Was ist ein Abenteuer?

Aben|teu|er, das. Substantiv, Neutrum.

  1. Ein mit einem außergewöhnlichen, erregenden Geschehen verbundene gefahrvolle Situation, die jemand zu bestehen hat.
  2. Ein außergewöhnliches, erregendes Erlebnis.

Das sagt der Duden zu dem Wort, das nach Wildnis, Freiheit und Adrenalin riecht. Einem Wort, dass auf diesem Blog einen hohen Stellenwert hat. Einem Wort unter dem wir alle etwas anderes verstehen. Was für den einen das größte Abenteuer seines Lebens ist, ringt dem anderen kaum mehr als ein müdes Lächeln ab. Während für mich die Besteigung meines ersten 5.000ers beispielsweise eine der größten Ereignisse meines Lebens war, wird die selbe Erfahrung Extrembergsteiger wie Andreas Steindl (der Schweizer Typ der gerade fünf 4.000er an einem Tag bezwungen hat) kaum nachhaltig begeistern. Doch macht es das für mich weniger besonders oder weniger zum Abenteuer? Während das Begehen der Geierlay, der neuen längsten Hängebrücke Deutschlands für mich ein schöner Spaziergang war, müssen andere für die selbe Aktion all ihren Mut zusammennehmen und würden ohne Zweifel von einem Abenteuer sprechen.

Abenteuer sind subjektiv

Denn was für den einen „außergewöhnlich“ ist, kann für den anderen normale Routine sein. Das macht das Abenteuer aber nicht weniger besonders. Manchmal, besonders wenn ich mal wieder einen Film oder eine Dokumentation über große Abenteurer aus jetzigen und vergangenen Zeiten sehe, fühlen sich meine eigenen Abenteuer plötzlich eher lächerlich an und kaum als solches zu bezeichnen. Doch Abenteuer erleben ist kein Wettbewerb. Es geht nicht um das gefährlichste, spektakulärste und mutigste Erlebnis, sondern darum, die eigenen Grenzen zu erreichen. Es geht darum die eigene Comfort Zone zu überschreiten. Den eigenen Horizont zu erweitern – ob nun mit fünf 4.000ern in unter 8 Stunden oder mit einem. Oder sei es auch nur mit dem ersten Gipfel, den man mit seiner eigenen Muskelkraft erzwungen hat.

Abenteuer beginnen im Kopf.

Außergewöhnliche, erregende Erlebnisse lauern überall. Draußen in der Natur zu sein und die Umwelt mit allen Sinnen warzunehmen, die Maus, die im Gebüsch raschelt, der Geruch des Waldes an einem nebligen Herbstmorgen zu riechen und den weichen Waldboden unter den Füßen zu spüren, die Blätter im Wind tanzen zu sehen und das Eichhörnchen beim Nüssesammeln zu beobachten, macht aus einem normalen Spaziergang eine echte Dschungelexpedition.

Abenteuer bedeutet Draußen zu sein.

Als ich aus der Stadt aufs Land gezogen bin, musste ich mir oft anhören: „Das wäre nichts für mich, da muss ich ja überall mit dem Auto hinfahren“. Ich denke: „In der Stadt leben, das wäre nichts mehr für mich, dann müsste ich ja immer das Auto nehmen um die Natur zu genießen“, die jetzt direkt vor meiner Haustür wartet.

Draußen zu sein bedeutet für mich, grenzenlose Freiheit, aus der Routine auszubrechen, einfach mal weg sein von allen Sorgen des Alltags und dem Ruf der Natur zu folgen. Mein eigenes kleines Abenteuer zu erleben – und das jeden Tag. Sei es bei einer Trailrunning-Runde in der Mittagspause, einer Klettertour in den Baumwipfeln nach Feierabend oder der Trekking-Tour auf dem Lieserpfad durch die Eifelwildnis am letzten Wochenende, auf der ich mir mal ein paar Gedanken darüber gemacht habe, was Abenteuer und Draußen sein für mich eigentlich bedeutet.

Obwohl ich nur ein paar Kilometer von zu Hause entfernt war, war ich doch weit weg. Ich habe meine Comfort Zone überschritten, bei Minusgraden nachts im Zelt geschlafen und trotz Gepäck am zweiten Tag 25 Kilometer und 900 Höhenmeter bezwungen. Andreas Steindl und Reinhold Messner würde jetzt wohl müde lächeln, aber für mich war es ein riesiges Abenteuer.

