7 Abenteuer in Schwedisch Lappland, die du erleben musst!

Ich gebe es zu: ich habe einen Faible für „kalte“ Reiseziele. Island, Skandinavien und Patagonien haben bei mir die Sehnsucht nach Reisezielen wie Grönland, Alaska & Co geweckt. Vielleicht sind es die unendlichen Weiten, vielleicht die unberührte Natur, vielleicht der Schnee, der sich in unseren Breiten ja ziemlich rar macht – auf jeden Fall üben kalte Reiseziele auf mich eine unglaubliche Faszination aus, für die ich Postkartenstrände, frische Kokosnüsse und dergleichen sofort (okay aber zugegebener Maßen schweren Herzens) sitzen lassen würde.

Aber man muss gar nicht bis Alaska oder in die Antarktis (wobei, ich hätte nichts dagegen einzuwenden) reisen: bereits in Schwedens Norden, in Lappland, warten tolle Winterabenteuer darauf erlebt zu werden – und das keine drei Flugstunden entfernt. Was man dort so tolles machen kann (auch ohne Nordlichter & Elche) und warum du unbedingt mal dorthin reisen solltest, das verrate ich dir jetzt!

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Übersicht: Abenteuer in Schwedisch Lappland

#1 Schneemobil fahren
#2 Im Wald übernachten
#3 Schneeschuhwandern
#4 Auf einem Bauernhof übernachten
#5 Kaffee über dem Feuer kochen
#6 Rentiere füttern
#7 Im Iglu schlafen

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Abenteuer Schwedisch Lappland – #1 Schneemobil fahren

Wer Adrenalin und Geschwindigkeit genauso liebt wie unberührte, schneebedeckte Landschaften und dichte Wälder, der sollte es sich nicht entgehen lassen, auf ein Schneemobil zu steigen und auf eine kleine Safari durch die schwedisch Einöde zu gehen. Da wird es fast zur Nebensache, ob sich Elche oder Rentiere zeigen.

Wo?: Schneemobil-Ausfahrten werden in Schwedisch Lappland an jeder Ecke Angebote. Mein Tipp: Im Svansele Vildmarkscamp werden die rasanten Motorschlitten nicht nur zum Fun, sondern auch teilweise einziges Fortbewegungsmittel benutzt um in die entlegenen Camps zu kommen.

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Abenteuer Schwedisch Lappland – #2 Im Wald übernachten

Nachts am prasselnden Feuer einzuschlafen, eine Nacht mal ohne Strom aber dafür mit feuerbeheiztem Hottub zu verbringen und dabei die Sterne am Himmel zu beobachten war für mich wirklich eine Erfahrung, die ich wohl niemals vergessen werden. Ich gebe zu: gegen ein paar mehr Nordlichter hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt, aber es war auch so ein einmaliges Erlebnis. Muss ich erwähnen, dass ich morgens vom brutzelnden Eiern über dem offenen Feuer und dem Duft von frischem schwedischen Kaffee geweckt wurde?

Wo?: Das Svansele Vildmarkscamp bietet für jede Gruppengröße verschiedene Camps an, in denen man jenseits der Zivilisation übernachten kann – rasante nächtliche Schneemobilfahrt im Winter inklusive!

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Abenteuer Schwedisch Lappland – #3 Schneeschuhwandern

Dadurch, dass ich mich diesen Winter verstärkt auf das Skifahren konzentriert habe, ist das Schneeschuhwandern leider etwas zu kurz geraten. Für Schwedisch Lappland bietet es sich jedoch gerade in den flacheren Regionen an der finnischen Küste an die Landschaft auf Schneeschuhen zu erkunden. Am schönsten ist es natürlich, wenn gerade frischer Schnee gefallen ist, der unter den Füßen knirscht und von den Tannen rieselt, aber das ist Ende März natürlich nicht mehr so häufig der Fall.

Trotzdem kann ich die Reisezeit absolut nur empfehlen. Man bezeichnet sich dort oben als „Frühlingswinter“, weil zwar noch immer jede Menge Schnee liegt, es tagsüber mit Temperaturen um die 0 Grad und viel Sonnenschein sehr angenehm ist und vor allem die Tage schon richtig schön lang sind. Mit Ende des Winters sinkt allerdings auch die Chance auf Elchsichtungen, die sich wegen der fortgeschrittenen Trächtigkeit der Elchkühe tiefer in die Wälder zurückziehen.

Wo?: Ebenfalls quasi überall in Lappland – wir sind zu einem kleinen Aussichtspunkt oberhalb von Pålberget in der nähe von Piteå gewandert.

