Auf den Spuren der Philosophen in Heidelberg

Nachdem wir im Hotel eingecheckt und uns ein wenig ausgeruht haben, begeben wir uns auf die Fährte der Philosophen. Nahe der berühmten Alten Brücke – übrigens ein beliebtes Motiv für Maler und Fotografen und auch Goethe mutmaßte: „Die Brücke zeigt sich von hier aus in einer Schönheit, wie vielleicht keine Brücke der Welt…“ – beginnt auf der anderen Seite des Neckars der sogenannte Philosophenweg. Der Rundweg dauert etwa drei Kilometer und ist für Heidelberger und Touristen gleichermaßen ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Auf Grund des speziellen Klimas – hier ist es durchschnittlich 1,5 Grad wärmer als in der Stadt – gedeihen Mediterrane pflanzen in dem Philosophengärtchen und wohnen Eidechsen in den Trockenmauern. Man hat einen wirklich wundervollen Blick auf die Altstadt von Heidelberg und das Schloss und ich kann den Spaziergang nur jedem Heidelbergbesucher empfehlen. Bequeme Schuhe sind ein Muss, der Weg ist teilweise sehr steil und uneben. Nach der Überquerung der Alten Brücke windet sich der Schlangenweg, der seine Gestaltung bereits im Namen verrät, hinauf in die Natur.

Auf einer Bank genießen wir den Ausblick und lassen den Nachmittag in Heidelberg ausklingen. Wir sind nicht die einzigen, die die Ruhe und Natur genießen. Zahlreiche Jogger aber auch Touristen und selbst die Japaner mit ihren Kameras haben den schönen Weg für sich entdeckt. Besonders lustig: Meine Schwester und ich hatten bereits im Reiseführer ein tolles Foto mit dem Blick auf Heidelberg gesehen. Nun wollten wir natürlich ein ebenso schönes Foto schießen, hatten aber das Problem, das uns ständig Bäume mal links mal rechts mal mittendrin die Sicht versperrten. Das führte soweit, dass wir sogar aus lauter Verzweiflung auf den Aussichtsturm kletterten, von welchem der Blick aber auch nicht besser war. Schließlich fanden wir aber doch die perfekte Stelle für das perfekte Foto. Kennt ihr das auch?

Der Weg endet in der Nähe der Theodor-Heuss Brücke, die man überqueren kann und am Neckar entlang zurück in die Altstadt gelangt. Hier locken mit der alten Stadthalle, dem Marstall und der Heuscheuer weitere Sehenswürdigkeiten von Heidelberg. Interessanter und schöner finde ich persönlich den Blick auf den Neckar. Ich schaue viel lieber den Schiffen hinterher und höre das Wasserrauschen. Ein kleiner Kritik an die Städteplaner: Der Neckar ist in Heidelberg auf beiden Seiten direkt von einer lauten und vielbefahrenen Straße eingekeilt. Leider geht dadurch viel Idylle verloren. Da kenne ich von Frankfurt oder Köln besseres!

Morgen, in meinem dritten und letzten Heidelberg-Bericht, besuchen wir dann das Heidelberger Schloss, übrigens auch eines der „1000 Places to see before you die“. Ob ich und ihr das genauso seht erfahren wir morgen. Bis dahin wünsche ich euch allen ein wunderschönes Wochenende. Ich habe mir den Brückentag gegönnt und blicke nun auf vier tolle freie Tage. Ein paar Ausflüge sind bereits geplant – einer soll uns – je nach Wetter – nach Frankreich, Belgien oder die Niederlande führen (vermutlich ersteres). Was habt ihr am Wochenende vor?

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5 Kommentare

  • toll :D dann freuen wir uns zusammen ^^

    hach ja in Heidelberg war ich auch shconmal – schlechte erinnerung da der typ ein absoluter oberfail war. aber die stadt will ich iwann nochmal sehen ^^

    • Oh no! Ich möchte auch noch mal nach Heidelberg und mit der tollen Bergbahn (siehe Bericht morgen ;-)) fahren. Von Frankfurt aus ist man ja in nicht mal einer Stunde dort ;-)
      Liebe Grüße, Jana

  • Heidelberg ist ja wirklich ein wunderschönes Städtchen. Die Geschichte mit dem Turm ist gut. Ist dir aber sehr gelungen, das Motiv mit der tollen Brücke. Bisher hat mich nur fast eine Möwe angefallen, als ich versucht habe, diese zu fotografieren ;-) jaja
    Schönes WE wünscht dir
    Kilchen

    • Jaja, die Reiseanekdoten sind immer wieder lustig ;-) Ich bin bisher noch von jedem Möwenangriff verschont geblieben :-D
      Dir auch ein schönes Wochenende und viele Grüße, Jana

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