Trier – Ein Stadtspaziergang per Instagram

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Es gibt so Samstage, an denen wacht man morgens auf, die Sonne scheint durch das Fenster und mit dem ersten Windzug weht eine Priese Abenteuerlust hinein. Was gibt es da schöneres, als  die Taschen ins Auto zu werfen, die Schwester aka Lieblingsreisebegleiterin einzupacken und mit ihr einen Trip nach Trier zu unternehmen. Warum gerade Trier? Ganz einfach: Ich bekenne mich hiermit offiziell als Fan historischer Architektur, auch wenn ich damit dem coolen Reiseblogger-Klischee komplett widerspreche. Und Trier hat jede Menge davon.

Trier behauptet von sich selbst ja gerne, die älteste Stadt Deutschlands zu sein – allerdings gibt es da mit Mainz, Köln, Worms und Co noch ein paar Mitstreiter, die selbiges ebenso von sich behaupten. Aber wenn wir schon beim Thema Superlative sind, ein paar davon darf die Stadt tatsächlich und unangefochten für sich beanspruchen: Zum Beispiel die Porta Nigra, das Wahrzeichen der Stadt, die das besterhaltene römische Stadttor Deutschlands ist.

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Blick auf die Stadt von der Porta Nigra

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Von der Porta Nigra führt die Einkaufsmeile der Stadt direkt auf den Marktplatz zu. Die Häuser, die rechts und links an der Straße stehen, erinnern mich ein bisschen an Flandern mit ihren Giebeln und Verzierungen. Hach!

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Daneben gibt es immer wieder schöne gut erhaltene Fachwerkhäuser, wie dieses hier, in dem heute eine belgische Pommesbude untergebracht ist. Dreimal dürft ihr raten, was wir zu Mittag gegessen haben…

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Genau, eine schöne große Tüte Fritten Spezial mit Ketchup, Mayo und rohen Zwiebeln.

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Dann geht es weiter zum nächsten Trierer Superlativ: dem Dom – und zwar genauer gesagt dem ältesten Dom Deutschlands. Ich muss gestehen: ich liebe die Architektur von Kirchen. Auch wenn Eselskarren Autos und Fachwerkhäuser modernen Hochhäusern gewichen sind – die Kirchen erzählen von alten Zeiten und sind meistens noch genau so, wie man sie vor Jahrhunderten dort gebaut hat.

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Kirchen-Kitsch: Der Trierer Dom von Innen

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#FromwhereIstand Trierer Dom Edition

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Das nenne ich Stuck!

Direkt neben dem Dom befindet sich gleich der nächste sehenswerte Kirchenbau – nämlich die Liebfrauenkirche, die mit dem Dom durch einen Kreuzgang verbunden ist. Hatte ich erwähnt, wie sehr ich Kreuzgänge mag?

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Nachdem wir uns an der Kirchenarchitektur satt gesehen haben, machen wir uns auf den Weg in Richtung Mosel, die vom Stadtzentrum in etwa 10-15 Minuten zu erreichen ist.

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Trödelladen in der Nähe des Moselufers

Anders als ich es von anderen Moselstädten kenne, ist das Moselufer in Trier erstaunlich unverbaut. Keine Straßen, die direkt am Ufer entlang führen (jedenfalls nur mit gebührendem Abstand) und keine Touristenmeilen mit den typischen Touricafés und Ausflugsdampfern. Sorry Koblenz, aber der Punkt geht ganz klar an Trier. Denn hier ist das Moselufer vor allem eins: grün.

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Ein kleiner Straßenzug mit hübschen Häusern springt uns ins Auge. Das ehemalige Fischerdorf „Zurlauben“ ist heute eine kleine Meile mit Biergärten und Cafés. Alles sieht niedlich und gemütlich aus und eben garnicht so, wie man es von einer Uferpromenade erwartet.

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Zurlauben an der Mosel

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Schließlich konnte uns der Paulaner Biergarten mit hausgemachtem Apfelkuchen zu einer Kaffeepause locken. Aber das Bier und die herzhaften Leckereien der anderen Gäste sahen auch sehr gut aus.

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Kaffeepause Biergarten Art

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Schöne Hausfassade in Trier

Zurück im Stadtzentrum machen wir uns auf den Weg zu den Kaisertermen um endlich ein bisschen in die antike Geschichte der Stadt einzutauchen. Die Kaiserthermen sind die Überreste einer großflächig geplanten spätantiken römischen Badeanlage mitten im Zentrum der Stadt. Die Anlage ist übrigens seit 1986 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes in Trier und steht unter Denkmalschutz.

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Schon von weitem erregen die monumentalen Säulen der Kaiserthermen unsere Aufmerksamkeit. Der Bau mit seinen teilweise noch 19 Meter hoch erhaltenen Mauern gehört zu den größten römischen Thermen nördlich der Alpen (Achtung ein weiterer Superlativ!). Was aber ebenso faszinierend ist, ist das unterirdische Tunnelsystem, das sich über ein gigantisches Areal erstreckt. Wir sind begeistert!

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Direkt neben den Thermen schließt sich der Palastgarten und das Kurfürstliche Palais an, das vom 17 Jahrhundert an die Residenz des Trierer Kurfürsten war. Den prunkvollen Renaissance- und Rokokobau hatte man damals teilweise auf der Grundfläche der römischen Konstantinbasilika errichtet. Um diese wieder aufzubauen, ließ man im 19. Jahrhundert einen Teil des Schlosses abreißen. Und so kommt es nun, dass der monumentale Kirchenbau auf die filigranen Verzierungen des Palastes trifft.

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Zu guter Letzt besuchen wir noch die Konstantinbasilika selbst. Der rote Backsteinbau erinnert fast mehr an eine Fabrik als ein Kirchengebäude. Auch von Innen ist der Bau erstaunlich anders, als man es von einer Kirche erwartet und überraschend schlicht und modern. Zur Zeit wird die Kirche renoviert weshalb nur ein Teil zur Besichtigung freigegeben ist.

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Optisch mehr Fabrik als Kirchenbau: die Konstantinbasilika

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Informationstafeln erzählen von der Geschichte der Kirche

Für uns wird es nun Zeit für die Rückfahrt, denn am Abend wartete noch das Rhein-in-Flammen-Spektakel in Bonn auf uns. Aber das ist eine andere Geschichte…

Wer sich also wie ich ein bisschen für Architektur und Geschichte begeistern kann, dem kann ich Trier für einen entspannten Städtetrip nur ans Herz legen. Da die Parksituation in Trier besonders am Samstag in der Innenstadt sehr schwierig ist, kann ich das Parkhaus an der Konstantinbasilika nur empfehlen. Es ist modern, die Parkplätze sind groß und man ist in 5-10 Minuten im Stadtzentrum.

Vielen Dank an Rheinland-Pfalz Tourismus für das Zurverfügungstellen der Freizeit-Card mit der ich über 200 Freizeitattraktionen in der gesamten Region (Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonie und Ostbelgien) kostenfrei besuchen kann.

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