Amazonas Tour in Peru – Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado

Der beste Kontrast zu den kühlen Berglandschaften in Peru rund um Cusco und den kulturellen Eindrücken am Machu Picchu ist eine Amazonas Tour. Wilde Schönheit, üppige Grüntöne sowie exotische Tiere und Pflanzen warten in Puerto Maldonado darauf erkundet zu werden – und das nur ein paar Flugminuten entfernt. Hier könnt ihr auf schmalen Dschungelpfaden Affen, Papageien, Ottern und Kaimane in freier Wildbahn erleben, bei Kerzenschein in einer Naturlodge übernachten und mit dem Kanu die Wasserwege auf der Suche nach Riesenottern erkunden. Doch mein Highlight durfte ich schon ganz am Anfang des Dschungel-Abenteuers erleben, als nämlich bei der Fahrt mit dem Boot zur Lodge hunderte bunter Aras von einer Lehmbank in den Himmel aufstiegen und der tief stehenden Sonne entgehen flogen.

Warum sich eine Amazonas Tour in Peru sonst noch lohnt und was ich im Dschungel in Peru alles gelernt habe, verrate ich euch in diesem Artikel.

Amazonas Tour in Peru: Auf nach Puerto Maldonado!

Puerto Maldonado liegt in der Region Madre de Dios ganz im Südosten von Peru. Die Stadt befindet sich mitten im tropischen Regenwald des Amazonastieflandes nahe der Grenze zu Bolivien und hat sich als “Dschungelmetropole” mittlerweile auf den Tourismus spezialisiert. Dank der Vielfalt der Flora und Fauna in der Umgebung trägt Puerto Maldonado auch den Beinamen “Hauptstadt der Biodiversität”. Rund um die Stadt liegen gleich drei Nationalparks, in denen ihr in die größtenteils unberührte Dschungellandschaft eintauchen könnt: der Manu-Nationalpark, der Tambopata-Candamo-Nationalpark und das Bahuaja-Sonene-Nationalreservat.

Die Cayman Lodge, die Dreh- und Angelpunkt meines Dschungel-Abenteuers war, liegt mitten im Tambopata-Candamo-Nationalpark. Um dorthin zu gelangen, sind wir im Rahmen unserer Peru-Rundreise mit Intrepid zunächst von Lima über Cusco nach Puerto Maldonado geflogen. Am Flughafen wurden wir direkt von den qualifizierten Guides unserer Lodge im Empfang genommen. Während der rund einstündigen Fahrt auf Schotterpisten zum Bootsanleger gab es ein leckeres, warmes Mittagessen und Reggaeton-Musik, so dass die Zeit wie im Flug verging. Am Bootsanleger hieß es dann umpacken, da wir nicht all unsere Koffer mit zur Lodge nehmen konnten. Während unser Gepäck sicher verstaut wurde, stiegen wir mit dem Nötigsten für die nächsten zwei Tage auf das Boot. Während der rund eineinhalb-stündigen Fahrt auf dem Tambopata Fluss stoppten wir mehrmals um Wasserschweine, Kaymane und Aras am Flussufer zu beobachten, bis wir schließlich zum Sonnenuntergang in der Lodge ankamen.

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Die Lodge selbst besteht aus mehreren kleinen Bungalows (ohne Strom) sowie einem Gemeinschaftsbereich mit Bar, Sitzgelegenheiten und Strom. Alles ist einfach, aber trotzdem sauber und gepflegt und die Betten durch ein Moskitonetz geschützt. Nachts konnten wir die Zimmer mit Kerzen beleuchten, was eine ganz besondere, gemütliche Atmosphäre zauberte.

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Was ich während der Amazonas Tour in Peru gelernt habe

Wie viele verschiedene Grüntöne es gibt

Ich weiß gar nicht so genau, was mich an Dschungellandschaften so sehr fasziniert. Wahrscheinlich sind es die vielen verschiedenen Grüntone, in denen die Pflanzen leuchten. Je nach Tageszeit verändert sich nicht nur die Farben, sondern auch die Atmosphäre komplett. Während man zur Mittagszeit größtenteils nur die eigenen Schritte wahrnimmt, wird in den frühen Morgenstunden oder auch zum Sonnenuntergang auch die Geräuschkulisse lauter. Und hier, ohne Ablenkung durch Handys und Co, nimmt man diese Veränderungen viel intensiver war.

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Rund eine Stunde Fußweg von der Lodge entfernt liegt der Sachavacayoc See, das Ziel unserer kleinen Dschungel-Exkursion am zweiten Tag. Doch bevor wir ins undurchdringliche Grün eintauchen, werden wir von unserem Guide noch mit einer sogenannten “Jungle Protection” versehen – von Außen sichtbar in Form von Strichen im Gesicht, die er mit einer färbenden Pflanze erzeugt. Von “Innen” soll uns dieser Schutz vor den Gefahren des Dschungels beschützen und sicher wieder aus dem Dschungel herausführen – was auch ziemlich gut geklappt hat.

Amazonas Tour in Peru - Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado: Jungle Protection Amazonas Tour in Peru - Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado: Exkursion Amazonas Tour in Peru - Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado: Über den Fluss

Am See angekommen, steigen wir in ein Kanu um den See zu erkunden sowie Piranhas zu angeln. Das wiederum hat weniger gut geklappt. Statt dessen aber begegnen wir einem weißen Kaiman, der sich im dichten Schilf versteckt und natürlich sofort abtaucht, bevor ich ihn wirklich erspähen kann.

