Wie sicher ist eine Reise nach Marokko?

Marokko

Als ich im Dezember meinen Flug buchte, war ich eigentlich komplett unbedarft, was meine Reise nach Marokko anging. Marrakesch stand schon lange auf meiner Wunschliste. Bis meine Kollegin mich eines Tages auf die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes aufmerksam machte, welche nicht nur ein mulmiges Gefühl im Bauch verursachten, sondern mich beinahe meine Reise absagen ließen. Schließlich habe ich mich doch nicht davon abhalten lassen und habe meine Reise wie geplant angetreten. Wie gefährlich ist Marokko also wirklich?

Auswärtiges Amt Marokko

Ruft man sich die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes zu Marokko auf, wird man zunächst auf „Dringende Sicherheitshinweise für die Region – Gefahr von Entführungen und Anschlägen“ aufmerksam gemacht. Insbesondere wird vor Reisen in Touristengebiete wie Marrakesch (na herzlichen Glückwunsch!), Casablanca und Rabat gewarnt, da hier verstärkt mit Anschlägen und Entführungen zu rechnen ist. Besonders Deutsche Touristen seien ein beliebtes Ziel.

Wenn man so etwas liest, ist zunächst mal alle Reisevorfreude zunichte und ich machte mir ernsthaft Gedanken die Reise abzusagen. Als der erste Schreck überwunden war, machte ich mich auf die Suche nach weiteren Informationen im Internet. Ich konnte nicht glauben, das eine Reise nach Marokko tatsächlich so gefährlich ist. Zumal eine entfernte Verwandte von mir sogar mit einem Marokkaner verheiratet und regelmäßig vor Ort ist.

Ich stieß bei meinen Recherchen auf einen Offenen Brief der Reiseführer-Autorin und Marokko-Kennerin Erika Därr, in dem sie Stellung zu den Warnungen nimmt und die Angst vor einer Reise nimmt. Marokko sei ein sicheres Reiseziel und die Reisehinweise würden nur dem im Land dringend benötigten Tourismus schaden. Was mich schließlich am meisten beruhigt hat: Die Reisehinweise bestehen in unveränderter Form bereits seit März 2013. In diesem ganzen Jahr, wurde von nicht einer einzigen Entführung und einem einzigen Anschlag berichtet.

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In den Souks von Marakkesch

Ist ein Marrakesch Urlaub gefährlich?

Das Auswärtige Amt warnt vor allem vor Menschenansammlungen, die dringend zu meiden sind. Wer schon einmal in Marrakesch war, weiß, wie lächerlich dieser Hinweis ist. Die Souks wimmeln nur so von Menschen und der Djemaa el Fna, der große Platz, ist die Touristenattraktion schlechthin und ein wahrer Ameisenhaufen. Man kommt also kaum um Menschenansammlungen drumherum, wenn man in Marrakesch unterwegs ist.

Selbstverständlich sollte man in diesen Gegenden grundsätzlich immer nur das nötigste bei sich tragen und alle Wertsachen sicher verstaut am Körper tragen. Aber das gilt nicht nur hier, sondern eigentlich auch in Hauptstädten wie London, Rom oder sogar Frankfurt. Wir haben diesen Ratschlag beherzigt und haben auch nichts negatives erlebt. Teilweise kam ich mir selbst schon fast ein wenig lächerlich vor, wie ich mich meine Tasche fest umklammert, durch die Menschenmassen bewegt habe. Aber sicher ist sicher!

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Menschenmassen meiden? Abends auf dem Djemaa el Fna ist das kaum möglich!

Wüstenregion besonders gefährlich?

Neben den Großstädten wird vor allem vor Reisen ins Saharavorland sowie der Marokkanischen Wüste dringend abgeraten. Ausgerechnet dahin sollte unserer Reise aber unbedingt gehen und wir haben uns das auch nicht nehmen lassen. Erika Därr schreibt dazu, dass eine Reisewarnung lediglich für die Westsahara und eventuell im Grenzgebiet zu Mauretanien gerechtfertigt ist, nicht aber für die Marokkanische Wüste an der Grenze zu Algerien gilt, die touristisch gut erschlossen ist und auch unser Ziel war.

Einzig und alleine auf einen Mietwagen haben wir schließlich verzichtet und uns – gerade weil wir als zwei Frauen ohne Französisch-Kenntnisse alleine unterwegs waren – einer geführten Tour* angeschlossen. Das haben wir aber im Nachhinein teilweise bereut und uns die Flexibilität eines eigenen Fahrzeugs gewünscht.

*Meine Empfehlung: 3 Tage Wüstensafari Tour von Marakkesch in die Erg Chebbi

Wir waren in der Erg Chebbi in der Nähe der Wüstenstadt Merzouga und haben während unserer ganzen Zeit dort nur freundliche Menschen getroffen. Denn die dort ansässigen Berber sind teilweise deutlich weltoffener als die streng gläubigen Muslime, welche man in Marrakesch zunehmend häufiger antrifft. Die Grenze nach Algerien war rund 20-30 Kilometer entfernt, jedoch liegt diese im Gebirge und ist nach Auskunft der Berber in unserem Camp nur sehr schwer zu erreichen. Und wieder einmal habe ich mich zu keiner Zeit in der Erg Chebbi (und auf dem Weg dorthin) irgendwie unsicher gefühlt. Und ich bin wahrlich ein großer Schisser!

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Sonnenaufgang in der Erg Chebbi – gefährlich?

Als Frau alleine unterwegs?

„Was, ihr wollt als Frauen alleine nach Marokko reisen?“ Damit komme ich zum letzten Punkt, der mir an möglichen Gefahren vor meiner Reise immer wieder begegnet ist. Auch hier muss ich sagen, dass ich mich am ehesten in Marrakesch als Frau alleine ein bisschen unwohl gefühlt habe. Nicht, weil ich Angst hatte, sondern weil wir als zwei europäische Frauen von so ziemlich jedem Händler und angeblichen Touristenführer genervt wurden, an dem wir vorbei kamen. Das kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Eine Sonnenbrille, ein sicheres Auftreten und ein bestimmtes „Nein!“ hält zumindest die meisten Nervensägen ab.

Außerdem haben wir darauf geachtet, dass wir spätestens nach 21 Uhr zurück ins Hotel gegangen sind. Auch hier wollten wir lieber auf Nummer Sicher gehen, zumal es unsere erste Reise in ein arabisches Land war.

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Als Frau alleine nach Marokko?

