Rom in drei Tagen? Mein Rom Guide für Genießer

Rom war für mich bisher immer so ein Reiseziel der Kategorie „kann man auch mal machen“. Ich kann gar nicht so genau sagen wieso. Vielleicht, weil ich schon zig Millionen Artikel von Do’s und Don’ts bis zum ultimativen Rom Guide gelesen habe, vielleicht weil ich so viele Horrorgeschichten über das zu jeder Jahreszeit touristisch überlaufene Rom gehört hatte, vielleicht weil ich Rom irgendwie für abgedroschen hielt. Das „Mal“ kam dann allerdings schneller als gedacht, denn ein günstiges Flugticket führte mich Mitte Dezember in die „ewige Stadt“.
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Rom in drei Tagen: In diesem Artikel erfährst du…

Tag #1 – Das alte Rom (Kolosseum, Forum Romanum & Palatin)
Tag #2 – Rom per pedes (Von der Piazza Venezia zur Piazza del Popolo)
Tag #3 – Römische Kontraste und der kleinste Staat der Welt
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Was soll ich sagen: das Rom mich total positiv überrascht hat, dass im Dezember die Touristenmassen auf ein erträgliches Maß zu schrumpfen scheinen oder dass sich alleine des Essens wegen eine Reise nach Rom lohnt? Genau. Und genau deshalb füge ich den Massen an Rom-Artikeln auf Blogs, Magazinen und Co noch einen weiteren hinzu. Einen, in dem ich dir meinen ganz persönlichen Rom Guide für einen genussreichen Städtetrip zusammengestellt habe. Abenteuerlich wird es auch – aber mehr durch die sagen wir berühmt berüchtigte Teilnahme der Italiener am Straßenverkehr, die sich in Rom quasi zu aggregieren scheint.

Rom Guide Tag #1 – Das alte Rom

Kolosseum, Forum Romanum & Palatin

Wenn man schon mal in einer Stadt ist, in der das einzige Weltwunder Europas steht, dann muss man sich das doch auch angucken oder? Ich war sogar so neugierig, dass ich mir das Kolosseum gleich als aller erstes ansehen musste. Wenn ich dir einen Tipp geben darf: steh früh auf und stell dich gleich sofort in die Schlange. Ansonsten geht es dir wie mir und du musst einen Besuch von Innen wegen der langen Schlange am Eingang aufgeben. Ja, auch im Dezember.

Oder alternativ: Rom ohne Anstehen – Kolosseum und antikes Rom

Wenn du vorher/nachher noch frühstücken möchtest, kann ich dir dir das Café Ciuri Ciuri nur empfehlen. Das liegt keine fünf Minuten vom Kolosseum entfernt und bietet dir für 2,20 Euro einen superleckeren Cappuccino + Croissant. Und na klar: Eis gibt es hier auch.

Da die Eintrittskarte für das Kolosseum auch für das Forum Romanum und den Palatin gilt, solltest du dir das als nächstes vornehmen. Der Eingang zum Forum Romanum befindet sich fast direkt gegenüber. In der riesigen Ausgrabungsanlage kann man die Überreste zahlreicher antiker Tempel und Gebäude bestaunen, von denen einige noch erstaunlich gut erhalten sind. Es empfiehlt sich übrigens sich für den Besuch der beiden Anlagen mit einem Sandwich oder ähnlichen für die Mittagspause zu verpflegen. Auf dem Gelände gibt es nichts und für den Besuch muss man schon einige Zeit einplanen.

Von dort aus kann man direkt auf den Palatin weitergehen. Auf dem Hügel befand sich einst das Villenviertel Roms. Auch hier gibt es noch zahlreiche weitere Ruinen zu bewundern, allerdings konnte ich nach so viel Säulen irgendwann nichts mehr aufnehmen. Statt dessen habe ich lieber die Aussicht genossen, die sich einem von dort oben auf die Stadt bietet.

Als die Sonne schon fast untergeht, verlasse ich die Anlage und setze meinen Fußweg Richtung Piazza Venezia fort. Dieser Platz ist besonders im Abendlicht wunderschön, weil es alle Mamorstaturen in ein weiches, warmes Licht taucht.

Vor dem Abendessen lässt es sich hervorragend durch die kleinen Straßen und Gassen des Stadtteils Monti schlendern. Danach empfehle ich euch einen Besuch des La Vecchia Roma, meinem absoluten Lieblingsrestaurant in Rom. Wir haben es durch Zufall an unserem ersten Abend entdeckt, als wir auf der Suche nach einem schnellen Abendessen waren. Allerdings waren sie da leider schon ausgebucht. Und auch am Tag danach. Für den kommenden Tag haben wir dann reserviert und sind statt dessen im Brigantino eingekehrt, einer kleinen Trattoria in der Via San Martino ai Monti. Die Pizzen sind hier super, die Lasagne kann ich dagegen nicht empfehlen – sie war sehr klein und eher unspektakulär gewürzt. Als Alternative zum Vecchia Roma aber nicht schlecht.

