Auf den Spuren der Este in Ferrara

Ferrara liegt in der Provinz Emilia-Romana im Innland, südlich von Padova und Venedig. Die Städt wäre wohl nicht unser Ziel gewesen hätte es in der Renaissance nicht die Este gegeben, ein hoch gebildetes, prunk- und selbstsüchtiges Adelsgeschlecht, die die Stadt aufs prächtigste ausbauen ließen, meist zu Ungunsten der Bevölkerung. Heute erobern die Bürger ihre Stadt zurück – und zwar auf Fahrrädern in autofreien Innenstadt, die von einer 9 km langen Mauer umgeben wird. Seit 1995 ist Ferrara UNESCO-Weltkulturerbe.

Wir parkten auf der Viale Alfonso d’Este und machten uns zu Fuß auf in das Zentrum. Vorbei ging es am Palazzo Schifanoia, ehemals Lustschloss gegen Langeweile, heute Museo Civico, und an der Kirche Santa Maria in Vado zum Dom, der zwischem dem 12. und 14. Jahrhundert entstand. Schräg gegenüber liegt der Palazzo  Communale (1243). Hier residierten die Este bevor sie ins benachbarte Castello einzogen. Dieses Castello Estense liegt gleich neben an. Der Bau begann 1385, zog sich allerdings 200 Jahre hin, weil die Este zwischendurch die Festung in einen Renaissance-Palast umwandeln wollten. Auf der Piazza Savonarola vor dem Castello steht ein Denkmal des 1472 in Ferrara geborenen gleichnamigen Reformators.

Die von beeindruckenden Renaissance-Palästen gesäumte Via Corso Ercole d’Este führt in die Renaissancestadt. Als erstes der Palazzo dei Diamantini – hier ist Name Programm. Seine Fassade besteht aus diamantartigen Mamorquadern. Gleich daneben der Palazzo Sacrati, der mit seinem schönen Portal um 1500 erbaut wurde. Am Schluss folgt der Palazzo Massari, der im 16. Jahrhundert erbaut wurde und heute das Boldoni-Museum beherbergt. Über die Piazza Ariostea und durch das Stadttor Corso giovecca ging es zurück zum Auto.

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