Verhaltenstipps

Zusammenfassend lauten meine Tipps:

  1. Passe dich an! Man muss nicht unbedingt verschleiert rumlaufen, aber Hotpants und ein knappes Top ist in einem muslimischen Land einfach unpassend. Eine mindestens knielange Hose oder ein knielanger Rock tut es auch und es kann auch nicht schaden, die Schultern wenigstens mit einem leichten Tuch zu bedecken.
  2. Besonders für alleine reisende Frauen gilt: In den Souks und auf dem Djemaa el Fna sollte man sich nach 21 Uhr nicht unbedingt mehr aufhalten. Ist man mit Einheimischen oder in einer größeren Gruppe unterwegs ist das sicher kein Problem. Aber spätestens in den Souks kann man sich furchtbar schnell verlaufen und wer möchte schon nachts durch irgendwelche dunklen Straßen irren(und das passiert nicht selten).
  3. Wie schon gesagt: Eine Sonnenbrille und ein selbstbewusstes Auftreten, kann nervige „Touristenführer“ abhalten.
  4. Schließe dich größeren Gruppen an! Auch wenn wir uns manchmal einen eigenen Wagen gewünscht hätten, war es vielleicht gar nicht so verkehrt sich einer geführten Wüstentour anzuschließen. Aber auch abends in der Stadt kann eine größere Gruppe von Vorteil sein.
  5. Tipps von Einheimischen: Das hat zwar wenig mit Sicherheit zu tun, ist aber generell ein guter Tipp! Denn auch wenn du vor Ort niemanden kennst, kannst du so ein paar Tipps abstauben: Von freundlichen Hotelmitarbeitern oder von deinen Sitznachbarn im Flugzeug kannst du sicher die ein oder andere Empfehlung erfragen. Und die wollen – anders als die vermeintlichen „Touristenführer“ auf der Straße – auch kein Geld dafür haben.
  6. Handle was das Zeug hält: Als europäische Frau ist man bei den Straßenhändlern ein beliebtes Opfer. Überlege dir gut, was dir das Teil wirklich wert ist und geh weg, wenn dir der Preis zu hoch ist. Wahrscheinlich wird dir der Händler schließlich doch hinterher laufen. Und wenn nicht, war es trotzdem gut so.
  7. Und zu guter Letzt: Sei höflich und taktvoll und verzichte in manchen Situationen auf ein Foto, auch wenn du es dir noch so sehr wünschst.

Natürlich kann ich euch in diesem Artikel nur meine persönlichen Erfahrungen widerspiegeln und was ich während meiner Recherchen so erfahren habe. Der letzte Anschlag in Marokko fand 2011 in einem der Touristencafés am Djemaa el Fna statt und kostete 17 Menschen das Leben. Natürlich gibt es keine Garantie, dass so etwas nicht wieder passiert und das ausgerechnet an dem Tag, an dem du dort bist, die erste Entführung statt findet. Aber es gibt auch keine Garantie, dass dir nicht eines Tages zu Hause ein Ziegelstein auf den Kopf fällt oder du vom Blitz erschlagen wirst. Ich würde für meinen Teil jederzeit wieder nach Marokko reisen und das werde ich auch in nicht allzu ferner Zeit, denn das Land hat noch so unglaublich viel zu bieten!!!

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Update vom 26.9.2014

Das Auswärtige Amt hat am 26. September 2014 die Sicherheitshinweise für Marokko erneut verschärft, da die terroristische Organisation ISIS, die sich selbst auch “Islamischer Staat“ nennt, mit Anschlägen auf die Interessen westlicher Länder gedroht. Es sei nicht auszuschließen, dass aufgrund dieser Drohung westliche Ausländer auch im Ausland Ziel terroristischer Gewaltakte, von Entführungen und von kriminellen Übergriffen durch ISIS-Sympathisanten werden können. Erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestünden u.a. an Orten, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. Das Auswärtige Amt rät Reisenden daher zu erhöhter Wachsamkeit und die Berichterstattung in den Medien zu beobachten. Eine Reisewarnung wird jedoch weiterhin nicht ausgesprochen.

Was sind eure Erfahrungen mit Marokko? Wie sicher habt ihr euch dort gefühlt? Ward ihr vielleicht gerade vor Ort und könnt etwas zu den neusten Entwicklungen erzählen?

PS: Marokko nur mit Handgepäck? Kein Problem finde ich! Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie und warum ich nur mit Handgepäck reise, dann leg ich dir meine Video-Reihe Nur mit Handgepäck reisen ans Herz!

PPS: Du willst wissen, was meine Top Tools für jede Reise sind? Dann schau dir meine 10 Must Haves für jedes Reiseabenteuer an!

69 Kommentare

  • Vielen Dank für die Verlinkung des Offenen Briefs. Das Auswärtige Amt verbreitet mit diesen Warnungen schon lange Panik und macht Urlaubern mehr Angst, als dass es hilfreich ist. Deine Tipps kann ich in allen Punkten ablehnen. Mir ist bei einem Dutzend Reisen in Marokko nie irgendwas zugestoßen oder geklaut worden.

    • Jana sagt:

      Hallo! Vielen Dank für das Statement. Schön, dass meine Tipps nur eine Vorsichtmaßnahme sind und es bei dir noch zu keinem Vorfall gekommen ist. Das bestätigt mich umso mehr, Marokko als Reiseziel uneingeschränkt zu empfehlen 🙂 Viele Grüße, Jana

      • maria sagt:

        Hallo jana
        Der offene brief von frau daerr ist fuer mich insofern nicht
        Aussagekräftig als dass sie eigene Interessen verfolgt.
        Sie ist Mitherausgeberin eines Reiseführers ueber das Land
        Und möglicherweise fuehrt sie selbst Touristen durch das land.
        Sie schreibt ja selbst dass die Warnungen des AA dem
        Tourismus schade.Das sind kommentare die mich aergern.
        Das AA ist normalerweise sehr vorsichtig mit Warnungen und ohne
        Eine handfeste konkrete Gefährdungslage gibt sie diese nicht heraus.
        Was ist denn nun wichtiger – die Sicherheit fuer Leib und Leben oder
        Persoenliche wirtschaftliche Interessen einer Herausgeberin eines
        Reisefuehres ?
        Ich moechte das nicht erleben wenn ein Entfuehrung die Gemueter erhitzt
        Und jeder sagt : ja wie kann das nur passieren das AA hatte doch deutlich gewarnt?

        • Marakschi sagt:

          Der Offene Brief von Erika Daerr isr für mich insofern besonders aussagekräftig, als dass diese Frau vermutlich mehr Zeit in Marokko verbracht hat als alle anderen Kommentierenden hier zusammen und Sie auch außerhalb ihrer Tätigkeit als Reisebuchautorin auf viele Wege mit Marokko vernetzt ist. Sie führt soweit ich weiß übrigens keine Touristen durch das Land.

          Zu den Warnungen des AA hat sie sich klar positioniert, übrigens in ähnlicher Form wie mehrere andere Deutschte, die lange in Marokko leben und das Land kennen. Wer mehr als zweimal in Marokko war, muss diese Hinweise als falsche Lageeinschätzung bewerten. Wenn das AA so vorsichtig mit Warnungen wäre und es eine Gefährdungslage gegeben hätte, dann hätten die Hinweise nicht jahrelang änderungslos auf der AA-Website gestanden, die Verantwortlichen haben augenscheinlich keine Ahnung und bewegen sich zu selten aus Rabat heraus.

