Peru Rundreise – Die perfekte Reiseroute um Perus Kultur & Natur zu genießen

Peru Rundreise

Wer eine Peru Rundreise plant, hat die Qual der Wahl. Wer sich nur auf das Weltwunder Machu Picchu konzentriert, verpasst einiges. Schließlich wird Peru nicht umsonst von eingefleischten Fans als das „reichste Land der Welt“ bezeichnet. Dabei geht es natürlich nicht um finanzielles, sondern das kulturelle und landschaftliche Erbe, das ihr dort als Reisende entdecken könnt. Schneebedeckte Andengipfel, die tiefblauen Fluten des Pazifiks und der dichte Amazonas-Dschungel liegen in Peru so nah beieinander, dass ihr während einer rund dreiwöchigen Reise alles gleichzeitig erleben könnt. Schnell versteht ihr, warum die Peruaner bei all der Natur und landschaftlichen Schönheit so verbunden mit ihrer „Pachamama“, der Mutter Erde, sind.

Ich war bereits zwei Mal in Peru. Während meiner Südamerika-Reise 2015 verbrachte ich gleich drei Wochen in dem Land der Inkas, 2018 waren es dann nochmal zwei Wochen in denen ich nicht nur Lieblingsorte besuchte, sondern auch mit dem Amazonas-Dschungel endlich auch Gegenden, die beim ersten Mal leider auf der Strecke bleiben mussten. Aus meinen zwei Reisen habe ich nun die meiner Meinung nach ideale Peru Rundreise Route für drei Wochen zusammengestellt, die ihr ganz einfach nachreisen könnt.

Peru Rundreise: Lima – Amazonas – Cusco

Lima

So gut wie jede Peru Rundreise startet in Lima. Hier befindet sich nicht nur der internationale Flughafen, sondern die peruanische Hauptstadt gilt auch als die kulinarische Hochburg Südamerikas. Hier findet ihr die größte Dichte an tollen und hochwertigen Restaurants, die eine tolle Kombination aus traditioneller Küche und moderner Gastronomie bieten.

Auch für Vegetarier wird das Angebot immer größer und geht weit über die klassische Quionoasuppe (die natürlich trotzdem wahnsinnig lecker ist) hinaus. Probiert auf jeden Fall mal vegetarisches Cevice, klassischerweise ein Fischgericht, dass oft aber auch in einer „tierfreien“ Variante angeboten wird. Lohnenswert ist auch ein Besuch des Künstlerviertels Barranco mit seinen bunten Häusern, Bars und kleinen Restaurants.

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Puerto Maldonado

Habt ihr euch akklimatisiert und durch Lima geschlemmt, geht es zunächst per Flugzeug in den Amazonas nach Puerto Maldonado. Leider ist die Amazonas Gegend in Peru so abgelegen, dass ihr mit dem Bus mehrere Tage unterwegs wärt. Der Flug ist also an dieser Stelle die beste Option. Das Amazonas-Tiefland liegt an der Grenze zu Bolivien ganz im Osten des Landes. Die Landschaft mit ihrer wilden Schönheit, der üppigen Vegetation und seiner exotischen Tier- und Pflanzenwelt könnte unterschiedlicher nicht sein im Vergleich zur schroffen Wüsten & Berglandschaft des restlichen Teils von Peru.

Puerto Maldonado wird gerne auch als Dschungelmetropole bezeichnet. Schließlich ist der Ort der Ausgangspunkt vieler Dschungelabenteuer, die euch tief hinein in die entlegenen Seitenarme des Amazonas-Flusses führen. Rund um die Stadt liegen die drei Nationalparks: Manu-Nationalpark,  Tambopata-Nationalpark und das Bahuaja-Sonene-Nationalreservat. Dort könnt ihr Affen, Papagaien, Ottern und Kaimane zu Fuß oder mit dem Boot in freier Wildbahn erleben und das magische Abendlicht im Dschungel genießen. Ich selbst war in der Cayman Lodge im Tambopata-Nationalpark.

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Cusco

Am besten mit dem Bus geht es in rund 10-12 Stunden von Puerto Maldonado nach Cusco. Cusco ist die wohl touristischste Stadt Perus, aber mit seiner Kolonialarchitektur und den zahlreichen tollen Cafés und Restraurants auch besonders schön. Es lohnt sich auf jeden Fall hier ein paar Tage zu bleiben, um die Stadt und ihre Umgebung zu erkunden.

Rund um die Stadt findet ihr auch diverse Inka-Ruinen wie Choquequirao, Saysayhuamán, Qenko, Tambomachay, die einen Besuch lohnen. Und natürlich wäre ein Cusco-Besuch nicht vollständig ohne Souvenirs und frische Smoothies auf dem Markt einzukaufen.

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Peru Rundreise: Cusco & das heilige Tal der Inka inkl. Machu Picchu

Inka Trail oder Alternativen?

Von Cusco geht es weiter ins heilige Tal der Inkas beziehungsweise nach Ollantaytambo. Hier könnt ihr entweder den Inca Trail wandern oder eine der Alternativen. Ich habe mich bei meinem ersten Peru-Besuch für den Lares Trek entschieden. Dieser startet im Dorf Lares und führt über den Ipsaycocha Pass (4,450m) nach Ollantaytambo. Beim zweiten Mal bin ich dann den 1-Tages-Inka-Trail gewandert, der bei Bahnkilometer 104 startet und zu Fuß nach Machu Picchu führt. Ich fand beide Treks wirklich toll und beeindruckend.

