Südamerika Rundreise – Die perfekte Reiseroute für Beginner

Südamerika Rundreise - die perfekte Reiseroute für Beginner

Ich hab dich mit all meinen Schwärmereien von Südamerika angesteckt? Du möchtest eine Südamerika Rundreise machen und weißt nicht, wo du mit dem Planen anfangen sollst? Und du hast es sogar irgendwie geschafft, dir drei Monate für deinen Reisetraum freigeschaufelt?

Perfekt, dann bist du hier genau richtig!

Denn heute gibt es von mir mein geballtes Südamerika-Wissen in einen Artikel gequetscht.

Und psst: Auch wenn du keine drei Monate Zeit hast, kannst du meine Route natürlich auch problemlos in Teilen nachreisen.

In 14 Wochen durch Südamerika – Meine Südamerika Rundreise zum Nachreisen

Südamerika gilt ja oft als Reiseziel für Fortgeschrittene und hat im Vergleich zu Australien und Südostasien eher mit einem negativem Image zu kämpfen. Man hört viel von Expresskidnapping, Raubüberfällen etc, so dass man von vielen Gegenüber verständnislos angeschaut wird und schon fast für lebensmüde gehalten wird, wenn man sich für den Kontinent als Reiseziel entscheidet. Auch wenn einem niemand niemals nie garantieren kann, dass einem auf der Reise nichts zustoßen wird (das kann man aber auch überall anders nicht), würde ich nicht sagen, dass Südamerika nun wesentlich gefährlicher ist, als die meisten anderen Länder und meiner Meinung nach auch für „Fernreiseanfänger“ eine tolle Alternative zu den typischen Australien/Neuseeland oder Südostasientrips ist.

Wer sich für eine Südamerika Rundreise entscheidet, hat natürlich die Qual der Wahl. Vom ewigen Eis bis zum tropischen Regenwald, vom wilden Patagonien bis zur trockensten Wüste der Erde gibt es alles, was das Abenteurerherz begehrt. Fest steht: In drei Monaten schafft man es niemals den ganzen Kontinent zu bereisen, es sei denn man legt viele Distanzen mit dem Flugzeug zurück und überspringt viele schöne Ziele am Wegesrand. Ich habe mich eher für den Süden Südamerikas entschieden, weil Länder wie Argentinien und Chile die perfekten Einstiegsländer in Südamerika sind und mich besonders Patagonien total gereizt hat. Auch wenn die vorgestellte Route primär schon eher in kältere Regionen des Kontinents führt, kommen die Tropen auch nicht zu kurz – für mich die perfekte Mischung!

Woche 1: Brasilien

Nach ein paar Tagen im quirligen Rio de Janeiro am Zuckerhut genießt du die Dschungel-Strände in Paraty (Achtung: Augen nach Faultieren aufhalten!) bevor du in die Megametropole Sao Paulo eintauchst.

Woche 2: Brasilien/Argentinien

Von Sao Paulo aus geht es zu den spektakulären Iguazu-Wasserfällen, wo du die Grenze nach Argentinien überquerst und im Anschluss direkt in die nächste Megacity fliegst: Buenos Aires.

Rio de Janeiro
Perfekter Reisestart in Rio

Woche 3: Argentinien/Uruguay

Um Buenos Aires richtig kennenzulernen brauchst du locker zwei Wochen. Wenn du es dagegen ruhiger magst, kannst du dich von dort aus zum Strandhopping ins Nachbarland Uruguay aufmachen. Ein Tagesausflug nach Colonia del Sacramento und ein Ausflug in die Pampa rund um die Stadt ist aber auf jeden Fall ein Muss!

Woche 4: Argentinien

Auch wenn die argentinische Atlantikküste sicher eine Reise wert ist, fliegst du am besten direkt nach Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens, direkt am Tor zur Antarktis – es sei denn du hast mehr als drei Monate Zeit. Hast du viel Geld gespart, kannst du es hier in eine Kreuzfahrt in die Antarktis investieren. Ansonsten genieße die Landschaft Feuerlands bei ausgedehnten Wanderungen im Nationalpark.

