Venedig – Die Perle der Adria

Venedig. Durch zahlreiche Erzählungen, Filme, Berichte, Gemälde und Anekdoten ist die Lagunenstadt so etwas wie der Star unter den Städten der Welt. Und obwohl alles schon unendlich mal fotografiert, besichtigt und berichtet wurde und sich täglich Touristenmassen durch die Stadt schieben hat sie ihren geheimnisvollen und atemberaubenden Charme nicht verloren. Sie verzaubert einen jedes Mal aufs neue. Ich bereits drei Mal in Venedig – das letzte Mal war ich 18, auf Kursfahrt an der Adria. Mein Freund bisher noch nie – und das sollte sich ändern.

Mit dem Auto fuhren wir nach St. Guliano, auf dem Festland, nahe der Straßenbrücke, der Ponte delle Libertà. Für 2 Euro kann man dort den ganzen Tag parken. Von dort aus fährt stündlich ein Linienschiff der Linie 25 die Stadt. Wir genossen die rund 30 minütige Fahrt. In Venedig kamen wir am „Ospedale“ heraus, dem Krankenhaus von Venedig. Von dort aus ist man in circa 10 Minuten Fußweg am Marcusplatz.

Mir fällt es schwer die Stadt zu beschreiben, kaum denkt man, man hat die schönste Straße gesehen geht man um die Ecke und dort ist es noch schöner. Hier ersteinmal ein paar Impressionen von unserem Weg zum Marcusplatz. Der Weg ist eigentlich ganz gut ausgeschildert, man kann sich aber bei den engen Gässchen leicht verlaufen. Also aufpassen. Zunächst ging es entlang des Kanals zum Campo di Santi Giovanni. Dort befindet sich die Scuola Grande di San Marco. Das Gebäude gehört heute zum Krankenhaus – hier möchte man Arzt sein… Daneben befindet sich die Kirche St. Giovanni e Paulo. Auf dem Platz steht ein Reiterdenkmal, welches zu Ehren des Bartolomeo Colleoni errichtet wurde. Ein paar Straßenzüge weiter befindet sich die Kirche S. Maria Formosa, welche durch ihren hohen Turm aus der Masse heraussticht. Besonders gerne habe ich den Gondolieri zugeschaut. So bezeichnet man die Führer der venezanischen Gondola, einem für Venenig typischen schmalen Boot mit aufgebogenen Enden. Die Gondolieri stehen am Heckschnabel und lenken das Boot mittels einer Holzgabel, Forcula genannt. Schön waren auch die Läden mit venezanischen Masken und baroken Kleidern.

Der Marcusplatz, der von den Venezianiern meist nur „la Piazza“ genannt wird ist wohl einer der schönsten Plätze der Welt. Berühmt ist er für seine Tauben, die so zahm sind, dass sie sich mit ein wenig Bestechung auch auf die Hand setzen. Überragt wird der Platz von der gleichnamigen Kirche, der Basilica di San Marco und umschlossen von den alten und neuen Prokuratien. In der Verlängerung durch die sogenannte Piazzetta reicht er bis vor den Dogenpalast  (Palazzo Ducale) und öffnet sich dort zum Wasser, dem Bacino di San Marco mit dem Beginn des Canal Grande. Nach einer kurzen Rast auf dem Markusplatz, wollten wir die in der Nähe befindliche Mc Donalds Filiale aufsuchen, da Essen gehen in Venedig sonst fast unbezahlbar ist.

Leider mussten wir feststellen, dass die Filiale am Marcusplatz geschlossen ist und es lediglich eine Filiale in der Strada nuova gibt. Also los. Nach einem BigMac-Menü und einer gratis Toilette setzten wir unsere Tour fort. Als nächstes ging es am Canale grande entlang zu den Palästen Fondaco dei Truchi, dem Palazzo Vendramin Calergi, sowie dem Palazzo Ca. Pesaro u.v.m. Dort besuchten wir auch die Kirche S. Marcuola.

Oft war es schwierig die Paläste vom Land aus zu Gesichte zu bekommen und wir sind durch viele Gässchen geirrt um direkt an den Kanal heran zu kommen. Hier wäre eine Bootsfahrt über den Canale grande wohl besser gewesen. Unser nächstes Ziel war die berühmte Rialtobrücke – nach dem Marcusplatz wohl die Sehenswürdigkeit schlechthin in Venedig. Aber von hier aus hat man wirklich den schönsten Blick auf den Canale grande und wir waren beide verzaubert von der Atmosphäre und dem geschäftigen Treiben auf und am Kanal.

Nun sollte es zurück zur Bootanlegestelle gehen – leichter gedacht als getan. Wir irrten etwa eine Stunde durch die Gassen von Venedig, gingen im Kreis und auch das iPhone war keine gute Hilfe – durch die engen Häuseschluchten bekam es nicht immer Empfang und wenn man dann gerade dachte man wäre richtig, sprang der rote Punkt wo ganz anders hin – schon wieder falsch… Aber wir haben es letztendlich geschafft und den Anleger gefunden. Leider war unser Boot schon vor der fahrplanmäßigen Zeit gefahren, wie uns zwei nette Österreicher mitteilten. Also eine Stunde warten… Doch manchmal ist die Willkür der öffentlichen Verkehrsmittel auch gut – den 20 Minuten später kam ein Schiff der Line 25. Froh waren wir – aber verstehen muss man das nicht.

Nun auf zum Hotel: Das lag in Monselice, einem kleinen Städtchen landeinwärts zwischen Padova und Ferrara (unserem morgigen Ziel). Das Hotel Blue Dream *** war besonders günstig, weil die Tagungsräume zur Zeit renoviert werden. Davon bekamen wir nichts mit und freuten uns statt dessen an dem schönen Garten mit Pool, denn eine Erfrischung nach diesem langen Tag war jetzt genau das Richtige.

Nächster Tag

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6 Kommentare

  • Ich habe Italien fast durch – zwei Städte fehlen mir noch. Unter anderem Venedig. Und ich hoffe echt, ich kann die Stadt nächstes Jahr sehen :)
    Deine Fotos sind schön !!!!

  • Ich drücke dir die Daumen! Venedig ist wirklich toll! Bist wohl ein richtiger Italienfan? Hab deine Mailandfotos gesehen! Die sind auch wunderschön! Vielleicht sollte ich nochmal dort hin, ich habe Mailand garnicht so schön in Erinnerung =)

  • Schöne Fotos! Mir hat Venedig zwar gut gefallen, aber als ich beim ersten mal tagsüber da war, war es sooo überlaufen, dass ich am liebsten nur noch flüchten wollte :) Abends, wenn die Stadt ruhiger wird hat es mir besser gefallen :)
    War aber schon seit Jahren nicht mehr im Süden, jetzt zieht es mich irgendwie immer in den Norden.
    LG Mila

  • Abends war ich selbst noch nie in Venedig, aber ich finde die Stadt auch trotz der Menschen sehr schön!
    Der Norden reizt mich aber auch sehr!!! In Norwegen war ich vor Jahren mal im Schüleraustausch. Island möchte ich sehr gerne sehen, genauso wie Schweden…

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