Das Travel Charme Bergresort Werfenweng – oder auch:
Der steinige Weg zur Wellness-Erleuchtung

Saftige Almwiesen, kleine Alpendörfer, verschneite Berge – das Salzburger Land bietet die perfekte Kulisse für ein beschauliches Wochenende voller Ruhe und Entspannung. Da wäre nur ein Problem: Ich bin eine absolute Wellnesslegasthenikerin! Nicht falsch verstehen, ich liebe Wellnessurlaub. Aber alles was ich dort mache, hat irgendwie wenig mit Wellness zu tun: Ich wandere, schwimme, stehe früh auf, überlege mir in welcher Reihenfolge ich welche Sauna besuchen möchte. Kurzum: ich kann mich nicht entspannen, auch wenn ich es noch so sehr möchte.

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Im Travel Charme Bergresort Werfenweng

Der frühe Vogel und so

Travel Charme Bergresort, Werfenweng, 7:00 Uhr: Während alle Wellnessolympioniken noch seelenruhig schlummern, brennt in einem Zimmer bereits Licht. In meinem. Nachdem ich nämlich festgestellt hatte, dass heute zwar Freitag, ich aber nicht zur Arbeit muss, sondern mich mitten in den Bergen bin, bin ich plötzlich hellwach. Ich öffne die Balkontür und tapse mit nackten Füßen nach draußen. Alles noch dunkel. Die kühle Bergluft schlägt mir entgegen und die feinen Nebelperlen setzen sich glitzernd auf meinen nackten Armen und Beinen ab. Ich gehe wieder ins Bett und fahre den Laptop hoch. Gut, dass ich mir am Abend zuvor noch zwei WLAN-Passwörter besorgt habe. Nach gut 20 Minuten hält mich dann wirklich nichts mehr im Bett. Draußen wird es langsam hell und der Pool hat schon geöffnet. Also nix wie rein in Bikini und Bademantel und zu einer ersten Inspektion des Spabereichs. An meiner Tür begegnet mir ein Papiertütchen mit der aktuellen Salzburger Tageszeitung. In meinem Kopf sehe ich mich schon vor dem Frühstück in meinem Sessel Zeitung lesen. Aber jetzt erstmal rein in den Pool. Das warme Wasser dampft genüsslich in der kühlen Morgenluft dahin und außer einem verbündeten Rentnerpärchen, habe ich den Pool ganz für mich alleine.

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Morgens um Sieben am Pool

Frühstückshimmel

Nach dem Schwimmen, will ich von Zeitung und Co nichts mehr wissen. Ich will nur noch eins: Frühstücken, und das ausgiebig. Wenn es eine Disziplin in der Wellnessolympiade gibt, in der ich irgendwann mal eine Medaille holen könnte, dann ist es die Frühstücksdisziplin. Sobald ich im Urlaub einmal weniger als eine Stunde Zeit dafür habe, bekomme ich Panik. Wie soll ich es bloß schaffen mich in so kurzer Zeit durch das ganze Buffet zu futtern? Das Gute am Wellnessurlaub ist ja, dass man viel Zeit hat und so decke mich mit so ziemlich allem ein, was ich mit dreimal laufen so tragen kann. Könnte ja sein, dass es nachher weg ist. Während ich genüsslich meine Hamstervorräte verzehre, falle ich zwischen all den anderen Gästen fast gar nicht auf. Lediglich meine hektischen Buffetsprints enttarnen mich als Wellnesslegastheniker.

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Keine Angst, das ist nur EIN Gang

Raus in die Natur

Spätestens wenn die Sonne draußen lacht und mein Bauch vor lauter Essen zu platzen droht, ist es Zeit, die Umgebung erkunden. Der kleine Ort Werfenweng liegt im Pongau umringt von den schroffen Gipfeln des Tennengebirges. 85 Kilometer Wanderwege gibt es rund um Werfenweng – vom gemütlichen Spazierweg durch grüne Almwiesen bis hin zum anspruchsvollen Klettersteig.

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Herbst in den Bergen – wunderschön!