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Abenteuer Schwedisch Lappland -#4 Auf einem Bauernhof übernachten

Wer braucht schon Hotels, wenn man auf einem typischen Schwedischen Bauernhof übernachten kann, der aussieht, als gehöre er zu Bullerbü – mit Schafen, Pferden, Hühnern und einem Hofhund namens Mille. Im Stormyrbergets Lantgård wohnen die Gäste in einem kleinen roten Häuschen mit Familienzimmern, kleiner Kochnische, sowie einem großen Wohnzimmer, in der wir noch bis spät in die Nacht vor dem prasselnden Kamin saßen. Gekocht wird von der Gastfamilie selbst im Nachbarhaus – und zwar typische schwedische Hausmannskost bestehend aus Pfifferlingen, frischem Gemüse und Fleisch aus eigener Zucht. Am liebsten wäre ich für immer geblieben!

Wo?: Stormyrbergets Lantgård, Stormyrberget 100, 941 91 PITEÅ

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Abenteuer Schwedisch Lappland #5 Kaffee über dem Feuer kochen

Ich habe euch ja schon einmal von der schönen Tradition des schwedischen Kaffeetrinkens, der Fika erzählt. In Lappland pflegt man eine abgewandelte Form – man kocht den Kaffee nämlich in einer gusseisernen Kanne direkt über dem offenen Feuer, das man bevorzugt (ja auch mitten im Winter) an Feuerstellen mitten in der Wildnis prasseln lässt. Im Schatten des warmen Feuers lässt sich die Mittagspause im Freien auch im Winter gut aushalten. Positiver Nebeneffekt: Man kann gleichzeitig auch das selbstgekochte Mittagessen in kleinen Alupäckchen über den Flammen erhitzen.

Wo:? Überall, wenn man mit echten Schweden unterwegs ist. Hier im Storforsen Naturreservat (und ja auch hier gibt es öffentliche Feuerstellen) mit seinen 60 Meter hohen Stromschnellen, das durch Holzstege gut erschlossen ist und auch sonst einen Besuch wert ist.

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Abenteuer Schwedisch Lappland – #6 Rentiere füttern

Wusstet ihr, dass es in Schweden keine wilden Rentiere gibt? Klar, sie leben frei in den Wäldern, aber jedes Tier gehört einer Sami Familie, welche die Herde einmal im Jahr aufspürt und zusammentreibt. Und so kamen wir auch in den Genuss einer Rentierfütterung beizuwohnen. Natürlich sollte man Rentiere niemals nie mit Brot oder ähnlichem füttern. Statt dessen fressen sie gerne (für meine Hände sehr stachelige) Mosse.

Wo?: Viele Gasthöfe in Lappland bieten einen Besuch des nächstgelegenen Rentierfreigeheges mit an. Einfach mal nachfragen ob es in der Nähe so etwas gibt.

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Abenteuer Schwedisch Lappland – #7 Im Iglu schlafen

Wohl das größte Abenteuer, das ich in Schwedisch Lappland erleben durfte, war die Nacht im Igootel in Arjeplog – einem von zwei Igluhotels in Schweden. Und anders als ich erwartet hatte, war es auch garnicht so kalt. Man schläft in sogenannten Schlafiglus, dessen Betten mit weichen Matratzen und Rentierfellen ausgelegt sind und wird noch dazu mit einem dicken Schlafsatz sowie Fleeceinlay versorgt. Bevor man ins Bett geht, kann man sich noch in der hauseigenen Sauna sowie drei Hottubs im „Innenhof“ aufwärmen und dabei ein, zwei Bierchen oder andere Drinks genießen. Und so kann es auch schnell mal passieren, dass man erst um 2 Uhr ins Bett kommt…

Wo?: IGLOOTEL Lapland / Kraja, Silvervägen 1, 930 90 Arjeplog/Sweden – Alternativ: ICEHOTEL, Jukkasjärvi

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Anreise & Tipps

Was mich bei meinem Trip nach Schwedisch Lappland am meisten überrascht hat, ist die schnelle Anreise. Die Airline FlyCar fliegt eigentlich als Partner der deutschen Automobilindustrie aber heute inzwischen auch touristisch von 4 deutschen Flughäfen (Stuttgart, Frankfurt-Hahn, München und Hannover) nach Arvidsjaur. Der Flug dauert keine 3 Stunden und man ist ruckzuck mitten in der Wildnis. In Arvidsjaur angekommen kann man sich direkt am Flughafen einen Mietwagen mit Spikes besorgen und Schwedisch Lappland so auf eigene Faust erkunden.

Noch mehr Eindrücke gefällig? Hier findest du mein Video von dem Trip:

Welches Abenteuer reizt dich am meisten? Und hast du noch Tipps für weitere Abenteuer in Schwedens Norden? Ab in die Kommentare damit – ich bin mir sicher es gibt noch jede Menge mehr zu erleben!

Meine Reise nach Schwedisch Lappland erfolgte auf Einladung des Swedish Lapland Visitors Board. Vielen Dank dafür. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

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