Auf dem Sofa um die Welt: Meine 10 liebsten Fernweh-Filme

Die Erkältung hat mich voll im Griff, das Wetter ist grau in grau und die nächste Reise noch gefühlte Meilen entfernt: Was liegt da näher als für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen und in eine neue Welt einzutauchen? Abhilfe schafft das DVD-Regal: Denn Fernweh-Filme entführen uns in fremde Länder, lassen uns mit den Protagonisten auf Weltreise gehen oder den Charme eines Ortes erspüren, als wären wir selbst dabei. Hier kommen meine zehn Filme mit Fernweh-Charakter mit denen ich am liebsten auf meinem Sofa um die Welt reise.

1. Sieben Jahre in Tibet

… ist einer meiner ältesten Lieblinge überhaupt und das noch zu Zeiten, als sich meine Reiseerfahrungen auf den jährlichen Sommerurlaub mit meinen Eltern in den Bergen beschränkte. Vielleicht wurden ja schon damals die Fernwehwurzeln gelegt, als ich den Film quasi andauernd per Videokassette ansah. In dem packenden Epos aus dem Jahr 1997 begleiten wir den österreichischen Bergsteigers Heinrich Harrer (Brad Pitt) bei seinen Abenteuern im Tibet der vierziger Jahre. Kein Wunder, dass ich seit dem Film einmal nach Tibet reisen möchte.

2. Vincent will meer

…ist ganz klar einer meiner Lieblinge aus 2012. Selten hat mir ein Film mir so viel positive Lebensenergie vermittelt. In dem Roadmovie reisen wir mit dem an Tourette-Syndrom leidenden Vincent nach Italien, weil er den letzten Wunsch seiner Mutter erfüllen und ihre Asche ans Meer bringen will. Der Film ist wundervoll inspirierend und überhaupt nicht anstrengend, wie man es vielleicht vermuten könnte.

3. Eat, Pray, Love

Der Klassiker unter den Fernwehfilmen spaltet die Gemüter. Ich kenne viele die den Film verabscheuen, doch alleine um die Bali-Erinnerungen zu wecken, schaue ich mir den Film von Zeit zu Zeit gerne an. Dann hole ich meine billige Raubkopie aus Kuta (psssst) heraus und schwelge in Erinnerungen an eine tolle Reise. Auch wenn Ubud in Wirklichkeit nicht am Meer liegt – wenn ich Julia Roberts so durch die Reisfelder radeln sehe, bin ich einfach nur glücklich.

4. Best Exotic Marigold Hotel

Der Film ist wohl mein Filmhighlight aus 2012, das wir ebenfalls in Kuta (nochmal pssssst) entdeckten. In dem Film aus dem Jahr 2011 reisen wir gemeinsam mit einer Gruppe britischer Pensionäre nach Indien, die ihr bisheriges Leben hinter sich lassen um sich in Indien zur Ruhe zusetzen. Dabei entdecken sie eine neue Lust am Leben, die einfach ansteckend ist – und unsagbares Fernweh nach Indien macht.

5. Midnight in Paris

Wer wie Hauptdarsteller Gil  schon immer mal vom Paris der 20er Jahre geträumt hat, wird diesen Film von Woddy Allen lieben. In dem Eröffnungsfilm des 64. Festival de Cannes – ebenfalls aus dem Jahr 2011 – begleiten wir den unzufriedener Hollywood-Drehbuchautoren jeden Tag um 12 Uhr Mitternacht in das Paris der 20er Jahre. Paris Je t’aime, obwohl ich dich bisher nur aus dem Fernsehen kenne…

6. Same Same But Different

Das Drama aus dem Jahr 2009 beweist eindrucksvoll, dass Fernweh-Filme nicht immer „flach“ und ohne Tiefgang sein müssen. Der Film führt uns nach Kambodscha und zwar mit dem jungen deutschen Praktikanten Ben, der sich dort in eine Prostituierte verliebt. Die Geschichte beruht auf der wahren Geschichte von Benjamin Prüfers und dem Buch „Wohin du auch gehst“. Das Pärchen lebt übrigens heute in Hamburg und Kambodscha. Prädikat besonders wertvoll und unbedingt ansehen – auch wenn man nicht – wie ich – vorhat dieses Jahr nach Kambodscha zu reisen.

SAME SAME BUT DIFFERENT | TRAILER

7. Blue Crush

Ebenfalls ein Film, der mich schon sehr lange begleitet, wenn das „Meerweh“ zu groß wird. In dem Surffilm begleiten wir Anne und ihre Mädchenclique auf die hawaiianischen Insel Oahu. Auch wenn die Story nicht wirklich sehr viel hergibt, der Film versprüht einfach dieses Surferfeeling, der einen am liebsten sofort selbst auf die Bretter steigen lässt. Und das obwohl ich gar nicht surfen kann.

8. Brügge sehen und sterben

Knarre statt Reiseführer: in dem Film Brügge sehen und sterben reisen wir mit zwei Auftragsmördern im vorweihnachtlichen Brügge. Neben einer dramatisch-komischen Hetzjagt gibt es wundervolle Impressionen von Brügge, das auch als das des belgischen Venedig gilt. Fazit: Ich will Brügge sehen – und hoffentlich nicht sterben…

9. Im Juli

Hamburg im Sommer: alles bereitet sich auf seine kleinen und großen Reisen vor – anders der spießige Referendar Daniel, der lieber daheim bleibt als sich in der Fremde zu verlieren. 1. Es kommt alles anderes und 2. als wie man denkt. Und plötzlich befinden wir uns auf einem Roadtrip in die Türkei. Schuld ist eine Frau: ob er seine Traumfrau wirklich wieder sieht und was Daniel so alles auf seiner abenteuerlichen Reise erlebt, zeigt das zweite Filmdebut des Großmeisters Fatih Akin aus dem Jahr 2000.

10. Lost in Translations

Der zweite Film Sofia Coppolas führt uns nach Japan. Dort trifft der alternde Fernsehstar Bob Harris an einer Hotelbar in Tokio auf eine ebenso einsame Seele, Charlotte, und findet in ihr eine außergewöhnliche Freundin. Als ich in den letzten Tagen über meine liebsten Fernweh-Filme nachdachte, erinnerte ich mich wieder an den Film, den ich sofort mal wieder auf meine Leihliste gesetzt habe. Der Film zeigt eindrucksvoll, dass Reisen bildet und man in der Ferne manchmal am besten zu sich selbst findet.

Das waren sie also meine derzeit liebsten Fernweh-Filme. Bei meinen Recherchen bin ich übrigens auf diesen Blogpost der lieben Sarah von Heimatherz zu ihren liebsten Fernweh-Filmen gestoßen – btw ein sehr schöner Travelblog, auf dem ihr unbedingt mal vorbeischauen solltet!

Was sind eure liebsten Fernweh-Filme? Welche Filme sollte ich mir unbedingt noch ansehen?

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