          Ich finde ehrlich gesagt auch deine geschilderten Sekundärerfahrungen nicht so richtig glaubwürdig bzw. kann mir nicht richtig vorstellen, dass das so passiert ist. Dass Marokkaner darüber witzeln, Touristinnen zu kaufen und scherzhaft nachhaken, das habe ich durchaus erlebt, aber der Preis wird normalerweise in Kamelen ausgemacht und wer mal guckt, wie teuer ein Dromedar in Marokko ist und wie es mit den durchschnittlichen Einkommen aussieht, der kann solche Späße schnell ins Märchenreich von 1001 verschieben. Ähnlich geht es mir auch mit der Geschichte deiner Bekanntin, die in einem Laden verschwunden ist oder mit deinem Bruder, der nur mit Mühe und Not den Säbel rasselnden Touaregs entkommen konnte. Von vergleichbaren Fällen war in den vergangenen Jahren nichts in den Medien, in Blogs oder via Facebook oder Twitter zu lesen und für mich klingt das eher nach Räuberpistole als nach Marokko.

          Dich kann ja glüklicherweise niemand zwingen, nochmal nach Marokko zu reisen, aber mit solchen Pauschalurteilen wie du sie in deinen beiden Kommentaren gemacht hast — also DER verdienten Reisebuchautorin die Kompetez absprechend und ihr ökonomische Interessen unterstellend als jemand, die mit 16 Lebensjahren einmal in Marokko war und dann von geschilderten Sekundärerfahrungen auf die Mentalität eines ganzen Landes schließend — wäre ich vorsichtig.

          • Sven sagt:

            danke Marakschi für diese Worte – sie drücken aus, was ich mir beim Lesen der Kommentare gedacht habe!

          • maria sagt:

            Hallo zusammen,
            ich hatte nur meine Erlebnisse und Informationen von freunden
            Hier ins netz gestellt.die maenner wollten mich zuerst fuer
            500 kamele und dann fuer 1000 kamele kaufen als meine mutter
            Lachend abgewunken hat.sie fand das noch lustig die Situation war aber sehr unangenehm ( ich empfand es als unangenehm ).
            Die frau die einen marokkaner geheiratet hat und ihr dort der pass abgenommen wurde das haben freunde meiner eltern erzaehlt
            Genauso der bericht der bekannten von mir ,das habe ich selbst nicht erlebt ,ich hatte jedoch keinen begruendeten zweifel an der Geschichte. Mein bruder ist damals auf eigene Faust mit einem freund durch marokko ich habe die berichte gekuerzt weil das sonst zu lang wird ,er weiss bis heute nicht genau was die von ihm wollten
            Aber sie wollten zb den beiden eine wuesten tour verkaufen und haben ejn album gezeigt mit photos und handgeschriebenen dankes schreiben von angeblichen zufriedenen deutschen touristen
            Die in haarsträubendem deutsch mit vielen grammatikalischen
            Fehlern verfasst wurden. Die Situation muss sehr unangenehm gewesen sein.wenn ich selbst nicht so ungemütliche Situationen erlebt haette wuerde ich die anderen berichte wohl auch nicht glauben.sie klingen wirklich etwas bekloppt. Ich hatte nach der Reise im laufe der jahre mit vielen leuten darueber gesprochen und so bekam ich das feed back anderer leute.es darf den bericht auch niemand missverstehen _ich moechte niemanden davon abhalten dorthin zu reisen das muss jeder selbst entscheiden. Ich hab nur meine persoenlichen Erlebnisse und erlebnisse dritter mitgeteilt von personen wo ich davon ausgehe dass es der wahrheit entspricht. Weshalb sollten sie mir maerchen auftischen,genauso wenig wie ich es tue ,dafuer waere mir meine zeit auch zu schade um hier Geschichten zum besten zu geben,dazu hab ich weder zeit noch interesse ,dazu waere dann der gaukler markt sicher der bessere platz.

          • maria sagt:

            Ach ja was ich noch anmerken wollte
            Meine mutter hatte damals vor der reise gesagt :
            In marokko muss man aufpassen, da hoert man davon
            Dass frauen verschleppt werden.da dachte ich noch :
            Meine guete jetzt spinnt sie aber voellig. Wir kommen doch nur nach marokko.sie gehörte eigentlich nicht zu den ueber
            Aengstlichen muettern.

        • Reim Franz sagt:

          Hallo Jana,
          Ich habe mich als Reiseleiter und Marokko Kenner sehr über deine Seite und deinen Kommentar gefreut. Wir meine Frau und ich bereisen nun mittlerweile seit mehr als 20 Jahren das Land und haben die Marokkaner mittlerweile in das Herz geschlossen. Viele Freundschaften sind entstanden. Marokko ist zum jetzigen Zeitpunkt immer noch ein sicheres Reiseland. Wir werden weiterhin unsere Rundreisen in das Land für Wohnmobilisten anbieten.
          Wir bedanken uns für deine Meinung
          Maria u. Franz

    • Uwe Günther sagt:

      Das Wort „ablehnen“ müßte meiner Meinung nach „annehmen“ heißen, – im Satz : „Deine Tipps…

      Ansonsten machen mir Eure Kommentare Mut, 2015 ein zweites Mal dieses schöne Land
      zu bereisen.

      es grüßt Euch
      Uwe Günther
      Neuenburg

    • Hoppla, da lese ich nochmal diesen Beitrag und stelle fest, dass ich mich 2014 irgendwie extrem in diesem Kommentar vertippt habe, denn eigentlich wollte ich ausdrücken, dass ich deinen Tipps in allen Punkten nur zustimmen kann. Besser spät korrigiert als nie 😉

    • Marokko im Herzen sagt:

      Ich finde diese Tipps wirklich gut. Allerdings möchte ich sie um wenige Punkte ergänzen:

      – Es ist ratsam, keine Selfis mit Smartphones, zu machen, oder Videos von einzelnen Menschen zu machen, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Besonders ältere Leute und ganz besonders verschleierte zumeist ältere Damen mögen dies nicht und können empfindlich darauf reagieren.

      Beliebte Souvenirs aus den Souks oder vom Markt sollten mit Bedacht ausgewählt werden. Oftmals handelt es sich- auch wenn es noch so schön aussieht- um verminderte Qualität, die unter Anderem mit giftigen Chemikalien behandelt sein könnten. Statt Dessen kann man sich zumeist in Hotels beraten lassen. Diese können unter Umständen Verkäufe von hochwertiger Ware in den Hotelräumen organisieren.

      Speziell in Marrakesch gibt es immer wieder Gruppen von Kindern, die nicht ortskundige Touristen gerne in Sackgassen locken und dann Geld verlangen. Sollte man sich verlaufen haben, ist es immer ratsam, die Adresse des Hotels bei sich zu haben und in einem Restaurant oder einem Stand nach dem Weg zu fragen. Oft können die dort arbeitenden Leute den Weg erklären.

      In den Reiseführern wird oft vor dem Verzehr von Essen von Marktständen gewarnt. Die dort angebotenen Orangensäfte könnten mit Leitungswasser vermischt sein. Einheimische vertragen dies zumeist besser, als europäische Touristen. Von Fisch sollte man ganz die Finger lassen, da dieser noch roh angeboten werden könnte. Es besteht Samonellengefahr. Andere Speisen sin, sofern sie durchgegart sin, in der Regel bedenkenlos zu genießen.

