Eine Radtour nach Spieka-Neufeld

oder auch: ein bisschen Regen, grüne Strände und ein legendärer Krabbenburger

Es scheint so als wollte uns Cuxhaven den Abschied leicht machen, denn an unserem letzten Morgen ist der Himmel von dichten Wolken behangen und es fängt sogar an zu regnen. Trotzdem ging es für uns wieder rauf auf die Drahtesel. Unsere Radtour führt uns diesmal nach Spieka-Neufeld, wo wir bereits an unserem Ankunftstag die leckeren Krabbenburger gegessen haben. Doch zwischen uns und den Burgern liegen noch gute zwölf Kilometer und ziemlich starker Regen.

Wir fahren zunächst durch den Wernerwald, dessen Blätterdach uns zwar weitgehend vor dem Regen schützt, wir aber durch den matschigen Boden schon bald ziemlich dreckig sind. Wir erreichen den kleinen Ort Arensch und nehmen von dort lieber den befestigten Radweg an der Küste entlang. Vom Meer sehen wir allerdings nicht viel – dazu versperrt uns der Deich die Sicht. Dafür gibt es saftgrüne Wiesen, grasenden Pferde und Kühe, gelbe Rapsfelder und ein paar Windräder. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich mag die.

Gegen Mittag erreichen wir schließlich Spieka-Neufeld und der Regen hat inzwischen aufgehört. Als erstes fahren wir hinunter zum Kutterhafen und dem „grünen Strand“. Sand gibt es hier keinen, das Meer beginnt direkt hinter den Wiesen. Jeden Tag um 13 Uhr gibt es frische Krabben vom Kutter. Da wir langsam Hunger bekommen, wollen wir nicht warten und fahren zurück in den Ort um unseren heiß geliebten Krabbenburger zu genießen. Der Krabbenschälbetrieb von Alwin und Siegfried Kocken in Spieka-Neufeld verkauft nicht nur leckere Fischbrötchen. Alwin Kocken hat in den Jahren 1972-1986 die erste Krabbenschälmaschine entworfen. Sie ermöglicht im Gegensatz zur Auslandsentschälung eine sofortige Verarbeitung der frischen Nordsee-Krabben ohne lange Transportwege so das der echte Krabbengeschmack voll erhalten bleibt. Unterstützenswert oder?

Gut gestärkt treten wir nun den Rückweg an. Diesmal fahren wir den gesamten Weg am Deich entlang und landen nach 10 Kilometer Kampf gehen den Wind (daher ging es auf dem Hinweg so leicht) wieder am Strand von Sahlenburg. Jetzt lässt sich sogar die Sonne ein wenig Blicken und auch das Meer beehrt uns mit seiner Anwesenheit. Wir genießen eine Kaffee im weichen Sand und schauen den Hunden am Hundestrand beim Spielen zu.

Unser eigener Hund Mara ist mit ihren 15 Jahren inzwischen zu alt um mit den Kameraden zu spielen. Er liegt stattdessen friedlich in unserer Ferienwohnung. Nun ist es Zeit sie von der Einsamkeit zu erlösen und die lieb gewonnenen Leihfahrräder wieder abzugeben. Bevor es nun aber wieder nach Hause geht, machen wir noch einen kleinen Abstecher nach Otterndorf, aber davon erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Hier könnt ihr unsere Route auf der Karte verfolgen: Radtour nach Spika-Neufeld auf einer größeren Karte anzeigen

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