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Rom Guide Tag #2 – Rom per pedes

Von der Piazza Venezia zur Piazza del Popolo

Der zweite Tag beginnt ziemlich genau dort, wo der erste geendet hat – und zwar an der Piazza Venezia, wo wir unseren kleinen Stadtbummel fortsetzen. Durch die kleinen Gassen des ehemaligen jüdischen Viertels lassen wir uns ein Stückchen entlang des Tibers treiben. Wir kommen an zahlreichen Plätzen, Sehenswürdigkeiten und Ruinen vorbei, aber es sind einfach zu viele um ihnen allen die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Man hat in Rom das Gefühl, dass hinter jeder Straßenecke ein historisches Relikt wartet, dass anderenorts wohl der Touristenmagnet schlechthin wäre. Hier in Rom ist es jedoch nur eines von vielen, die sich durch die ganze Altstadt ziehen.

An diesem Tag gönnen wir uns eine lange Mittagspause in der Pizzaria Da Baffetto in der Via del Governo Vecchio, die für ihre Pizzen überregional bekannt sind. Zu Recht. Die Pizza Margherita war die beste, die ich je in meinem Leben gegessen habe (ein Spruch, den ich an diesem Tag noch ein paar Mal sagen musste).

Gestärkt geht es weiter zum Pantheon. Der massive Kuppelbau an sich konnte mich nicht so recht vom Hocker reißen. Beziehungsweise erst mit dem Wissen, dass dieses gigantische Gebäude bereits im Jahr 27 vor Christus erbaut wurde. Unfassbar eigentlich, wie die alten Römer das hinbekommen haben. Später war die Kirche Vorbild für zahlreiche andere ihrer Art (vielleicht ein Grund, warum das Pantheon nicht auf den ersten Blick beeindruckt wie das Kolosseum oder die Akropolis beispielsweise).

Unser Weg führt uns vorbei an Roms bester Eisdiele Giolitti und natürlich können wir nicht Nein sagen und gönnen uns eine „kleine Portion“ zum Nachtisch. Die „kleine Portion“ entpuppt sich allerdings als „so viel von zwei Sorten, wie irgendwie auf die Waffel passt und oben drauf noch einen Schlag Sahne“. Und weil das Eis so unfassbar gut war (ja, vielleicht sogar besser als Grom), musste ich es natürlich komplett aufessen.

Über die Via del Corso, der bekanntesten Einkaufsstraße Roms geht es dann weiter nach Norden. Wer möchte kann jetzt einen kleinen Abstecher zum berühmten Trevi-Brunnen machen oder aber später am Abend wiederkommen – denn der Brunnen ist am Tag hoffnungslos überfüllt. Es gibt wohl keinen Rombesucher, der nicht eine Münze über seine Schulter in den Brunnen wirft um seine Rückkehr in die ewige Stadt zu sichern.

Unser kleiner Abstecher zur spanischen Treppe verläuft dagegen weniger erfolgreich, weil selbige gerade restauriert wird und somit für den Besucherverkehr gesperrt ist. Als wir schließlich die riesige Piazza del Popolo erreichen ist es bereits stockdunkel geworden – ein Nachteil mit dem man leben muss, wenn man Rom im Dezember besucht. Da Rom aber bei Nacht wunderschön beleuchtet wird, macht das aber gar nichts.

Mit der Metro (Einzelticket: 1,50 Euro) machen wir uns dann auf den Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt. Eigentlich kann man Rom super zu Fuß erkunden, aber den Rückweg von drei Kilometern sparen wir uns in diesem Falle lieber. An diesem Abend klappt es für uns dank Reservierung dann auch endlich mit einem Besuch des Vecchia Romas. Und wir haben uns nicht zu viel versprochen. Die Spezialität des Hauses, die Spaghetti de la casa sind göttlich. Die Nudeln mit Tomaten-Gemüse-Soße werden im Anschluss in einem riesigen Parmesankäserad flambiert und bekommen so eine ganz tolle Geschmacksnote (Schau dir unbedingt das Video an!!!). Aber auch die Gnocchi mit Gorgonzola-Soße kann ich nur empfehlen. Und zur Rechnung bestellen wir gleich einen Tisch für den nächsten Tag.

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Rom Guide Tag #3  – Römische Kontraste und der kleinste Staat der Welt

Vom Vatikan nach Trastevere

Was wäre ein Rombesuch ohne mal im Vatikan, dem kleinsten Staat der Welt, vorbeizuschauen. Um die Menschenschlangen zu meiden, haben wir uns eine Tour gebucht die uns in drei Stunden durch die Vatikanischen Museen, die sixtinische Kapelle und den Petersdom führt. Da zur Zeit absolute Nebensaison ist, begleiten uns neben der Führerin nur zwei weitere Pärchen und auch die Gänge der Museen sind teilweise absolut menschenleer. Das begeistert sogar unseren Guide.