      Die Schlangen von Gauklern und Schlangenbeschwörern auf dem Markt sollte man nicht in die Hand nehmen, da diese von Krankheitserregern befallen sein können.

      Das wären so meine persönlichen Erfahrungen,

  • Summer sagt:

    Hallo Jana,

    danke für den sehr ausführlichen und informativen Bericht. Wir waren im Dezember 2012 in Casablanca. Meine Schwester, mein Sohn und ich. Ich fühlte mich einigermaßen sicher aber meine Schwester bekam irgendwie Panik und deshalb sind wir frühzeitig auf’s Schiff zurück.

    Liebe Grüße
    Summer

    • Jana sagt:

      Hallo Summer, gerne – der Artikel war ja sowieso geplant 😉 Schade, dass du nicht so viel von deinem Besuch hattest. Grund also noch mal nach Marokko zu reisen 😉 Liebe Grüße, Jana

    • maria sagt:

      Marokko -nie wieder
      Ich bin schon viel rumgekommen aber marokko war nur der horror
      Ich meine nicht das penetrante angequatsche (, ich bin nicht blond )
      Oder der permanente verkaufsterror sondern die reale Gefahr fuer leib und leben.
      Die kommentare von manchen Frauen die glueck hatten und nichts passiert ist
      – klasse aber das ist naiv zu glauben es passiert nichts.
      Fuenf maenner haben auf meine mutter massiv eingeredet dass sie mich kaufen wollen
      Es war schrecklich. Eine Freundin von mir erzählte mir damals dass eine bekannte von ihr
      Mit freund und bruder in marokko urlaub gemacht hat und sie nur kurz in einen laden rein ist und nie mehr gesehen wurde.die tochter von freunden meiner eltern hatte sich in einen marokkanischen studienfreund in bonn verliebt. Nach der Hochzeit in Deutschland ist dad Brautpaar nach Marokko. dort wurde ihr der pass abgenommen und es gab keinen Kontakt mehr zu den verzweifelten eltern,denen es ueber viel aufwand und einsatz und dem damaligen Botschafter gelang die Tochter mit einer abenteuerlichen ,“Entführung “
      Wieder nach Deutschland zu bringen. Dass die Frau traumatisiert war muss man wohl nicht erwaehnen. Mein cousin war am fusse des atlas Gebirge dort wurde er vom „freundlichen“ sohn des hoteliers in einem ort herumgeführt der ihm auch einen laden zeigen wollte der teppiche herstellt.nachdem dieser in ein haus eine treppe hoch geführt
      Wurde waren dort hoch gewachsene verschleierte maenner mit Säbel die sich als Tuareg
      Vorstellten.mit viel glueck kam er heil heraus der sohn des hoteliers sagte zu ihm:
      Mach das nie wieder .(vermutlich musste er touris anschleppen aber persoenlich war s ihm dann auch unangenehm) so viel zum vertrauen in einheimische.
      Mich fragte unser fuehrer damals _wir waren in einer gruppe- ich solle doch mal alleine nach marokko kommen aber ohne meine mutter …ich war damals 16 jahre alt.
      Mir reichts .auch die darstellung die ich gelesen habe mit den Entführungen da seien maerchen aus 1001 nacht und es haette 2013 nicht eine entfuehrung gegeben-danke
      Toll! Im Umkehrschluss – jeztt ist es sicher .ich denke die dunkelziffer ist das sehr hoch
      Und faelle die keiner aufklaert.aber Naivität schuetzt vor verschleppung nicht.
      Ich werde dieses land nie mehr bereisen .non merci. Die warnungen des ausw amtes wuerde ich beachten

      • Jana sagt:

        Hallo Maria, das ist ja schlimm was dir und deinen Bekannten da passiert ist. Dass du dort nicht mehr hinreisen möchtest kann ich nachvollziehen. Ich habe bislang nichts dergleichen gehört. Ich habe auch eine entfernte Kusine, die mit einem Marokkaner verheiratet ist. Die beiden leben glücklich hier in Deutschland. Schwarze Schafe gibt es sicherlich überall, ob in Marokko mehr als anderswo kann ich nicht beurteilen. Danke auf jeden Fall für deinen ehrlichen Bericht und das Teilen deiner Erfahrungen. Viele Grüße, Jana

  • Steffi sagt:

    Hallo Jana,

    Ich bin vor einem Jahr alleine drei Wochen lang durch Marokko gereist und habe dazu vor kurzem auch etwas geschrieben, witzig dass unsere Tipps in vielen Punkten übereinstimmen:

    http://aworldkaleidoscope.com/allein-reisen-als-frau-in-marokko-erfahrungsbericht-tipps/

    Ich kann die Sicherheitshinweise auch überhaupt nicht nachvollziehen. In der Westsahara sollte man sich vielleicht lieber nicht tummeln, aber ich hab mich auf der Wüstentour in Erg Chebbi oder gar in Marrakesch nie unsicher gefühlt. Anschläge wie der auf dem Djeema-l-fna können genauso gut in London oder Madrid (oder gar bei uns) passieren.

    Für mich war meine Marokkoreise die bis jetzt schönste in meinem Leben, wie du selbst sagst sind gerade die Berber ein unfassbar offenes und gastfreundliches Volk. Also Leute, traut euch 😉

  • Denise sagt:

    Hallo,

    der Bericht gefällt mir sehr gut. Ich finde Marokko als Reiseziel sehr interessant und möchte schon eines Tages dort hin reisen. Die Tipps sind wirklich sehr hilfreich und die Fotos gefallen mir sehr.
    Ich denke, wenn man höflich ist und sich den Sitten des Landes anpasst, kann einem eigentlich nichts passieren. Andere Länder, andere Sitten. Und die sollte man achten. Schließlich erwarten wir das auch.

    LG
    Denise

  • Anna sagt:

    Also Marocco ist definitiv ein Ziel, das ich noch sehen muss. Genau wie Ägypten. Aber damit warte ich lieber. Nach meiner Reise nach Sri Lanka kurz nach dem Krieg da, hab ich erstmal die Nase voll von solchen Gebieten. Damals standen da überall Militärleute mit Waffen rum :/ Nicht wirklich einladend.

    Aber mich freut es, das du da warst, dir deinen Traum erfüllen konntest und vorallem: Sicher wieder hier angekommen bist 🙂

  • Christina sagt:

    Na siehst du, war doch gar nicht so schlimm, oder? ;D
    Ich hab ja von der Warnung des ausländischen Amtes gar nichts gewusst, sondern hab nur ein wenig im Internet über die Anschläge gelesen. Trotzdem hatte ich nie ein mulmiges Gefühl.
    Freu mich auf jeden Fall, dass es auch gefallen hat! ^__^

    Liebe Grüße
    Christina

  • Katharina sagt:

    Hallo Jana, das sind ja tolle fotografische Eindrücke!

  • Sabine sagt:

    Danke für den tollen Artikel.
    Wir waren oftmals in Marokko und immer rundherum zufrieden, ist nie was passiert. 🙂
    Ich kann Marokko nur jedem empfehlen.

  • Oli sagt:

    Die Reisewarnungen der Botschaft sind ohnehin ziemlich weltfremd, finde ich. Wenn du die Leute kennst, welche diese Warnungen verfassen und bearbeiten, dann verwundert es allerdings auch nicht, dass sie so rauskommen.

