„Es gibt nichts, das mit Chalkidiki vergleichbar ist“

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So oder so ähnlich lautet ein nordgriechisches Sprichwort. Und wäre ich nicht selbst dort gewesen, dann hätte ich das ganze wohl eher für gute PR der Tourismusdestination gehalten. Ich muss dazu sagen, dass mich die zauberhaften Strände Südostasiens eigentlich dauerhaft verdorben haben, was Badeurlaub anderswo angeht. Weißer Sandstrand, der unter den Füßen quietscht, palmengesäumte Buchten und türkisblaues Meer wie aus einem Werbekatalog, lassen europäische Strände doch eher alt aussehen. Von frischen Kokosnüssen und frisch gepressten Fruchtsäften für ein paar Cent mal ganz abgesehen. Und dann kam Chalkidiki.

Chalkidiki – Traumstrand in Europa?

Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass ich einen herrlichen Tag am Strand in Deutschland oder anderswo in Europa nicht zu schätzen wüsste. Nur dass es eben schwer ist, mich mit ein bisschen Sand und Meer so richtig, also ich meine jetzt so wirklich richtig von den Socken zu reißen. Ich freute mich zwar riesig auf den bevorstehenden Ausflug auf die griechische Halbinsel, die von Thessaloniki nur eine zweistündige Fahrt entfernt liegt, Wunder erwartete ich aber keine. Dass es bei Chalkidiki vielleicht anders gehen würde dämmerte mir als ich das Leuchten in den Augen von Yiannis, als er mir von der Halbinsel erzählte.

Als wir dann am nächsten Tag um die letzte Kurve fuhren und der Bus an der zweiten Bucht der Cassandra anhielten, weiß ich was er vor seinem geistigen Auge gesehen haben muss. Und das ist schöner als jeder Strand auf jeder griechischen Insel, den ich bisher gesehen habe. Okay, dass ist vielleicht jetzt ein bisschen hochgegriffen, weil ich bisher nur auf einer griechischen Insel, nämlich Kreta, war und vielleicht ja viele Strände in Griechenland so sind und ich es vielleicht bloß nicht wusste. Fakt ist aber, dass Chalkidiki und  vor alle der Lefki Ammos Beach dem was ich aus Südostasien gewöhnt bin, schon ziemlich nahe kommt. Der Sand ist herrlich weiß, das Meer schon fast künstlich türkiesfarbend und an der zugehörigen Beach Bar werden leckere Cocktails und Smoothies serviert. Ach ja, die Sonnenliege gibt es gratis dazu. Einzig auf die Palmen muss ich verzichten – aber hey, man kann ja nicht alles haben.

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Es ist ein angenehmer Tag im Mai, die Temperaturen liegen um die 25 Grad – genau so hoch, dass man weder friert noch sich in der Sonne wie eine Ölsadine fühlt. Es ist nicht viel los auf der Halbinsel – vielleicht hat der gestrige Regen die meisten einheimischen Gäste abgeschreckt. Umso besser – so haben wir den Strand fast für uns alleine. Während ich den Kopf unter mein Bastschirmchen halte und auf das Meer gucke, cremt sich meine Freundin Stella gerade mit Sonnencreme ein. Der Geruch gepaart mit der traumhaften Kulisse lässt mein Herz in der Brust vor Freude hüpfen – jedenfalls fühlt es sich so an.

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Eigentlich bin ich ja gar kein richtiger Strandurlauber. Meisten langweile ich mich viel zu schnell, mir ist zu heiß und ich hasse es sich Sand, Meersalz, Sonnencreme und Schweiß zu einem fiesen Film auf meiner Haut verbinden. Aber hier lässt es sich aushalten. Langsam spazieren wir in Richtung der Klippen, die wir rechts am Horizont ausmachen. Wir passieren eine Familie mit Kindern, deren riesiger aufblasbarer Delfin ein „Boss“-Cappy trägt. Ein paar hundert Meter weiter stehen auf einem kleinen Campingplatz ein paar Griechen zu einem Plausch beieinander. Bei den Felsen angekommen, springen wir wie damals als Kind von Felsen zu Felsen bis wir uns an dem heißen Stein fast die Füße verbrennen. Zurück bei unseren Sachen angekommen, lassen wir uns erschöpft auf die Liegen fallen und genehmigen uns erst einmal einen mittäglichen Mojito. Ja, so lässt sich das Strandleben aushalten.

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Als ich an diesem Abend im Bus zurück nach Thessaloniki sitze, meine Haare noch ganz verfilzt vom Salzwasser sind und mich nicht mal der Sand stört, der mich noch zwischen meinen Zehen zwickt weiß ich: Ich muss unbedingt wiederkommen. Am besten mit dem Freund, denn der ist im Gegensatz zu mir ein echter Strandliebhaber. Hier würde es ihm sicher gefallen und wenn mir mal die Decke auf den Kopf fällt, dann habe ich immer noch Thessaloniki vor der Haustür und kann für einen Tag in die Stadt flüchten und mich durch ihre Küche schlemmen.

Und ein bisschen kann ich sie jetzt verstehen, die Nordgriechen und ihre Liebe zu Chalkidiki. Denn auch jetzt gerade habe ich das typische leuchten in den Augen, während ich von meinen Erlebnissen erzähle…

Hast du schon deinen perfekten Sandstrand in Europa gefunden? Wenn ja wo? Und stimmt es das Chalkidiki die schönsten Strände Griechenlands hat?

PS: Wenn du noch mehr Griechenland Tipps von mir lesen möchtest, dann schau doch mal auf dem Griechenland-Blog von Thomas Cook vorbei, da gibt es gleich drei Empfehlungen von mir.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Thomas Cook. Vielen Dank an Discover Greece und Aegean Airlines für die Einladung nach Thessaloniki.

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