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Das (unangefochtene) Highlight: Machu Picchu

Am Ende aller Treks steht natürlich ein Besuch von Macchu Picchu auf dem Programm. Zu den Vor- und Nachteilen verschiedener Treks und meinen ausführlichen Tipps für euren Machu Picchu-Besuch habe ich bereits einen detaillierten Artikel veröffentlicht -> Machu Picchu – Die besten Tipps für euren Besuch des Weltwunders

Lares Trek Macchu Piccu
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Noch mehr Kultur & Natur im heiligen Tal

Bei all dem (durchaus berechtigten!) Hype um Machu Picchu solltet ihr aber nicht die anderen beeindruckenden Orte vergessen, die das heilige Tal der Inkas zu bieten hat. Alleine die Stadt Ollantaytambo mit ihren beeindruckenden Inka-Ruinen, sowie dem fast schon mediterranem Flair ist selbst schon eine Reise wert.

Lares Trek Macchu Piccu

Auch lohnt sich ein Abstecher zu den Salzpfannen von Maras, die noch aus prä-Inka Zeiten stammen. Ihr könnt entweder eine geführte Tour buchen, die meist auch einen Besuch der Inka-Stätte Moray beinhaltet, oder euch am besten mit mehreren Personen ein Taxi dorthin teilen.

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Peru Rundreise: Cusco – Titicacasee – (Arequipa) – Nazca – Paracas – Lima

Titicacasee

Rund 7 Stunden braucht der Bus von Cusco an den Titicacasee auf knapp 4.000 Metern Höhe. Die Stadt Puno ist der ideale Ausganspunkt für Erkundungstouren auf und am größten See in ganz Südamerika.Während die Hauptsehenswürdigkeit, die Schilfinseln namens Uros, heute doch sehr touristisch sind, herrscht auf der Isla Taquile noch eine angenehme Stille und die Jahrhunderte alte Kultur wird noch richtig gelebt. Daneben gibt es von der Insel wirklich beeindruckende Blicke auf den tiefblauen See und die schneebedeckte Andenkulisse im Hintergrund. Ein wirklich wunderschöner Ort um in Peru Kultur und Natur zu genießen!

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Peru

Arequipa

Von Puno sind es rund 9 Stunden Busfahrt nach Arequipa. Dorthin habe ich es leider immer noch nicht geschafft, aber die zwischen drei Vulkanen gelegene Stadt, die wegen ihren Häusern aus weißem Vulkangestein gerne auch mal als die „Weiße Stadt Perus“ bezeichnet wird, lohnt sicher einen Besuch. Wenn ihr dort einen Stopp einlegt, solltet ihr euch den beeindruckenden Colca Canyon nicht entgehen lassen.

Nazca

Noch einmal 9 Stunden Busfahrt sind es von Arequipa nach Nazca. Selbst wer sich nicht näher mit dem Thema Peru beschäftigt hat, wird mit großer Wahrscheilichkeit schon einmal von den mysteriösen Nazca-Linien gehört haben. Wie die rätselhaften, teilweise bis zu 20 Kilometer langen, schnurgeraden Linien und Gebilde rund um Nasza entstanden sind, gibt Wissenschaftlern nach wie vor Rätsel auf. Wer die Formationen mit eigenen Augen sehen möchte und einen einigermaßen robusten Magen hat, kann eine Rundflug über die Wüstenlinien machen. Auch wenn mir persönlich unfassbar übel geworden ist während des kurvigen Flugs in der kleinen Maschine würde ich es trotzdem immer wieder machen.

NascaNascaNasca

Paracas & Huacachina

Von Nazca sind es keine 7 Stunden Busfahrt mehr bis Lima. Es lohnt sich aber, auch hier noch ein paar Zwischenstopps einzulegen. Zum einen befindet sich auf circa halbem Weg die Wüstenoase Huacachina, die besonders für Sandboarding und Sandbuggy-Fahrten bekannt ist.

Huacachina

Zum anderen liegt – nur zwei Stunden von Huacachina entfernt – direkt am Pazifik die Halbinsel Paracas sowie die gleichnamige Stadt. Hier könnt ihr nicht nur perfekt entspannen und eure Peru-Reise ausklingen lassen. Es lohnt sich auch, Isla Ballestas, die Galapagosinseln von Peru im Rahmen einer Bootstour zu besuchen. Hier tummeln sich Schwärme von Perutölpeln und Chilepelikanen auf den Felsen, Seelöwen und Seebären plantschen am Ufer und Humboldpinguine watscheln über die kleinen Hügel.

Paracas

Paracas

ParacasParacas

Von Paracas seid ihr in vier Stunden in Lima, wo ihr die letzten Stunden oder Tage vor eurem Abschied verbringen könnt, noch den letzten Pisco Sour genießen und das letzte Cevice zelebrieren. Und wahrscheinlich seid ihr nach dieser Route ebenso begeistert von der Vielfalt, der beeindruckenden Natur und den zahlreichen kulturellen Schätzen des Landes. Und – wer weiß – bezeichnet ihr Peru vielleicht künftig ja auch als  „das reichste Land der Welt“.

Ward ihr schon einmal in Peru, wenn ja, was war eure Reiseroute? Noch Fragen? Ab in die Kommentare damit

In Zusammenarbeit mit 

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