    Hauptproblem ist, dass die Autoren nichts vom Land verstehen, über das sie schreiben. Die Reisewarnungen werden, zumindest im Fall der Schweiz, in Bern auf Grund von Infos erstellt, welche sie von den Botschaften bekommen. Das heisst, die Autoren waren häufig kein einziges Mal im Land, über das sie schreiben.

    Das wäre grundsätzlich okay. Aber was ist ihre Datengrundlage? Zunächst einmal – man darf es fast nicth sagen – Zeitungsberichte! Ausserdem erhalten sie Berichte von den Diplomaten und Konsularikern im Zielland.

    Dazu musst du aber wissen, dass schrecklich viele dieser Leute das bequeme Leben eines Expats führen und mit dem Land, in dem sie leben, kaum in Kontakt kommen. Sie gehen etwa in Peking (wo ich die „Szene“ aus eigener Anschauung gut kenne) nie „eklig“ chinesisch essen, sondern bestellen sich eine Pizza. Sie reisen nie selbstorganisiert durchs Land, sondern nehmen lieber eine geführte Tour, am besten von einem Operator aus der Heimat. Und in der Freizeit treffen sie sich auch nie mit Einheimischen, sondern mit ihren Bekannten aus der Deutschen Schule. Kontakt mit Einheimischen haben sie höchstens, wenn sie als Bedienstete angestellt sind. Dass auf der Datengrundlage solcher Leute etwas schräge Einschätzungen kommen, ist nicht weiter verwunderlich.

    Ich denke, dass Autoren von Reiseführern wie Erika Därr sehr viel glaubwürdiger sind. Denn sie sprechen oft die Sprache, leben vielleicht schon seit vielen Jahren im Land und vor allem: Sie bewegen sich auch einmal aus der Komfortzone in der Hauptstadt raus.

    • Jana sagt:

      Hallo Oli, vielen Dank für die vielen Hintergrundinfos. Nach Marokko werden mich die Hinweise demnächst auch nicht mehr abhalten – dann lieber bei anderen Quellen informieren 😉 Liebe Grüße, Jana

  • Sven sagt:

    Hallo zusammen,

    ich war auch schon öfter in Marokko unterwegs und ziemlich kann alle Punkte unterschreiben! Marokko ist ein wunderbares Reiseland – Bergsteigen, Wandern, Radfahren und Trekking ist dort traumhaft!

    Aber zum Thema: mir kommt Marokko auch nicht wirklich „gefährlicher“ vor als die Innenstadt einer europäischen Großstadt. Im Gegenteil: im Islam ist Diebstahl eine der größten Sünden! Wenn man mitdenkt und sich z.B. über die Unterschiede im Wohlstandsniveau klar ist, sollte man dennoch nicht seine Kamera auf den Tisch legen und auf die Toilette gehen – zumindest in Deutschland wäre sie wohl weg.

    Auch klar ist: im Souq in Marrakesh wird man auf jeden Fall mehr Geld liegen lassen als in jeder anderen Stadt. Klar, Touristen sind laufende Geldbeutel. Besucht lieber die ländlichen Gebiete und kleineren Städte, die können das Touristengeld auch dringender brauchen. Grundsätzlich sollte man genügend Kleingeld in der Tasche haben und den vielen Bettlern ein paar Dirham abgeben. In Marokko gibt es kein staatlich organisiertes Sozialsystem, das übernimmt die Religion. Auch hier sollte man sich anpassen!

    Ob jetzt Hotpants und knappe Oberteile nur in einem islamischen Land unpassend sind, sei mal dahingestellt 😉

    Wer übers Trekking in Marokko lesen, sei hiermit herzlich eingeladen: http://www.aufundab.eu/tags/marokko

  • Katja K. sagt:

    Hallo,

    ich war letzes Jahr ca.3 Wochen in Marokko und habe mich als Frau alleine sehr sicher gefühlt, dadurch dass ich mich kleidungsmässig angepasst habe, ( Jellaba und Kopftuch) konnte ich mich überall frei bewegen und bin nie unangenehm belästigt worden.
    Im Gegenteil, auch Marokkanerinnen waren sehr freundlich und immer hilfsbereit.
    Marokko ist wirklich ein traumhaft schönes Urlaubsland in das es mich gedanklich immer wieder hin zieht.

    Meiner Meinung nach ist es für allein reisende Frauen ungefährlich, wenn man bestimmte Verhaltensregeln beachtet
    Ich habe in bei meinen mehrmaligen Reisen bisher nur positives erlebt und würde immer wieder nach Marokko reisen da es einfach ein wunderschönes Land mit liebenswerten Menschen ist.

  • Bizzle sagt:

    Hallo zusammen,

    Ich war vor knall 2 Monaten für 3 Wochen bei einer Freundin zu besuch die in Marokko lebt. Ich war die Zeit in Rabat und muss sagen das es in Gebieten wo nicht soviel Tourismus herrscht schon anders läuft.
    Ich wurde oft von Leuten beleidigt und wirklich böse angeguckt. In vielen Gebieten wollen sie einfach keine ‚wohlhabenden Europäer‘ haben.
    Auch als wir einen Tagesausflug nach Casablanca gemacht haben,war mir nicht ganz wohl dabei. Auch unser Fahrer hat uns gebeten das wir wenn wir durch die Stadt fahren die Fenster oben lassen sollen und darauf verzichten sollen unsere Handys in die Hand zu nehmen und der man lebt seit seiner Geburt in Marokko und wird wohl wissen was da passieren kann.
    Innerhalb von einem Tag in Casablanca sind wir insgesamt 3mal an Massen Prüglereien auf der Straße vorbei gefahren.
    An sich ist Marokko ein schönes Land aber meiner Meinung nach sollte man darauf achten wo man sich aufhält und lieber von einem einheimischen sagen lassen wo es sicher ist und wo nicht.
    Es gibt sicher schöne und sichere Orte aber leider auch viele wo man vorallem als Tourist nicht besonders sicher ist.

    Lg.Ben

    • Jana sagt:

      Vielen Dank für deinen Erfahrunsbericht. In den beiden Städten war ich leider nicht. Aber du hast schon Recht: man sollte schon darauf achten, wo man hingeht! Viele Grüße, Jana

  • Bine sagt:

    Hallo!

