Grotten, Klippen und Ruinen: Wir erkunden Maltas Westen

Unser dritter Tag führte uns in den Westen Maltas. Mit der Linie X3 fahren wir dazu zunächst vom Bugibba Busterminal nach Rabat, der Vorstadt der ehemaligen Hauptstadt Mdina, zu der wir später am Tag noch einmal kommen werden. Von dort aus nahmen wir die 201 in Richtung Westküste. Die Linie 201 fährt von Il–Bahrija bis Wied iz-Zurrieq die gesamte Westküste ab. Wir starteten unsere Tour an der Endhaltestelle, der Bucht Wied iz-Zurrieq.

Hier starten die Ausflugsbote in die berühmte „Blue Grotto“. In Anlehnung an ihr Pendant auf Capri gaben die Engländer der Grotte ihren Namen. Und das nicht ganz zu unrecht – das Wasser in der Grotte bietet ein prächtiges Farbenspiel von Türkiesblau bis Tiefschwarz. Es empfielt sich die Ausflugstour auf den Vormitag zu legen, wenn das einfallende Sonnenlicht das Wasser in allen Blautönen leuchten lässt. Mit einem kleinen Fischerboot ging es durch eine 20 Meter hohe bogenartige Felsformation namens „Tat Il Hejia“ in eine 50 Meter tiefe Grotte hinein. Blue Grotto hält was es verspricht!

Unser nächstes Ziel waren die Tempelkomplexe Hagar Qim (sprich: Hadschar-im) und Mnajdra (sprich: Imnaidra), die beide zum Weltkulturerbe und zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Maltas zählen. Eine Kollegin, die kurze Zeit vor uns auf Malta war, hatte uns zwar von dieser Tour abgeraten, aber wir wollten uns die Tempel dennoch nicht entgehen lassen und uns unsere eigene Meinung bilden. Und das war auch gut so: Die beiden frühgeschichtlichen Tempelanlagen liegen kaum 500 Meter von einander entfernt. Aus Ihnen stammen berühmte Fundstücke wie die Venus von Malta oder die sitzende Frau, die im Archäologischen Museum in Valletta besichtigt werden können. Die zirkusähnlichen Schutzdächer, die über die Anlagen gespannt sind dienen zwar dem Erhalt der Steine, doch nimmt es den imposanten Bauwerken leider etwas an ihrem Reiz. Trotzdem waren wir beeindruckt von der Baukunst, die es im Jahre 2800 v. Chr. im Falle von Hagar Qim und sogar 3400 v. Chr. bereits gegeben hat.

Die beiden Tempel liegen nur etwa 2 km von Blue Grotto entfernt, doch wir entschieden uns im Anbetracht der Mittagshitze und unseres vollen Programms für den heutigen Tag die 15 Minuten auf den nächsten Bus zu warten, der uns direkt zu den Tempeln brachte. Da die 201 stündlich verkehrt, nahmen wir uns für die Besichtigung der Tempel nur eine Stunde Zeit. Das reichte dennoch aus, beide Ruinen ausreichend zu inspizieren und uns in Maltas Frühgeschichte hinein zu versetzen.

Die dritte Station für heute waren die Dingli Cliffs an der Südwestküste, die vielerorts in steilen Klippen abfällt. Die Dingli-Cliffs bilden dabei den imposantesten Abschnitt, wo die über 200 Meter hohe Küste fast senkrecht ins Meer stürzt. Einen guten Blick über die Klippen hinweg hat man vom Straßenabschnitt südöstlich der Madalena-Kapelle. Hier ließen wir uns also vom Busfahrer heraus lassen und hatten wiederum eine Stunde Zeit um die Klippen abzugehen und den sagenhaften Ausblick zu genießen.

Die Mittagshitze vergaß ich beim ganzen Fotografieren und Staunen fast. Nach einer Stunde waren wir dann doch froh als der Bus kam und uns zurück in die Zivilisation – genauer zurück nach Rabat beziehungsweise Mdina (sprich: Imdina) brachte…

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2 Kommentare

  • Ich war vor 5 Jahren mit meinem Freund in Valetta. Es war wunderschön da. Vor allem fand ich es toll das man mit seinem Englisch überall verstanden wird:)

    Valetta ist übrigens mit knapp über 6000 Einwohnern die kleinste europäische Hauptstadt der Welt:)

    Liebe Grüße Sarah

    • Ich fand es da auch unglaublich schön! Eine kleine Perle ;-)
      Ja stimmt, das schöne kleine Valetta…eine meiner liebsten Städte bisher und die liebste auf Malta ;-)
      Liebe Grüße, Jana

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