Eine Bootsfahrt die ist lustig: Ausflug nach Limone

Limone sul Garda ist eine Stadt am Westufer des Gardasees. Sie liegt fast gegenüber von Malcesine und hat etwa 1.000 Einwohner. Limone galt einst als Inbegriff der Schönheit des Lago di Garda und als Sinnbild von Bella Italia. Leider überschwämmen täglich tausende Touristen das keine Städtchen und haben ihr viel von ihrem Charme genommen. Doch man findet sie noch, die eng gedrängten blumengeschmückten Gässchen mit Jahrhunderte alten Häuschen.

Bootstour-Limone-1

Am dritten Tag war es vorerst genug mit Wandern und wir beschlossen, trotz der „Vorwarnung“ des Reiseführers dem kleinen Städtchen einen Besuch abzustatten. Die Städte des Gardasees sind eigentlich sehr gut mit dem Auto zu erreichen – durch alle fährt die sogenannte Gardasena, eine Hauptstraße, die alle Örtchen miteinander verbindet – wenn sich dass nicht täglich Hunderttausende Anderer auch denken würden. Statt des Autos nahmen wir also das Boot. Jeden Tag fahren mehrere Ausflugs- und Linienboote vom Hafen in Malcesine aus nach Limone und zurück. Die Fahrt kostet 8 Euro für Hin- und Rückfahrt. Wir haben uns ein kleineres Bötchen ausgesucht, um die halbstündigen Fahrt richtig zu genießen. Erstaunlicherweise war der Katamaran, der uns chauffierte wie leergefegt und wir waren mit 3-4 Anderen, die einzigen auf dem Boot. Wir suchten uns die schönsten Plätze auf Deck in der ersten Reihe aus und schon gings los.

Der Name Limone stammt – nicht wie man vielleicht denken würde von der Zitrone – sondern von dem lateinischen Wort Limes ab, denn wenige Kilometer nördlich verlief lange Zeit die Grenze zwischen Italien und Österreich. Trotzdem vermarktet Limone sein Zitronenimage trefflich – so findet man zahlreiche „Limonaie“, große Gewächshäuser in denen Zitronen angebaut werden und die auch heute noch das Ortsbild prägen. Obwohl der Zitronenanbau längst unrentabel und fast völlig eingestellt wurde hat in Limone alles mit Zitronen zu tun – Hausschilder, Souvenirs, Handtücher, T-Shirts mit der gelben Frucht darauf.

Nach unserer Ankunft in Limone machten wir uns auf zu einem Stadtbummel und ließen uns durch die Engen Häuserschluchten und kleinen Gässchen treiben. Tatsächlich wird es, wenn man ein wenig ab der gewohnten Pfade wandelt, relativ ruhig in Limone. So genossen wir die wunderschöne Stadt und das herrliche Wetter. Etwa eine halbe Stunde vor Bootsabfahrt, hatten wir so ziemlich alles gesehen. Also ließ ich es mir nicht nehmen – wer mich kennt weiß das – einen Sprung ins herrliche Wasser zu machen bevor es wieder zurück nach Malcesine ging.

Fazit: Entweder wir hatten einfach nur Glück und einen guten Tag erwischt oder der Reiseführer hat etwas übertrieben. Für uns jedenfalls war Limone ein schönes Städtchen, welches einen Ausflug definitiv wert ist.

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