    Ich war im Juni 2011 mit meinem Freund für 1 Woche in Marrakesch.
    Ich muss gestehen, dass es sehr spontan war (2 Tage vor Abflug gebucht) und wir uns vorher nicht wirklich über das Land informiert hatten. Hauptsache weg… Deswegen haben wir uns wenig Gedanken um die Sicherheit dort gemacht. Und das war vielleicht auch gut so, wenn man im Nachhinein auf die Seite des auswärtigen Amts schaut.
    Uns hat es super gefallen. Wir haben uns vor Ort ein Taxi mit Fahrer einen Tag gemietet, der uns durchs Atlasgebirge gefahren hat. Und das ganze für umgerechnet 40 €. Während wir 3 Stunden zu den Wasserfällen hochgewandert sind hat der Fahrer sogar auf uns gewartet, damit wir uns in Ruhe die Natur anschauen konnten. Ich finde, dass ist eine gute Alternative zu geführten Touristentouren und einem Mietwagen (wir fanden den Verkehr sehr wuselig und waren froh, dass wir nicht selbst fahren mussten ; ))
    Wir hatten ein Hotel mit Pool. Im Nachhinein hätte ich auch ein Riad gebucht.Die sahen wirklich toll aus.
    Aber die nächste Marokko-Reise kommt mit Sicherheit und Fehler macht man um daraus zu lernen : D

    Aber ich finde deinen Blog super! Das ermutigt mit Sicherheit viele Reisende sich dieses tolle Land anzusehen und sich von 1001 Nacht begeistern zu lassen….

    Grüße aus Hamburg!
    Bine

    • Jana sagt:

      Hallo Bine, vielen lieben Dank für das Teilen deiner Erfahrungen und das liebe Kompliment 🙂 Mir war es wichtig, mal darüber zu schreiben, damit sich viele nicht abgeschreckt fühlen. Denn Marokko ist traumhaft!!! Liebe Grüße, Jana

  • Sven sagt:

    Eine kleine Anekdote: unterwegs in einem Überlandbus habe ich eine junge Berlinerin mit zwei Kindern (Kindergarten und kurz vor der Einschulung) getroffen, die 3 Monate lang das Land bereist hat… Sie wird wieder nach Marokko reisen!

  • Anke sagt:

    Hallo Jana und alle Kommentatoren
    Ich habe das alles durchgelesen und will ganz kurz dazu etwas sagen
    Marokko ist auch noch ein Ziel von mir und daher stieß ich auf diese Seite
    Nun hab ich alle für und wieder gelesen und irgendwo liegt immer die goldene Mitte
    Ich gehe in ein Restaurant und bin vom Service und Qualität enttäuscht, ein bekannter ist wiederum völlig begeistert. So ist das nun mal im leben. Oft entscheiden darüber Zeit und Ort. Es gibt keine allgemeingültige Wahrheit.
    Ich war im August in Ägypten, ein Traum. Alle haben mich für verrückt gehalten., ich War allein mit meiner 19 jährigen Tochter und versprach allen mich nicht weit weg vom hotel in hurghada zu bewegen.
    Aber dann? Wir flogen nach Kairo zu den Pyramiden, machten eine Safari tour und bootsausfüge.
    In Kairo waren wir am 14.08. Dem Jahrestag der Aufstände der Muslim Bruderschaft.
    An diesem Tag sollte man Kairo meiden, wir waren genau da. Das haben wir nicht extra gemacht. , lebensmüde Bin auch nicht. Aber nur an dem tag waren Flüge verfügbar.
    Überall vermummte spezial Einheiten , Armee mit Panzern, polizei und und und… auf dem tahir Platz.
    Für viele mag das unangenehm sein , schließlich weiß man, umsonst stehen die da nicht. Mir macht das nichts aus, mir gab das Sicherheit.
    Dann waren wir an den Pyramiden. Wir waren die einzigen europäischen Touristen. Die Pyramiden hatten wir quasi ganz allein für uns. Maximal 30 einheimische. Normal waren vor drei Jahren da 4000 Touristen. Für uns war es das Paradies, für Ägypten ist das die Katastrophe.
    Ist jetzt das auswärtige Amt daran schuld?
    Ich sehe das anders.
    Ich war gewarnt und bin trotzdem hin. An diesem Tag gab es tatsächlich bei kämpfen 5 tote 12 km entfernt von dem tahir platz wo wir waren, am nächsten tag 10 tote.
    Aber hat jemand gewusst was am 11.09. 2001 passierte. ? Nein. Ich sehe das so. Da wo die Gefahr bekannt ist, ist man sicherer. Denn diese Länder leben vom Tourismus und tun alles das einem nichts passiert.
    Zum auswärtigen Amt. Ich finde das richtig was sie tun. Wie groß wäre das Geschrei wenn sie nur locker warnen würden und dann passiert was? Dann heißt es Deutschland kümmert sich nicht um seine Bürger Und dann muss unser Land alles tun um uns rauszuholen? Ist das fair?
    Jeder Vater und jede Mutter weiß. , lieber sein Kind etwas mehr auf gefahren hinweisen als zu wenig
    genau das tut das auswärtige Amt
    entscheiden muss dann jeder selbst
    .

    • Jana sagt:

      Hallo Anke, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ich bin ganz deiner Meinung, dass die Wahrheit meist irgendwo in der Mitte liegt. Schließlich muss jeder für sich entscheiden, ob er nach Marokko hinreisen möchte oder nicht. Gerade aus diesem Grund finde ich den Meinungsaustausch hier sehr wichtig und gut! Liebe Grüße, Jana

  • Hans Dominik sagt:

    Hallo Marokko-Freunde,

    ich bin bis jetzt zweimal gezielt nach Marrakesch gereist, weil ich verliebt bin – jedoch nicht in eine Frau – sondern in diese Stadt. Marrakesch ist das Schönste, was ich bis dato erleben durfte. Nachts träume ich von den Souks, von der Gastfreundschaft der Leute und das ist kein Witz. Diese Stadt besitzt das goldene Privileg Menschen zu verzaubern und bei mir hat es ordentlich gefunkt. Ich habe ein Jahr vor dem Terroranschlag im Café am Jmna el Fna gespeist und ich muss sagen ich war sehr schockiert über die Meldung. Ich dachte erst so „scheise, zum Glück warst du nicht am falschen Tag am falschen Ort.“ Aber wie es bei verliebten Menschen ist, verzeiht man.. Was kann diese Stadt dafür, das irgendwelche verrückten da ne Bombe zünden. Das kann überall passieren, selbst bei uns. Ich flog also 2013 noch einmal nach Marrakesch, da meine Träume nachts nicht abrissen und mein Kopf mir befahl „Du musst nocheinmal nach Marrakesch“. Also ich muss sagen die Leute sind sehr gastfreundlich und helfen gerne – wenn auch manchmal für ein kleines Trinkgeld – ich hatte nie das Gefühl der Gefahr. Ich konnte jeden ansprechen und jeder hat mir geholfen. Selbst nachts in den engen Gassen der Medina – in der mein Riad lag – wurde ich oft in Smalltalk und interessante Gespräche verwickelt. Ich empfehle wirklich jedem, dieser Stadt eine Chance zu geben und ihr werdet sehn, sie lässt euch nie wieder los.

    M.f.G. hans dominik

  • Lara sagt:

    Hallo zusammen,
    ich habe für Dezember einen Flug nach Marrakesch (5 Tage) zusammen mit meinem Freund gebucht. Zuerst war ich sehr begeistert von der Idee, da ich bisher noch nie aus Europa herausgekommen bin und einfach wahnsinnig Lust habe eine komplett neue Kultur kennenzulernen.
    Doch jetzt mache ich mir doch etwas Sorgen, dass etwas passieren könnte.. Die aktuelle politische Situation spitzt sich ja immer mehr zu, was sich in Anschlägen, Entführungen, etc zeigt. Ich befürchte dass es sich in 2 Monaten noch verschlimmern könnte..
    War jmd von euch zuletzt in Marocco und kann mir seinen/ihren Eindruck der aktuellen Lage geben?

