Frankfurt Tipp – Das neue Deutsche Filmmuseum

Am 12. August feierte das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt mit einer ganz neu konzipierten Dauerausstellung seine Wiedereröffnung. Zu diesem Ereignis porträtierte der Fotograf Jim Rakete (ja, der heißt wirklich so) 101 deutsche Filmdarsteller und stellte sie dem Filmmuseum in Form einer Sonderausstellung zur Verfügung. Mein Kollege berichtete bereits hier über die Ausstellung und empfahl mir einen Besuch. Herbstzeit ist Museumszeit – und so machte ich mich heute mit meiner Freundin auf zu einer Reise in die Welt des Films.

Für 7 Euro erstanden wir das ermäßigte Kombiticket für die Dauerausstellung und die Jim Rakete-Sonderausstellung. Bevor um 15 Uhr dort die Führung losgehen sollte, hatten wir noch eineinhalb Stunden Zeit für einen Besuch der Dauerausstellung im ersten und zweiten Stock des historischen Gebäudes. So schlenderten wir durch die Geschichte von Fotografie und Film, lernten die Funktionsweise einer Camera obscura oder einer Laterna magica kennen, betrachteten Stroboskope und Chronographien und landeten schließlich bei Originalrequisiten wie der Blechtrommel, Sissi’s Kleid und der Darth-Wader-Maske sowie Originalautogrammen berühmter Filmstars.

Pünktlich um Drei fanden wir uns im dritten Stock vor der Jim Rakete-Ausstellung „Stand der Dinge“ ein. Die Führung ist kostenlos und die Mitarbeiterin war sehr freundlich, allerdings etwas durcheinander und konfus. Und so hechteten wir von einer Seite der Ausstellung zur gegenüberliegenden und zurück, rechts, links, nein doch wieder rechts. Wir erfuhren zwar einige Hintergrundinformationen zu den Bildern und Jim Rakete allerdings eher unzusammenhängend. Rakete hat beispielsweise alle Bilder digital aufgenommen, bearbeitet hat er diese nur zwecks Entcolorierung. Die Bilder zeigen die Darsteller mit einem für sie bedeutenden Gegenstadt, einem Requisit, einer Kamera oder ähnlichem, welches sie in Ihrem Leben geprägt und damit eine besondere Bedeutung für sie hat. Nach der halbstündigen Führung betrachteten wir alle Bilder noch einmal einzeln und waren wirklich beeindruckt von dem Ausdruck und der Lebendigkeit mit der Rakete die Protagonisten auf seinen Bildern festhält. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Februar zu betrachten und ich kann jedem Film- und Kunstinteressierten einen Besuch nur wärmstens empfehlen.

 
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