Ushuaia
Fast am Ende der Welt in Ushuaia

Woche 5: Chile

Denk rechtzeitig daran dir in Ushuaia den Bus für die Weiterfahrt zu buchen und mache dich auf den Weg nach Punta Arenas in Chile, wo du Pinguine z.B. auf der Isla Magdalena besuchen kannst und dich für deinen Besuch im Torres del Paine Nationalpark mit Outdoorausrüstung eindecken kannst. Vom nahe gelegenen Puerto Natales fahren täglich zwei Busse in den Nationalpark. Hier kannst du den berühmten W- oder O-Trek entweder mit Zelt oder Hüttenübernachtungen (dann aber mindestens vier Monate vorher reservieren und genügend Geld einplanen) wandern.

Woche 6: Chile/Argentinien

Was die wenigsten wissen: Vom Besucherzentrum gibt es täglich direkte Verbindungen nach El Calafate in Argentinien. Du musst also nicht zwingend zurück nach Puerto Natales – es sei denn du hast Teile deiner Ausrüstung dort zurück gelassen. In El Calafate gehört ein Besuch des spektakulären Perrito Morreno-Gletscher auf jeden Fall dazu. Bist du bereit für weitere Wanderungen mach dich auf den Weg ins argentinische Wanderparadies El Chaltén.

Torres del Paine
Ein Moment für die Ewigkeit: Bei den berühmten Torres del Paine

Woche 7: Argentinien/Chile

Nach drei Tagen Wandern hast du schon viel von der Bergregion um El Chaltén und mit ein wenig Glück auf den Mount Fiz Roy gesehen und du kannst den Nachtbus gen Süden nehmen. Fahre entweder direkt nach Bariloche weiter oder lege einen Zwischenstopp in Los Antiquos bzw. Chile Chico ein. Nächster Stopp ist dann Bariloche, wo du dich nach ein paar weiteren Wandertouren ein letztes Mal mit argentinischem Rumpsteak den Bauch vollschlagen kannst, bevor du dem Land endgültig den Rücken zukehrst.

Woche 8: Chile

Über Osorno geht es weiter nach Santiago, wo du nach Wochen in der patagonischen Einsamkeit vom Großstadtrubel überrannt wirst. Plane unbedingt einen mehrtägigen Ausflug ans Meer nach  Valparaiso ein und lass dich vom entspannt-coolen Flair der Stadt um den Finger wickeln.

Valparaiso
Die wohl sympathischste Stadt Südamerikas: Valparaiso

Woche 9: Chile/Bolivien

Entweder per Direktbus oder Flugzeug geht es nun in die Atacama, genauer nach San Pedro de Atacama. Hier kannst du einen 5.000er besteigen, durch Mondlandschaften wandern und in heißen Quellen baden, bevor du dich mit dem Jeep in Richtung Bolivien aufmachst. In San Pedro kannst du entsprechende Drei-Tages-Touren buchen. Genieße die spektakuläre Fahrt über die Andenroute mit traumhaften Lagunen, Flamingos und hohen Bergen, die in der vielleicht sogar noch spektakuläreren Salzwüste Salar de Uyuni endet. In der gleichnamigen Stadt kannst du dir direkt einen Bus nach Sucre, der Hauptstadt Boliviens buchen.

Woche 10: Bolivien

Nach ein paar Eingewöhnungstagen in Sucre bist du bereit für die nächste Megacity: La Paz. Hier kannst du dir deine Zukunft aus Cocablättern voraussagen lassen, die historischen Tiwanaku-Ruinen besuchen oder dich mit dem Fahrrad in ein rasantes Death-Road-Abenteuer stürzen. Mein Tipp: Nicht gleich zurück nach La Paz fahren, sondern noch ein paar Tagen in Coroico dranhängen um die tolle Landschaft der Yungas richtig zu würdigen. Hier ist es dann auch endlich mal wieder richtig schön warm.

Coroico
Nebel über den Yungas in Coroico

Woche 11: Bolivien/Peru

Von La Paz aus geht es per Bus an den Titicacasee – zunächst nach Copacabana und dann für einen Abstecher auf die Isla del Sol. Anschließend wird es Zeit Bolivien den Rücken zu zukehren und die Grenze nach Peru zu überqueren. Wer möchte kann noch ein paar Tage am peruanischen Teil des Sees, z.B. in Puno verbringen, bevor es dann weiter nach Cusco geht.