Abenteuer warten vor der Haustür

Was ich damit sagen will: Um dein persönliches Abenteuer zu erleben brauchst du nicht um die halbe Welt reisen. Das Abenteuer wartet direkt vor deiner Haustür wenn du einen neuen Weg gehst, den du nicht kennt, oder etwas neues ausprobiert, was man noch nie zuvor getan hat.

Wie wärs zum Beispiel mit…

… einer Gratwanderung hoch über dem Walchensee

… einer Kletterpartie mit Genussfaktor auf dem Mittelrhein Klettersteig

… einer winterlichen Brockenbesteigung im Harz

… fünf Abenteuern in Niedersachsen

… einem Fallschirmsprung

… einer Oldtimerfahrt durch den Schwarzwald

… einer Kletterausflug in die Anden, Rockies und den Himalaya gleichzeitig

…oder gewinne mit Jack Wolfsin dein persönliches Draußen-Abenteuer deiner Wahl. Weitere Infos und Teilnahmebedingungen gibt es auf  www.spuerst-du-es-auch.com.

spuerst-du-es-auch

Also: Folge deinem inneren Ruf und erlebe dein nächstes Abenteuer. Worauf wartest du noch?

Was bedeutet Abenteuer für dich und treibt dich nach Draußen? Verrat es mir in den Kommentaren!

PS: Warum Reisen und Abenteuer erleben für mich auch eine Art Therapie sind, kannst du in meinem Artikel über die Leere in mir und was das Reisen damit zu tun hat nachlesen.

In Kooperation mit Jack Wolfskin.

13 Kommentare

  • Jana, das ist ein ganz fantastisches Video, herzlichen Glückwunsch! Hattest Du eine Kamerafrau dabei?

  • Jennifer sagt:

    Super geworden das Video! 😀

    Ich habe am Wochenende auch mal meine sieben Sachen gepackt und mich auf ein kleines Abeneteur vor die Haustür begeben:
    https://instagram.com/haldenprinzessin/

    Welchen Schlafsack benutzt du wenn es so kalt ist?

    • Jana sagt:

      Mein Schlafsack war leider nur semigeeignet da die Comfortzone nur bis +4 Grad geht und ich nicht damit gerechnet hatte, dass es Frost geben wird… Naja ich habs überlebt!

  • Marcus sagt:

    Hey Jana,
    Ein wunderbares Videos und toller Beitrag!
    Ein Abenteuer ist was sehr individuelles, jeder muss es für dich selbst definieren und wie du es so schön gesagt hast: es kann so nah sein, aber doch soweit weg!
    Und ganz ehrlich, das Leben ist doch immer ein Abenteuer…;)
    Beste Grüße
    Marcus

  • Conny Lomoherz sagt:

    Glückwunsch, Jana, das Video ist toll geworden!
    Was mich rauszieht? Mein ewiges Fernweh. Wobei ich nicht mehr weiß, was zu erst da war. Das Reisen oder das Fernweh 🙂

    • Jana sagt:

      Vielen Dank liebe Conny! Bei mir war definitiv das Reisen zuerst, das Fernweh kam danach und wurde mit jeder Reise immer schlimmer 😉 Jetzt wo ich endlich so etwas wie ein richtiges Zuhause habe, mischt sich das ganze dann aber auch mit Heimweh 😉

  • Johannes sagt:

    Du hast es auf den Punkt gebracht. Abenteuer müssen nicht fernab der Heimat passieren, oft reicht es schon, ohne den zivilisatorischen Annehmlichkeiten unserer Zeit zuhause loszumaschieren und mit dem zu leben, was uns die Natur bietet. Ich denke, das ist in unserer heutigen Zeit schon manchmal mehr Herausforderung, als einen Berg zu erklimmen.

  • Ciao Mi dispiace non aver potuto scambiare con te delle impressioni, ma ho sentito che tu più di tutti hai molto percepito cosa c’è anche al di la delle cose cosi per come le vedi. La tua sensibilità anche se nascosta è stata per me impossibile da non intuire, al bosco magico sei quella che ha guardato con gli occhi dell’anima, e la mia Land Rover è un sogno che avevo da bambino, oggi realizzato anche con le mie mani per condividere la vita e un po di avventure con il mondo. La tua calma interiore ti da un’espressione molto gradevole ed è stato per me un piacere accompagnarti alla scoperta di un pò della mia terra. Mi dispiace non esserci salutati dopo la cena, ma non ti ho più vista.
    Buona vita e viaggi. Tommaso

  • Alex sagt:

    Hallo Jana!
    Ich bin heute zufällig auf dich gestoßen und finds ganz ganz toll was du machst 🙂

    Weiter so! Und toller Beitrag 😉

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