Triest, Triest wir fahren nach Triest

Die italienische Hafenstadt Triest liegt ganz im Osten von Italien in unmittelbarer Nachbarschaft zu Slowenien und Kroatien. Über 500 Jahre mit der k.u.k.-Monarchie verbunden entwickelte Triest ein ganz eigenes Flair und wir waren schon gespannt, was der Tag uns bringen würde. Ob uns der Gardasee wohl den Abschied leicht machen wollte? Jedenfalls regnete es fast die ganze Nacht und auch noch am Morgen, so dass wir zum ersten Mal in unserer Ferienwohnung frühstücken mussten.

Wir packten unsere Sachen und „flüchteten“ ins Auto – und los gings Richtung Osten. Aber zuerst mussten wir uns zum vorerst letzten Mal auf der Gardasena gen Autobahn vorkämpfen. Von dort aus ging es auf der Autobahn weiter. Leider ging es auch hier nicht besonders schnell voran – mal abgesehen von der eh schon langsamen 130 km/h Maximalgeschwindigkeit kamen noch einige Staus dazu. So dauerte es dann noch fast 5 1/2 Stunden und 20 Euro Autobahngebühr, bis Triest und damit auch zum ersten Mal das Meer vor uns auftauchte.

Bevor wir in die Innenstadt hineinfuhren besichtigten wir zunächst das Castello di Miramare. Dieses ist über eine 8 km lange Küstenstraße mit Triest verbunden. Das „Märchenschloss“ des Erzherzogs Maximilian von Österreichs, dem Bruder des österreichischen Kaisers Franz Joseph, liegt auf einem Felsen über dem Meer. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf das Meer und Triest.

Über die Küstenstraße ging es nun rein in den Trubel nach Triest. Wir parkten am Busbahnhof in einem für deutsche Verhältnisse äußerst beengten Parkhaus. Von dort aus ging es zu Fuß weiter. Nur ein paar hundert Meter entfert tauchte der Canale grande, eines der bekanntesten Plätze in Triest auf. Dort liegen heute nur noch kleine Boote. Entlang des wunderschönen Kanals schlenderten wir auf der Via Rossini zur klassizistische Kirche Sant’Antonio Nuovo. Nördlich des Canale Grande ist in neuer Zeit eine Art kleines Chinatown entstanden. Südlich des Kanals liegt die Piazza del Ponte Rosso mit dem spätbarocken Giovanni-Brunnen. Direkt am Kanalufer reiht sich die serbisch-orthodoxe Kirche San Spiridione ein.

Bei strahlendem Sonnenschein ließen wir uns noch ein wenig durch die Innenstadt treiben (hier kann man bestimmt auch toll Shoppen gehen) und schlenderten zum Piazza dell‘ Unità d’Italia – angeblich dem größten Platz Italiens. Dieser liegt zum Meer hin offen und wird gleich von drei Palästen umrahmt – dem Palazzo del Lloyd, dem Palazzo del Governo und dem Palazzo del Governo. Wunderschön sag ich euch! Zum Abschluss tranken wir noch eine Cola am Canale grande und ließen die Füße über dem Wasser baumeln und gingen dann zurück zum Auto. Das war auch gut so, denn plötzlich gab es einen Wolkenbruch und wir erreichten in strömendem Regen unser Auto.

Wieder im Auto ging es – diesmal auf Landstraßen – zurück nach Westen, genauer nach Lignano, ein kleiner Badeort zwischen Venedig und Triest. Für die Fahrt brauchten wir noch etwa 2 1/2 Stunden und erreichten unser Hotel gegen 9 Uhr abends. Nach einem kurzen Blick auf den Strand (mit gemischtem Gefühl) suchten wir uns erst einmal ein Restaurant – denn Reisen macht bekanntlichermaßen hungrig.

Nächster Tag

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