BUGA Koblenz – 2011 ist unser Sommer

Ich war am Wochenende auf der Bundesgartenschau in Koblenz. Noch bis zum 16. Oktober zeigt sich die Stadt in einem Meer aus Blumen. Der Bereich der BUGA führt vom kurfürstlichen Schloss über das Rheinufer zum Deutschen Eck. Von hier aus fährt eine eigens für die BUGA gebaute Seilbahn direkt auf die Festung Ehrenbreitstein, wo sich der dritte Teil des Gartengeländes befindet.

Nachdem wir unser Auto am Parkhaus am Schloss (teuer, aber gut) abgestellt hatten kauften wir uns zunächst die Eintrittskarten. Als Student hat man es hier gut, denn man zahlt für die Gartenschau inklusive Seilbahnfahrt hin und zurück nur 5 Euro, Erwachsene zahlen 20 Euro. Auf dem Gelände angekommen, besichtigten wir zunächst den Bereich rund um das Schloss um dann am Rheinufer entlang zur Seilbahnstation zu gelangen.

Wir reihten uns in die lange Schlange ein und waren direkt überrascht, als wir 20 Minuten später bereits in der Gondel saßen. Ein kleiner Kritikpunkt: Das Personal auf der BUGA war oft sehr unfreundlich und „scheuchte“ die Leute mehr durch das Gelände. Ein bisschen mehr Freundlichkeit hätte hier gut getan. Die Fahrt an sich war sehr nett, man hat schon während dessen einen schönen Blick über Rhein und Mosel. Oben angelangt ließen wir uns dem Rundweg folgend durch das Blumenmeer treiben. Besonders gut hat mir die hölzerne Aussichtsplattform gefallen. Die Festung selbst kannte ich bereits. Es handelt sich um eine ursprünglich kurtrierische, später preußische Befestigungsanlage aus dem 16. Jahrhundert. Von hier aus hat man ebenfalls einen wunderschönen Blick auf Koblenz. Ein kleiner Tip: Eine Führung durch die Festung ist spannend und lehrreich. Auf unserer Rückfahrt durften wir ein ganz besonderes Highlight erleben: Genau eine der 18 Kabinen hat einen Glasboden – nämlich die Nummer 17. Nachdem uns das iPhone dies verraten hatte und vor uns gerade die Nummer 15 auftauchte hieß es Beine in die Hand nehmen und schon saßen wir in Nummer 17 auf dem Weg nach unten. Zum Abschluss machten wir dann noch einen Abstecher zum Deutschen Eck. Es handelt sich um eine künstlich aufgeschüttete Landzunge an der Mündung von Rhein und Mosel. Im Jahr 1897 wurde hier ein monumentales Reiterdenkmal des Deutschen Kaisers Wilhelm I errichtet. Seit 2002 ist das Wahrzeichen der Stadt Koblenz UNESCO-Weltkulturerbe und erfreut sich bei Touristen großer Beliebtheit.

Für uns hieß es nun zurück zum Auto. Mit dem Wetter hatten wir übrigens Glück – trotz angesagter Niederschläge, die es zeitweise auch gab, zeigte sich zwischendurch oft die Sonne.

Fazit: Die BUGA ist besser als ihr Altersdurchschnitt vermuten lässt. Vielleicht sollte man sich einmal ein paar Gedanken machen, wie man eine Gartenschau auch jüngeren Zielgruppen schmackhaft machen kann.

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