Mein erstes Mal 5 Sterne: Das Kempinski Hotel Corvinus

Backpacker trifft Luxushotel: So in etwa geht es mir als ich das Budapester Kempinski Hotel durch die Drehtür betrete. Auch wenn ich mich optisch ein wenig auf den Luxushotelaufenthalt eingestellt habe, fühle ich mich doch ein bisschen wie Aschenputtel, als man mir die Zimmerkarte in die Hand drückt. Dank meines Reisegewinns bei Thomas Cook werden wir drei Tage im Kempinski Hotel residieren und die schöne Stadt Budapest genießen. „Welcome Mrs Zieseniß“ begrüßt mich der Fernseher als wir das Zimmer betreten.

Um die 25 Grad sind an diesem Augustwochenende für Budapest gemeldet – eine perfekte Reisetemperatur also. Von denen ist jedoch noch nichts zu spüren, als wir gegen 4 Uhr morgens in Richtung Dortmunder Flughafen starten. Mit Easyjet geht es von dort aus in die ungarische Hauptstadt. Ich muss zugeben als Frankfurterin bin ich was die Flughafenanbindung echt verwöhnt und so ist dieser Trip der erste, den von einem anderen Flughafen starte. Umso überraschter bin ich, wie schnell wir Sicherheitskontrollen und Co hinter uns lassen. Trotz Billigairline bin ich mit dem Easyjet-Service insgesamt recht zufrieden. Anders als bei Ryanair geht hier alles organisiert und zivilisiert zu. Aber zurück zu Budapest: Dank des frühen Fluges erreichen wir die Stadt schon zur Mittagszeit. Noch am Flughafen decken wir uns mit ausreichend Forint – der örtlichen Währung – und einer Dreitageskarte für den öffentlichen Nahverkehr ein. Nun geht es per Bus und Bahn in die Stadt. Das Hotel liegt im Herzen von Pest direkt hinter dem Vörösmarty Platz. Von der Haltestelle Deák Ferenc tér ist es leicht zu finden.

Das Hotel ist wirklich ein Traum und stellt alles in den Schatten, was ich hotelmäßig bisher erlebt habe. Das Bad ist zeigt schlichte Eleganz und die Zimmer sind bieder-schick aber geschmackvoll eingerichtet. Sogar unser Bett wird bettfertig gemacht, wenn wir zum Abendessen unser Zimmer verlassen. Im Kopf überdenke ich still und leise meine Abneigung gegen Luxushotels, die ich zuvor als unnötig abgetan habe.

Als ich die Vorhänge zurückziehe, überwältigt mich die fantastische Aussicht über den Erzsébet-Platz hin zum Gresham Palast fast. Ich freue mich, dass sie uns ein Zimmer ganz oben gegeben haben, ihr wisst ja wie sehr ich Ausblicke liebe: ob bei Tag, bei Nacht oder bei Sonnenuntergang – einfach immer!

Beim Einchecken lud uns der Hotelier ein, einmal den frisch sanierten Spabereich des Hotels zu besuchen. Mehrere Saunen und ein Schwimmbad warten darauf ausprobiert zu werden. Da ich ja bekanntlich eher die Aktivreisende bin, habe bisher noch nie einen Wellnessurlaub gemacht. Ob ich es mehrere Tage in einem Wellnesstempel in der Einöde aushalten würde weiß ich nicht. Aber am Morgen nach dem Frühstück und vor dem Stadtbummel eine Runde in die Sauna zu gehen und anschließend die fernöstliche Entspannungsmusik auf einer der Liegen zu genießen – daran könnte ich mich glatt gewöhnen.

Das nächste Highlight, was mich als leidenschaftliche Frühstückerin besonders begeistert, ist das grandiose Frühstücksbuffet. Frisch zubereitete Omelettes nach Wunsch, Sekt und eine schier unendliche Buffetweite lassen mein Schlemmerherz höher schlagen. Wenn man dabei noch auf der ruhigen Terrasse in einer Seitengasse mitten in der Budapester Innenstadt sitzen kann, bin ich wunschlos glücklich. Habe ich erwähnt wie toll das Wetter war?

Ja, man merkt ich bin hin und weg. Ob ich mir den Aufenthalt im Kempinski-Hotel hätte selbst leisten können weiß ich natürlich nicht. Aber ich danke Thomas Cook noch einmal vielmals für den tollen Gewinn und die Ermöglichung dieser wundervollen Reise nach Budapest.

Was Budapest so außerhalb des Hotels so alles zu bieten hat, zeige ich euch dann beim nächsten Mal.

Überzeugt? Jetzt das Kempinski Budapest selbst erleben!

Wie steht ihr zum Thema Luxushotel? 5 Sterne oder Hostel oder beides?

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12 Kommentare

  • Mann, da hast Du aber auch echt Schwein gehabt. Ich gewinn ja irgendwie nie was. Und mal ehrlich….so schön das backpacking auch ist. Abends mit seinem Rucksack in so ner Herberge abzusteigen hat doch was. Immer nur die kakerlakenverseuchten Butzen sind´s auf Dauer auch nicht, oder? ;O) Liebe Grüße!