Tourentipp: Vatikan ohne Anstehen: Vatikanische Museen, Sixtinische Kapelle, Petersdom

Wir haben beschlossen die drei Kilometer zu Fuß in den Vatikan zu laufen um so auf dem Weg noch mehr von Rom und seinem Flair aufzusaugen. Um 12 Uhr beginnt dann die Tour, wenn viele der Besucher den Vatikan bereits verlassen haben. Auch wenn ich absolut kein Museumsmensch bin, sind die Vatikanischen Museen etwas ganz anderes. Viele der Staturen und Gemälde kennt man schon aus zahlreichen Büchern und Dokumentationen und es ist absolut beeindruckend diese in echt mit eigenen Augen zu sehen. Insgesamt umfassen die Vatkanischen Museeun 7 Kilometer Gänge voll mit Exponaten, natürlich kann man immer nur einen kleinen Teil davon sehen, bis alle Wege in der sixtinischen Kapelle enden. Hier ist besonders das Deckenfresko von Michelangelo zu erwähnen. Leider herrscht dort neben Rede- und Fotografierverbot.

Nach einer kurzen Pause geht es durch den Hintereingang in den Petersdom, die größte Kirche der Welt. Hier können Pilger durch die heilige Pforte eintreten und ihre Reise beenden. Zahlreiche Gläubige tragen große Holzkreuze durch die Mitte des Kirchenschiffs zum Altar. Weil wir so eine kleine Gruppe sind dürfen wir im Anschluss noch einen Blick in die Katakomben werfen, wo einige der Päpste begraben liegen.

Als wir den kleinen Staat durch den Dom verlassen dämmert es bereits. Wir beschließen über die Panoramastraße Passeggiata del Gianicolo in den Stadtteil Trastevere zu laufen, die uns auf dem Weg spektakuläre Ausblicke über Rom und den Vatikan bietet. Als wir die schmalen Gassen von Trastevere erreichen ist es bereits dunkel. Zeit für einen Drink in den zahlreichen Bars und Kneipen, in denen sich so langsam das Nachtleben zu regen scheint. Hier kann man auch herrlich zu Abend essen, wenn man nicht so wie wir so begeistert vom Vecchia Roma ist, dass man gleich ein zweites Mal dort einkehrt. Und so machen wir uns nach dem Drink über die nächste Tiberbrücke auf den Rückweg nach Monti.

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Zum Schluss bleibt die Frage: kann man Rom in drei Tagen sehen? Ja und nein. Es kommt vor allem darauf an, wie viel man sich vornimmt. Natürlich gibt es noch viel mehr, was ich noch sehen, machen und vor allem essen möchte, aber schließlich habe ich ja eine Münze in den Trevi-Brunnen geworfen uns so meine Rückkehr besiegelt. Und wir wissen ja: viele Wege führen (zurück) nach Rom!

Was gehört für dich zu den Highlights des ersten Rombesuchs? Hast du noch Ergänzungen? Und wie gefällt dir mein kleiner Rom Guide und vor allem mein Vlog/Videotagebuch? Ab in die Kommentare damit!

PS: Wenn dir das Video gefallen hat: Vergiss nicht mir einen DAUMEN HOCH dazulassen!

PPS: Ab jetzt gibt es JEDEN SONNTAG ein neues Video auf meinem Kanal. Schon ABONNIERT?

12 Kommentare

  • Hallo liebe Jana,

    dein Video macht wirklich Lust, wieder nach Rom zu fahren. Ich liebe ja das Viertel Trastevere. Da haben wir so lecker gegessen! Vielleicht geht sich ja spontan doch ein Kurztrip in nächster Zeit aus hihi.

    Liebe Grüße,
    Kathi

  • Hallo liebe Jana,

    ich war kurz nach dir in Rom und habe auf Instagram bereits einige deiner „Stationen“ angeschaut. Ich fand Rom superschön und habe vorsichtshalber auch gleich mal eine Münze in den Trevibrunnen geschmissen – stelle es mir besonders im Sommer ohne dicke Jacke und mit einem Eis in der Hand traumhaft vor 🙂
    Wir waren auch nur 3 Tage – man kann zwar schon viel sehen, aber im Nachhinein würden 1-2 Tage mehr auch nicht schaden!
    Tolle Bilder!

    Viele Grüße
    Katharina

  • auch wir waren von Rom fasziniert. eine Grosstadt ohne Hochhäuser umgeben von 7 Hügeln. Von jedem könnten wir uns nicht satt sehen. Alles zu Fuß erkundet, nur die leckeren Restaurants haben wir nicht entdeckt. Na ja, vielleicht kommen wir mal wieder, wenn wir das alles gesehen haben, was wir noch nicht sahen

  • Hallo Jana,

    Voll schöne Fotos und Videos! Ich war auch vor längerer Zeit ca. 3 oder 4 Tage in Rom und mein Ablauf sah fast genauso aus, wie bei dir. Auch von der thematischen Tagesaufteilung her- das bietet sich einfach an.
    Ich denke in Rom ist man so überladen von den ganzen Eindrücken, dass man das Pantheon schon gar nicht mehr richtig wahrnimmt. 😀 Mir gings genauso. Vor allem wenn man davor das Kolleseum und Forum Romanum gesehen hat. Ich habe mich in der kurzen Zeit extrem unter Reizüberflutung gefühlt.

    Liebe Grüße, Anja

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