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Das Wandern ist der Janas Lust

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Nennt mich Bikerbraut

Damit war mein Abenteurerherz beschäftigt, bis ich am Werfenwenger Marktplatz an einem riesigen Fuhrpark an Scootern, Rollern, Elektroautos und Segways vorbeikomme. „Will auch, will auch“ schreit das Kind in mir. Die Leihfahrzeuge sind Teil einer landesweit einmaligen Kampagne der Sanften Mobilität (Samo). Um die Gegend vom lästigen Autoverkehr zu befreien, darf jeder Tourist in Werfenweng, der seinen Autoschlüssel an der Hotelrezeption abgibt, nicht nur die Funfahrzeuge kostenlos ausleihen, sondern auch noch kostenlos mit dem Taxi in der Gegend herumfahren. Von da an gab es kein halten mehr.

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Mit dem E-Scooter durch Werfenweng

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Mein erstes Mal Segway fahren

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Nennt mich Bikerbraut

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„Kann die sich denn nie entspannen?!“

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Mein Abenteuer endet schließlich damit, dass ich mit dem 25-PS-E-Scooter auf halber Strecke zwischen Werfenweng und Bischoffshofen liegen bleibe, weil mir der Saft ausgeht. Man hätte mir doch sagen können, dass man mit den Scootern nur im Ortsbereich herumfahren darf, weil die Dinger für die steilen Anstiege nicht gemacht sind. Mein liebstes Fahrgerät war aber das Motocross-artige Elektromotorrad mit dem man mit bis zu 50 Kilometern die Stunde durch den Ort fegen kann und dabei auch noch sooo cool aussehen kann. :-D

Die Wellness-ToDo-Liste

Nach all der Action bin nun auch ich reif für das Wellnessprogramm. Während die anderen Gäste entspannt auf ihren Liegen dösen, mache ich mich an meine Wellness-ToDo-Liste. Im Ernst, hätte ich einen Zettel parat gehabt, hätte ich für nichts garantieren können: Eine Runde schwimmen, ein bisschen aufwärmen im Whirpool, ein paar Minuten in der Sonne liegen, dann doch wieder ein paar Fotos machen, den Saunabereich inspizieren und dann nochmal auf diesen riesigen runden Liegesesseln probeliegen. Dann noch mal ne Runde schwimmen. Zwischendurch auch noch diese mysteriöse Spabehandlung namens Cloud Nr.9 austesten, in der ich mich gefühlsmäßig zwischen Raumstation und Gebärmutter bewege. Ich fürchte ich bin ein hoffnungsloser Fall.

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Zeit für die Wellness-ToDo-Liste

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Im Pool planschen

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Im Whirpool aufwärmen

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Schweben auf Wolke 7 ähh 9

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Abendschwimmorgie

Essen bis zum Umfallen

Bein Abendessen bin ich dann wieder ganz in meinem Element. Die ungezwungene Mischung aus deftig und exquisit trifft genau meinen Geschmack. Mein Favorit: Lammkeule mit Bohnen in Speckmantel an Tomate und Halbmondrösti. Obwohl vielleicht ist es auch der süße Knödel mit der Mozartkugel in der Mitte, oder doch die deftige Knödelsuppe? Egal, lecker wars alles. Und nach einem anstrengenden Wellnesstag bin auch ich langsam kaputt. Der fantastische Rotwein trägt seinen Teil zu meiner Entspannung bei.

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Foorporn alá Travel Charme

Kugelrund rolle ich mich am Ende des Tages in mein Hotelzimmer. Aber damit ist der Tag natürlich noch nicht zu Ende. Bis nach Mitternacht bastele ich noch am nächsten Blogpost, bis ich schließlich das Licht lösche. Ich stelle meinen Wecker auf sieben Uhr – denn schließlich muss ich morgen ja wieder ein straffes Programm abarbeiten, so im Wellnessurlaub. Ich schätze bis zur Wellness-Erleuchtung ist es bei mir wohl noch ein weiter Weg…

Urlaubst du noch oder wellnesst du schon? Auf welcher Stufe der Wellness-Erleuchtung stehst du?

Herzlichen Dank an das Travel Charme Bergresort Werfenweng, die meinen Weg zur Wellness-Erleuchtung mit einer Einladung in ihr Haus unterstützt haben.

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