    Lieben Gruß, Lara

    • Jana sagt:

      Hallo Lara, ich kann verstehen, dass du besorgt bist. Das Auswärtige Amt hat ja am Freitag die Reisehinweise erweitert. Eine Reisewarnung gibt es zur Zeit jedoch noch nicht. Wie sich das ganze entwickelt, muss wohl einfach beobachtet werden. Aber vielleicht kann dir ja einer der Marokko-Experten hier weiterhelfen?
      Viele Grüße, Jana

  • Miri sagt:

    Hi, ich möchte mich hier auch einmal kurz in die Diskussion einklinken. Habe soeben einen 4 Tages Trip nach Marrakesch von meinem Freund geschenkt bekommen und mich auch erstmal beim Auswärtigem Amt erkundigt. Klar klingt das alles zunächst verunsichernd, aber ich finde die Hinweise dort richtig und wichtig. Wer nun aber so große Angst hat dass er dort nicht mehr hinreisen möchte, sollte sich auch mal die Länderinfos von vermeintlich „sicheren“ Ländern anschauen. Das Amt weist halt erst mal grundsätzlich auf alle potenziellen Risiken hin. 2009 war ich mal mit einer Freundin alleine in Tunesien drei Wochen in einer Privatunterkunft. Der erste Tag draußen auf der Straße war trotz langer Bekleidung sehr unangenehm. Am Tag zwei habe ich mir dann eben ein Kopftuch umgebunden. Und siehe da: keiner hat uns mehr abgebaggert, alle haben uns absolut freundlich und mit höchstem Respekt und großem aber sehr unaufdringlichem Interesse behandelt. Es war absolut kein Problem mehr sich überall frei zu bewegen. Ich denke man muss sich bei einer Reise in arabische Länder einfach auf die entsprechende Kultur einstellen. Dann kommt man auch nah an die Menschen ran und bekommt den richtigen Einblick in das jeweilige Land. Zu den Berichten oben mit Säbelgerassel etc: Der Arraber ist halt ein Schlitzohr und ein Geschäftsmann. Ich kann mir gut vorstellen dass die sich dachten: guck mal, der hat Angst vor uns, da steigen wir auf das Klischee erst mal schön ein und machen uns jetzt einen Spaß draus. 🙂 genauso sehe ich das mit den Kamelen. Eine oft gehörte Story. Da gehört sich als Frau auf den Boden geschaut und einfach weitergegangen – alles andere ist für den arabischen Mann doch eine Provokation. Wenn mich so etwas belästigt, dann muss ich halt in Europa oder in meiner All-Inklusive-Touri-Unterkunft bleiben. Wir beobachten die Lage jetzt jedenfalls erst mal weiter bis Dezember. Vorsichtshalber werden wir uns beim Auswärtigen Amt registrieren lassen. Aber wenn dort in den nächsten Wochen keine Reisewarung kommt werden wir fliegen und ich freue mich schon riesig drauf! 🙂 LG

  • Helga Henjes sagt:

    Hi Jana,
    begeistert habe ich Deinen Reisebericht gelesen und auch die Kommentare.
    Besonders der Kommentar von Hans Dominik vom 29. September ging mir „voll ins Herz“.
    Mindestens 2x jährlich muß ich, auch sehr gerne alleine, nach Marrakech! Ich wusel dann durch diese tolle Stadt, die ich ebenso wie die Menschen dort sehr mag. ich genieße jeden Tag und tauche total ein in „1001“ Nacht. Ich spreche 3 Worte arabisch und die bewirken, daß alle! freundlich zu mir sind, wie auch ich ihnen stets ein Lächeln entgegen bringe.
    Ich wurde noch nie respektlos behandelt oder bedrängt, denn auch ich bringe jedem meinen Respekt entgegen.
    Inzwischen kennen mich viele Leute und wir freuen uns immer, uns wiederzusehen.

    Mein zweites Traumziel ist Essaouira. Dort vergißt man alle Hektik, man vergißt die Zeit, ist total entspannt und läßt jeden neuen Tag auf sich zukommen, um am Ende eines jeden Tages zu denken, daß er wieder einmal sehr schön war, mit vielen netten und herzlichen Begegnungen und Gesprächen, und mit bewußtem Nichtstun.

    Für April 15 haben wir schon unsere Flüge gebucht und wollen dann mit 4 Frauen außer unserem anderen Programm eine Tour in die Wüste einplanen.
    Daher lb. Jana vielen Dank für Deine tolle Reisebeschreibung.
    LG Helga

  • Sven sagt:

    Hallo liebe Marokko-Erfahrenen.

    Mit großer Spannung und großem Interesse habe ich diese Seite gelesen.

    Wir sind ein Team von zehn jungen Leuten und möchten im kommenden Jahr an einer Rallye für gute Zwecke nach Marrakesch teilnehmen.

    Nun haben wir natürlich die Informationen des AA mit den Sicherheitshinweisen die in diesem Monat aktualisiert wurden gelesen und sind sehr verunsichert, ob wir uns mit der Teilnahme einem zu großen Risiko aussetzen.

    Es handelt sich um eine Rallye die aus Frankreich organisiert wird, vom marokkanischen König und Militär gestützt wird und seit 1998 jährlich stattfindet.
    Da dort über 1500 junge „Westliche“ teilnehmen und die Rallye auch sehr nah an der Algerischen Grenze entlang führt sind wir nun ratlos ob dieses Gebiet vielleicht doch zu leicht für Überfälle zugänglich ist.

    Wir möchten uns nun so gut es geht durch unabhängige Quellen über die Umstände vor Ort informieren.

    Wie würden Sie eine solche Situation beurteilen oder können Sie uns vielleicht einen Rat geben, ob wir unseren Traum anpacken können, oder doch lieber einen Plan B aufstellen sollten….

    Viele Grüße
    Sven

    • Jana sagt:

      Hallo Sven, erkundige dich doch mal bei Erika Därr, die den offenen Brief verfasst hat, den ich hier zitiert habe. Auf ihrer Website daerr.info ist eine E-Mail-Adresse von ihr angegeben: erika < ät> daerr.info
      Ich habe hier nur meine persönlichen Erfahrungen beschrieben und möchte mir nicht anmaßen die Situation zu beurteilen.
      Halt mich aber gerne auf dem Laufenden!
      Viele Grüße, Jana

  • Sven sagt:

    Hallo, vielen Dank für den Hinweis.

    Ich habe eine entsprechende Mail an Herrn Därr gesendet, da nur seine E-Mail Adresse auf der genannten Seite zu finden war.

    Sobald ich etwas neuer weis, werde ich hier auch nochmal eine Meldung abgeben.

    Viele Grüße und eine schöne Weihnachtszeit
    Sven

  • chris sagt:

    einfach nur naiv und dumm.
    ich nenne das bias: so lange im internet zu suchen bis ich für mein vorhaben quellen finde die mich in meiner (wunsch)meinung bestätigen, ist einfach nur dumm und naiv.
    zum glück ist nichts passiert aber sicher ist marokko noch lange nicht.

