Vaucluse – Radfahren & Genießen in der Provence

Die Provence war schon immer einer dieser Orte in Frankreich, die ich unbedingt mal erleben wollte. Ich hatte immer dieses Bild im Kopf von blühenden Lavendelfeldern und malerischen Côte d’Azur-Stränden. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, der erste Stopp auf meinem #FrankreichAktiv-Roadtrip war. Und obwohl es im Mai weder blühende Lavendelfelder gibt, noch uns unsere Route an der Küste entlang führte (mit Ausnahme des Anflugs auf Marseille), sondern nach Vaucluse, habe ich die Gegend mit ihren lieblichen Weinlandschaften, kleinen Dörfern und freundlichen Menschen sofort ins Herz geschlossen.

Vaucluse in der Provence - das malerische Hochplateau

Die beste Jahreszeit für die Provence?

Und ich habe gelernt: Was die Jahreszeit angeht, ist der Frühsommer eigentlich die viel schönere Reisezeit. Dann nämlich blüht und grünt alles, während im Juli, wenn die Lavendelbüsche in voller Blüte stehen, die Landschaft eher karg und trocken daher kommt. Und Mohnblumen, die überall an den Straßenrändern aus dem Boden sprießen sind doch mindestens genauso schön!

Vaucluse in der Provence - das malerische Hochplateau

Das malerische Hochplateau Vaucluse

Nachdem wir (ich und die liebe Franzi von Coconut Sports) uns am Flughafen in Marseille für diesen Trip vom Meer schweren Herzens verabschieden mussten, ging es direkt weiter zu unserem ersten Stopp: dem Department Vaucluse, zwischen dem Mont Ventoux im Norden und dem Luberon im Süden.

Und schon bei der Anreise stellen wir fest: es hat schon einen Grund, warum wir in den nächsten zwei Tagen mit dem E!-Bike unterwegs sein werden. Das Vaucluse-Hochland ist nämlich ziemlich bergig und eine beliebte Herausforderung für alle Rennradfreunde. Wir zählen uns dagegen eher zu den Genussradlern und sind deshalb dankbar für die Extraportion Antrieb, den wir bei den teilweise verdammt steilen Bergstraßen hier und da dazuschalten können.

Vaucluse in der Provence - das malerische Hochplateau

Mit dem E-Bike durch die Provence

Unsere anfängliche Müdigkeit ist schnell verflogen, als wir den Mietwagen abgestellt und gegen ein schickes E-Bike tauschen. Die liebliche Hügellandschaft zieht an uns vorbei, der Duft von Sommer liegt in der Luft und die Temperaturen sind mit 25 Grad am Nachmittag geradezu perfekt für eine kleine Eintstimmungstour. Das frühe Aufstehen und die stressigen Tage zuvor sind schnell ganz weit weg. Das liebe ich so am Reisen. Wenn du einmal da bist, sind alle Probleme plötzlich ganz klein und du lebst nur im hier und jetzt. Und dafür gibt es kaum einen besseren Ort als die Provence. Ich habe selten einen Ort besucht, in der die Menschen so fröhlich und ausgeglichen sind – von der Bedienung im Restaurant bis zum Bauern auf dem Traktor, der an uns vorbei fährt. Und diese Stimmung steckt an!

Zwischen Mont-Ventoux und Dentelles

Unsere erste E-Bike-Tour ist rund 15 Kilometer lang und damit perfekt für eine kleine Runde am Nachmittag. Von Le Barroux, unserem Ausgangspunkt geht es über Malaucène und Suzette und weiter auf der Straße des Col de la Chaîne mit zahlreiche Aussichtspunkte auf die Dentelles de Montmirail zurück zum Aussichtspunkt.  Die normalerweise recht anspruchsvolle Tour wird mit dem E-Bike zur Genießerfahrt. Mühelos ziehen wir mit unserem „Düsenantrieb“ selbst an den fittesten Rennradfahrern vorbei. Ein bisschen wie Schummeln ist es ja schon, aber schließlich haben wir ja keinen Preis zu gewinnen, sondern wollen nur die schöne Landschaft erkunden. Ein Dörfchen ist hübscher als das andere und in Anbetracht der malerischen Straßen ärgere ich mich fast ein wenig, dass ich meine Drohne daheim gelassen habe.

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Durch Dörfer und Weinreben

Am zweiten Tag stehen dann gleich 50 Kilometer auf dem Programm. Diesmal geht es über die Dörfer Caromb, Bedoin, Flassan nach Mormoiron. Neben einem kurzen Stopp in der Marmeladenboutique Ruchofruit ist unser eigentliches Ziel das Weingut Château Pesquié. Und wer glaubt, dass man Sport nicht mit Wein und gutem Essen kombinieren kann, der war noch nicht in Frankreich. Bei einem lauschigen Picknick in der traumhaft schönen Parkanlage des Anwesens probieren wir uns durch die lokalen Weine.  Zugegeben verhalten. Denn schließlich liegt noch eine ganz gute Strecke über Mazan zurück zum Ausgangspunkt vor uns und wir wollen ja nicht unbedingt durch unsere „weinseelige“ Fahrweise auffallen.

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Übernachtungstipp: Mas de la Lause

Zurück in der Unterkunft heißt es dann: nichts wie raus aus den Radklamotten und rein in den Badeanzug. Denn unsere Unterkunft, das Mas de la Lause, ist nicht nur ein Provence-B&B wie aus dem Bilderbuch, es hat sogar noch einen herrlichen Pool im Garten, den wir natürlich voll und ganz ausgekosten. Nach dem Schwimmen werden wir mit einem frischen Aprikosensaft verwöhnt und das Essen am Abend, das wir gemeinsam mit zwei belgischen Ladies am Esszimmertisch serviert bekommen, sucht seines Gleichen, wenn es um leckere, bodenständige Küche mit der gewissen französischen Note geht. (Eine weitere Empfehlung: Das Restaurant Le 6 à Table im Nachbarort Caromb, das uns am zweiten Tag mit einem liebevollen vegetarischen Viergängemenü verwöhnt hat.)

Getoppt wurde das ganze nur vom Frühstück, das wir auf der Terrasse in der Sonne genießen. Der Tisch ist gedeckt mit regionalen Produkten, frischen Kirschen und duftenden Backwaren. Und die Morgenstimmung ist so herrlich, dass wir am liebsten gar nicht mehr weiterfahren wollen. Doch das nächste Abenteuer wartet bereits: Klettern in Lozere. Aber davon dann ein anderes Mal mehr.

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Warst du schon einmal in der Provence oder dem Department Vaucluse und hast noch weitere Tipps für mich (und meinen nächsten Besuch)? Dann ab in die Kommentare damit!

Meine Reise in die Provence fand im Rahmen der #FrankreichAktiv-Kampagne der Französischen Zentrale für Tourismus statt. Noch mehr Bilder und Blogbeiträge findet ihr direkt auf der Kampagnenseite.

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