Im Winter auf den Brocken

Der Brocken ist mit 1.141,1 Meter über Null der höchste Berg im Norddeutschlands und des Harzes. Er erhebt sich nahe Wernigerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Als gebürtige Goslarin habe ich – seit der Grenzöffnung – schon gefühlte tausend Male den Gipfel erstürmt. Ein besonderes Erlebnis ist eine Brockenwanderung im Winter, denn der Brocken ist ein Ort extremer Wetterbedingungen. Aufgrund der exponierten Lage im Norden Deutschlands liegt sein Gipfel oberhalb der natürlichen Waldgrenze.

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Das Klima auf dem Brocken entspricht aufgrund der kurzen Sommer und sehr langen Winter mit vielen Monaten geschlossener Schneedecke, der schweren Stürme und niedrigen Temperaturen selbst im Sommer einer alpinen Lage in 1.600–2.200 m Höhe und ähnelt dem Klima Islands. Mittwoch galt als wetterlich bester Tag der Woche für diese “Expedition”.

Und so beginnen wir vom Torfhaus den Aufstieg. Etwa neun Kilometer sind es von hier zum Gipfel – einer der kürzesten Wege auf das Brockenplateau.  Trotz Tauwetter und Plusgraden liegt bereits am Torfhaus Schnee und so kämpfen wir uns auf dem seifigen Untergrund voran. Wir begegnen einigen Rodlern und Skilangläufern.

Den Brockengipfel erreichen wir nach zweieinhalb Stunden gegen Mittag und bei strahlendem Sonnenschein. Und das ist durchaus ungewöhnlich. Der Brocken hält nämlich mit 330 Tagen Nebel im Jahr 1958 den Rekord für die meisten Nebeltage in einem Jahr in Deutschland. Anscheinend sind wir nicht die einzigen, die eine Winterwanderung auf den Brocken schätzen, denn oben ist einmal wieder der Bär los. Natürlich ist nicht jeder Brockenbesucher auf seinen Füßen dort hingelangt, denn die Brockenbahn, eine meterspurige Schmalspurbahn, bringt ganzjährig zahlreiche Touristen zum Gipfel.

Im Brockenwirt wärmen wir uns auf und füllen unsere hungrigen Mägen mit Erbsensuppe und Knacker. Für den Abstieg brauchen wir eineinhalb Stunden und als wir das Torfhaus erreichen ist es schon fast dunkel.

Für mich war die Brockenwanderung im Winter eine tolle Erfahrung und wird vielleicht ein neues Ritual zwischen Weihnachten und Neujahr.

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