Woche 12: Peru

Woche Zwölf steht ganz im Zeichen der Inkas. Bereits in Cusco gibt es einige Ruinen zu besuchen und es steht auch ein Besuch von Macchu Picchu auf dem Programm. Wer noch nicht genug vom Wandern hat, kann dies zu Fuß über den Inka-Trail (Achtung mindestens 6 Monate vorher reservieren) oder Alternativen tun.

Lares Trek Macchu Piccu
Auf dem Huayna Picchu mit Blick auf Machu Picchu

Woche 13: Peru

Jetzt wird es aber endlich wieder Zeit für Wärme: Von Cusco geht es in der letzten langen Busfahrt in die Wüste nach Nazca, wo man sich einen Rundflug über die rätselhaften Nazca-Linien gönnen kann. Von Nazca ist es nicht mehr weit nach Ica, wo du das süße Nichtstun und Sandbording in der Wüstenoase Huacachina genießt.

Woche 14: Peru

Da die Zeit für eine Reise auf die Galapagos Inseln nicht reicht, besuche die Küstenstadt Paracas, dessen vorgelagerte Inseln auf Grund ihrer Tierartenvielfalt auch als Galapagos-Inseln für Arme gelten. Auch die Strände der Halbinsel eignen sich perfekt für ein paar entspannte Tage am Strand bevor es nach Lima geht.

Paracas-Peru-1
Einsame Strände auf der Halbinsel Paracas

Natürlich kannst du die vorgeschlagene Route auch in längerer Zeit bereisen und entsprechend mehr Zwischenstopps einplanen oder natürlich nur einen Teil meiner Südamerika Rundreise nachreisen, wenn du weniger Zeit zur Verfügung hast. Aber ich denke, so bekommst du einen ganz guten Einblick wie viel Zeit man so in etwa für die einzelnen Stationen einplanen kann/muss.

Beste Reisezeit für eine Südamerika Rundreise

Es gibt nicht DIE beste Reisezeit für Südamerika, da der Kontinent so riesig ist, dass die beste Reisezeit für ein Land völlig anders ist, als die für ein anderes Land. Grundsätzlich gilt: Im Süden sollte man sich vor allem in den Sommermonaten von November bis März aufhalten, in Bolivien/Peru dagegen eher im trockenen Winter also ab April/Mai.

Verrat mir doch in den Kommentaren, wo du in Südamerika gerne reisen möchtest und über welche der vorgestellten Stopps du gerne mehr erfahren möchtest!

PS: Warum ich Reisen für mich auch eine Art Therapie ist? Hier erzähle ich dir mehr über die Leere in mir und was das Reisen damit zu tun hat.

PPS: Du willst wissen, was meine Top Tools für jede Reise sind? Dann schau dir meine 10 Must Haves für jedes Reiseabenteuer an!

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6 Kommentare

  • Manuela sagt:

    Ja, ich will.

    (Am liebsten jetzt sofort, wer holt mich im Büro ab?)

    🙂

  • Thea sagt:

    Hallo Jana,
    ich lese deinen Blog schon eine ganze Weile und habe dadurch auch angefangen mich intensiver mit dem Reisen zu beschäftigen. Vorallem dein Betrag über den Torres del Paine hat mich sehr begeistert.
    Diese Zusammenstellung von einer längeren Südamerika-Reise finde ich enorm hilfreich, einerseits um Ideen zu bekommen und andererseits um tatsächlich von so einem Trip zu träumen.
    Mit welcher Summe sollte man denn finanziell ungefähr rechnen, wenn man eine solche Reise plant?
    Auf jeden Fall finde ich deinen Blog sehr informativ und liebevoll gestaltet, mach weiter so.
    Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend noch,
    Thea

    • Jana sagt:

      Vielen Dank für deine lieben Worte. Wir haben für die drei Monate inklusive aller Flüge circa 5.000 Euro ausgegeben – waren allerdings auch ziemlich sparsam… Liebe Grüße, Jana

  • Anke sagt:

    Wir packen die Koffer und machen uns auf den Weg!! 🙂 Wahnsinn, eine ganz tolle Route und wenn ich das so lese will ich das irgendwie gar nicht aufteilen. Alles am Stück genießen und rein ins Abenteuer. Südamerika fehlt noch komplett auf unserer Erlebniskarte – du trägst hier viel dazu bei, dass sich das ändert. Danke :-*

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