  • Ich habe auch letztens eine Nacht unfreiwillig, aber immerhin von der Versicherung gesponsert, im einzigen 5 Sterne Hotel Trondheims verbracht, wo wir uns mit unseren Wanderschuhen und in Plastiktüten verpackten Lebensmitteln sehr fehl am Platz vorkamen. Aber das Frühstück war grandios, ich konnte mich nicht zurückhaltn und dementsprechend ging es mir danach auch :D Aber nächstes Mal gibt es dann doch wieder Toast und Marmelade im Hostel..

  • Wenn wir auf Städtereise sind, dann buchen wir das Hotel nach dem Motto: preisgünstig, möglichst gut angebunden und sauber. Immerhin sind wir dann da nur zum Schlafen und Frühstücken. Gerne verbringe ich auch mal eine Woche in unserem Bulli auf Campingplätzen.

    Aber als ich noch beruflich viel gereist bin, habe ich mich immer über die tollen Hotels gefreut und war auch jedes Mal wieder begeistert vom großen Zimmer, dem guten Service und den oft sehr reichhaltigen Frühstückbuffets. :-)

    Bussi

  • Hi Jana,
    danke für diesen Bericht! Schön zu lesen!
    Ich bin beruflich in den letzten Jahren oft in 4–Sterne-Hotels gewesen. Die Frühstücksbuffets finde ich auch immer wieder toll. Oft ist nur schade, dass die Zimmer so wenig individuell sind. Da sind dann kleinere Hotels einfach spannender. Meine Erfahrung ist auch, dass man viele Extras überhaupt nicht nutzt. Finde deshalb toll, dass du den Sauna-Bereich auch genutzt hast.
    Liebe Grüße, Kristine

  • Schöner Bericht. Für mich darf es auch gerne mal Luxus-Hotel sein, sofern es finanziell möglich ist. Ein leckeres Frühstücksbufett ist mir dann auch sehr wichtig.
    LG Kilchen

  • Hallo Jana, erstens freue ich mich total, daß du schon mit Budapest Bericht auf der Reihe bist. Ich war noch nie in einem Kempinski Hotel und da sage ich auch nur „Wow“ dazu. Wir waren in Mexiko in einem 5-Sternehotel, aber es war laut Landeskategorie 5-Sterne, ich könnte es eher 3,5 Sterne nennen.

    Die ungarischen Wörter, bzw. manche Doppeltbuchstaben sind sehr schwierig auszusprechen, die Striche bedeuten einen Langen Vokal. Deák (und nicht Déak) ca. so „Däaak“ und bei Erzsébet hast du ja den S ausgelassen Buchstabe „zs“ ist ein Doppelbuschtabe, und ca. so ist es auszusprechen, wie in Französisch z.B. Janine aussprichst, schade daß ich es hier nicht präsentieren kann :-) Diese kleinen Strichen regeln es, wie ein Wort ausgesprochen wird und wenn du es auf falsche Stelle tuest, kann das Wort schon was ganz anderes bedeuten. :-) Aber so viel von dem ungarischen Grammatik. Ich konnte es nicht in mir halten, da ich als Ungarin so gerne unsere Sprache erkläre. Bin auf die nächsten Teile neugierig. Übrigens Respekt, daß ihr mit dem öffentlichen Verkehr in die Stadt reingefahren seid, ich finde es sehr lang und nervig, ich fahre zu meiner Mutter immer mit dem Shuttle Bus Service, die vom Flughafen bis zur Haustür und zurück liefern ca. um die 16-20 Euro, je nach Strecke. LG, Flögi

    • Hi Flögi, vielen Dank für den Hinweis, hab ich sofort korrigiert ;-) Ja ich finde es wirklich schwer, diese Worte zu schreiben geschweige denn auszusprechen… Ich hoffe ich schaffe es heut Abend den nächsten Post fertig zu bekommen :-)
      Liebe Grüße, Jana

  • Huhu Jana,

    schöner Bericht und ich kann sooo gut nachvollziehen wie Du dich gefühlt hast. Ich selbst gehör auch zu der Kategorie Rucksack auf den Rücken und los. Am liebsten irgendwo ein Zelt aufschlagen und glücklich sein. Wenn ich aber in Skandinavien arbeiten bin, übernachte ich ja auch jede Nacht in einem anderen Hotel. Die sind dann auch eher chic und richtig dran gewöhnen kann ich mich irgendwie nicht :) Es ist auch immer ein komisches aber auch lustiges Gefühl,wenn ich dann mit meinen Chucks oder meinen Boots in die feinen Lobbys reinkomme, um meine Rentnerlein anzumelden… :)

    Lieben Gruß
    Mila

  • Hallo Jana,

    Wirklich sehr schöne Aufnahmen vom Budapest Kempinski Corvinus hast du da gemacht! Es ist wirklich ein sehr schönes Haus. Da hast du Recht! Hier vielleicht noch eine Idee für deine nächste Budapest Reise. Besten Gruss und frohes Weiterschreiben, Helga

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