post! Vor zwei Tagen war ich nun auf Grinda und hatte einen tollen Tag. Inklusive Picknick, Rundweg und alles-mal-sehen waren 4,5 Stunden Auffenthalt gut passend. :-)

  • Hej Jana,
    in der Tat ist Grinda eine wundervole Insel um mal „die Seele baumeln zu lassen“. Was aber auch ganz gut geht ist wandern! Dazu nimmt man das Boot Richtung Husarö. Man wandert auf Karklö los, setzt mit einem kleinen Ruderboot rüber nach Gällno und nimmt ab da wieder das Schiff zurück nach Stockholm. Für die, die sich lieber etwas bewegen wollen…;-)

    Beste Grüße vom Schärengärtner Gustav

  • Hej Jana,
    dank deines schönen Videos und weiterer Infos hat es mich bei meiner Stockholm-Reise letzte Woche auch einen Tag nach Grinds verschlagen. Du hast nicht zuviel versprochen, wirklich eine tolle, ruhige und grüne Insel.

    Gruß aus Trier
    Alex

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