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Wie wunderschön ein Sonnenuntergang im Amazonas ist

Die frühen Abendstunden sind die schönste Zeit im Dschungel. Die Blätter an den Bäumen leuchten in einem goldenen Licht, die Tierwelt erwacht zum Leben und die untergehende Sonne leuchtet blutrot, während sie über den unendlichen Biegungen des Tambopata Flusses langsam untergeht. Eine ganz besondere Stimmung, die ihr besten am Flussufer oder auf dem Boot erlebt.

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Wie süß Wasserschweine sind

Das erste Tier, das uns bereits auf der Fahrt zur Lodge im Dschungel begegnet, ist das Wasserschwein. Die putzigen Nagetiere dösen in der Sonne am Flussufer oder spielen im Wasser, als wir mit dem Boot an ihnen vorbei fahren. Das Capybara, wie man die Tiere vor Ort nennt, ist heute das größte Nagetier der Welt und gehört zur Familie der Meerschweinchen. Dass wir sie sehen ist großes Glück. Denn Wasserschweine halten sich vorwiegend im Wasser auf. Dank der Schwimmhäute zwischen ihren Zehen können sie sich dort schnell und weil Ohren, Augen und Nase wie beim Kaiman in einer Linie im oberen Kopfbereich verlaufen, können sie beim Schwimmen fast den ganzen Kopf unter Wasser halten und sich so vor Fressfeinen tarnen. Oder auch vor uns Menschen…

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Dass ich meine Spinnenangst ganz gut im Griff habe

Meine größte Sorge vor meiner Reise in den Amazonas, war meine Spinnenphobie. Denn während einer Amazonas Tour in Peru seht ihr nicht nur niedliche Tiere wie die Wasserschweine oder Aras, sondern auch Spinnen und andere Krabbeltiere. Entsprechend klopfte mein Herz bis zum Hals als unser Guide uns während der Wanderung ein ziemlich großes Exemplar einer Tarantula in ihrem Bau zeigt. Dass ich nicht schreiend weggelaufen bin, als sie an die Oberfläche gekrabbelt ist, darauf bin ich heute noch stolz.

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Dass eine Nachtwanderung nichts für mich ist

Trotz meines Spinnen-Erfolgserlebnisses am Tag, war mir sofort klar: eine Nachtwanderung durch den Dschungel ist nichts für mich. Denn dabei geht es vor allem darum den Besuchern die Insekten im Dschungel zu zeigen – ein Erlebnis, auf das ich, besonders in der Dunkelheit, gut verzichten kann. Statt dessen genieße ich lieber die Abenddämmerung bei einem Pisco Sour (dem Nationalgetränk in Peru) im Camp. Man muss auch wissen, wo die eigenen Grenzen sind oder?

Dass ich auch alleine wieder aus dem Dschungel hinausfinde

Eine weitere Angst, der ich mich im Amazonas gestellt habe ist der Angst mich im Dschungel zu verirren. Denn wenn man einmal das Camp hinter sich gelassen hat, sehen plötzlich alle Wege gleich aus. Da wir aber gerne noch einen riesigen Baum im Abendlicht fotografieren wollten, habe ich mich meiner Angst gestellt und bin auch heil wieder im Camp angekommen. Okay es waren auch nur 300 Meter aber immerhin, oder?

Amazonas Tour in Peru - Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado: Alleine im Dschungel Amazonas Tour in Peru - Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado: Abendlicht im Dschungel Amazonas Tour in Peru - Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado: Zurück in der Cayman Lodge

Wie schön es ist mal offline zu sein

Da wir alle weder Handyempfang hatten noch es Wifi in der Lodge gab, waren die drei Tage im Amazonas für mich die beste Auszeit, die ich mir während der Peru-Reise hätte wünschen können. Nachdem ich kurz im Kopf durchgegangen bin, welche ToDos nun für weitere drei Tage unerledigt bleiben, habe ich diesen Umstand schnell akzeptiert und dann richtig genossen. Solche Auszeiten sollte ich mir auch außerhalb des Dschungels öfter mal nehmen!

Amazonas Tour in Peru - Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado: Liegen mit Flussblick in der Cayman Lodge Amazonas Tour in Peru - Dschungelabenteuer in Puerto Maldonado: Hängematten in der Cayman Lodge

Ist eine Amazonas Tour in Peru das richtige für euch?

Der Amazonas-Dschungel kann sehr heiß und feucht sein. Daher ist es wichtig, viel Wasser zu trinken und leichte Baumwollkleidung zu tragen. Ohne gutes Insektenschutzmittel solltet ihr auf keinen Fall nach Puerto Maldonado fahren. Für die Wanderungen braucht ihr ansonsten recht gutes Schuhwerk und möglichst lange, luftige Kleidung.

Eine Amazonas Tour in Peru bzw. Puerto Maldonado – wäre das was für euch? Und ward ihr schonmal auf einer Reise im Dschungel?

Meine Peru-Reise wurde von Intrepid Travel, dem Tourismusverband Peru und Tatonka unterstützt.

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1 Kommentar

  • Oh ich liebe den Dschungel und der Amazonas ist ein Lebenstraum von mir! Ich war bereits 3 Tage im Thai Jungle und einige Tage im Indonesischen und fand beide total schön. Außerdem habe ich dieses Jahr einen Survival Kurs im deutschen Wald gemacht und mit allerlei krabbeltieren wie Spinnen und vor allem Zecken (hatte 2 stück nach einer Nacht) gekuschelt. Ohne Schlafsack in einer selbstgebauten Hütte.. also nächstes Ziel: mit der Hängematte in den Amazonas! :D ohne zu sterben.

    Aktuell erkunde ich aber den Himalaya in Indien.
    Liebe Grüße !

    Jasmin

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