    • Jana sagt:

      Hallo Chris, danke für deine Meinung. Aber ich denke, das gilt für beide Seiten. Es gibt bestimmt kein einziges Reiseland über das man nicht irgendwelche Horrormeldungen im Internet findet. Ich will damit nicht sagen, dass ich Marokko für völlig unbedenklich halte – aber es gibt immer zwei Sichtweisen und die wollte ich mit meinem Artikel aufdecken und zur Diskussion stellen. Letztendlich muss jeder selbst für sich entscheiden, ob er dorthin reisen möchte oder nicht… Liebe Grüße, Jana

  • julie sagt:

    Hallo Jana.
    Wir waren über Silvester für 10 Tage in Marokko.
    Zuerst in Agadir, dann Marrakesch und Essaouira.
    Wir würden wieder hinfliegen und haben uns sehr wohl gefühlt. Liebe Grüße, Julia

  • Jens sagt:

    das land entgegen der offiziellen darstellung sicher und hinweise des auswärtigen amtes lächerlich zu nennen, finde ich etwas riskant. es kann eben doch etwas passieren und dann stehst du ja etwas doof da, nicht nur weil du unrecht hattest, sondern weil möglicherweise einige urlauber aufgrund deiner empfehlung dort hingefahren sind. dennoch danke für den guide.

    • Jana sagt:

      Ich habe Marokko nicht als sicher dargestellt (das könnte ich selbst wohl kaum beurteilen) oder die Sicherheitshinweise lächerlich gemacht, sondern lediglich hintefragt und beide Seiten dargestellt. Jeder muss selbst entscheiden, ob er dort hinfahren möchte oder nicht.

  • Sven sagt:

    Hallo hallo,

    ich kann nun meinen Bericht zu unserer Marokko Tour inklusive Sahara Gebieten abgeben.

    Wir sind in erster Linie in Merzouga unterwegs gewesen, hier haben wir mehr oder weniger geführte Routen durch die Sahara absolviert und es war einfach nur herrlich.

    Ich hatte nicht das Gefühl, dass dies eine besonder gefährliche Region zu seien scheint, allerdings durften wir auch nicht von den vorgegebenen Strecken abweichen, oder außerhalb der Rallyeveranstaltung das Lager verlassen.

    Auch die weitere Reise durch das Atlas-Gebirge nach Marrakesch war von winkenden und einklatschenden Kinderhänden überseht, alle Menschen auf den Straßen sind uns mit großer Freude begegnet.
    Lediglich die Händler sind schwer abzuwimmeln und hier sollte man aufpassen, dass man niemals Geld zeigt, denn dann hat man schnell viele neue Freunde.

    Aus meiner Sicht ist Marokko bei Einhaltung einiger Verhaltensregeln durchweg als Reiseland zu empfehlen, zumindest kann ich nicht sagen, dass ich nicht um mein Leben oder vor Überfällen angst hatte.

    Viele Grüße
    Sven

  • Sven sagt:

    Der letzte Satz ist leider etwas daneben geraten, ich hatte keine Angst um mein Leben und keine Angst überfallen zu werden.

    Viele Grüße

  • Karim sagt:

    Marokko ist der schönste Land und Marokko will keiner ihn besucht jeder muss bleiben wo er ist der flug ist teuer genug und den flugzeug ist immer voll

  • Chrissi sagt:

    Vielen Dank! Ich fliege demnächst nach Marokko und nachdem ich die Warnungen des auswärtigen Amtes gelesen habe ging es mir genauso wie du es beschrieben hast. Mir wurde etwas mulmig. Nachdem ich eure Kommentare gelesen habe, ist das Gefühl zwar nicht ganz weg, aber ich freue mich unbändig auf den Urlaub!
    Vielleicht könnt ihr mir einen Tipp geben. Wie Reise ich den Vorort am Besten? Mit dem Zug nach Marrakesch? Oder wie oben jemand schrieb, suche ich mir eine Reisegruppe? Wo finde ich eine solche?
    Habt ihr Tipp für mich? Allerdings will ich es in diesem Urlaub etwas langsamer angehen, etwas gemütlicher.

    Sonnige Grüße

    • Robert sagt:

      Ich komme gerade aus Marrakesch zurück, es war alles in Ordnung und ich hatte nie ein mulmiges Gefühl, auch nicht nachts in der Medina oder in der Wüste. Eine Drei tagestour in die Wüste wir in den Hotels angeboten, ca.90€ . Zum übernachten in Marrakesch am besten ein Riad in der Medina buchen.

  • bernd portenlänger sagt:

    Hallo,

    ich habe für die Pfingstferien einen Flug mit meiner Frau und meinen 3 Kindern (15,11, 5 Jahre alt) gebucht. Mittlerweile bin ich fast bereit auf eigene Kosten zu stornieren seit dem ich folgenden Beitrag gelesen habe: http://www.touring-afrika.de/marokko/sicherheit.htm. Bis dahin habe ich die Reise mit Begeisterung geplant. Ich befürchte, dass die Angst ein ständiger Begleiter ist. Ich weiß, dass mir niemand die Verantwortung dafür abnehmen kann, aber vielleicht weiß jemand, warum nur dieser eine Internetbeitrag so negativ ist. Ich habe auch 10 positive gelesen. Ich hätte nie leichtfertig diese Reise mit Kindern gebucht, hätte ich nicht so viel positives über diese Reise gerade für Kinder gelesen.

    • Robert sagt:

      Wir waren gerade in Marokko und haben auch eine geführte Tour bis in die Sahara gemacht. In unserer Reisegruppe war auch ein Ehepaar mit zwei kleinen Kindern, von denen eines behindert war und es gab zu keiner Zeit irgendwelche Probleme !!

      • Chrissix sagt:

        Hallo,
        Ich bin gerade in Marokko und muss sagen, mir gefällt es sehr gut, die Menschen sind total freundlich und entgegenkommend. Ja, es gibt Ecken, da bin ich froh, dass mein Mann dabei ist, aber ich saß vorgestern in einem Café als einzige Europäerin, klar wurde ich angeschaut wegen meiner rotblonden Haare, und ich fühlte mich gut. Die Menschen hier lieben Kinder, also nichts wie hin.

  • Frank Rutger sagt:

    Hallo, alle meine Urlaube zusammengenommen, habe ich fast 1 1/2 Jahre meines Lebens in Marokko verbracht. Unsicher habe ich mich dort nie gefühlt. Man sollte ein paar Verhaltensmaßregeln einhalten, dann klappts auch mit den Einheimischen. Am meisten irritieren die vielen „Guide Faux“, also vorgebliche Reiseführer, deren eigentliche Absicht es ist, einen in diverse Läden zu lotsen, weil sie dort auf alle Einkäufe die man tätigt, Provisionen bekommen. Außer beim ersten Mal habe ich später auf den Kauf von Souvenirs verzichtet und habe bei den Guides immer abgewunken. Den meisten Touristenkram bekommt man bei uns in Orientläden ohnehin günstiger und muss nicht mal endlos darum feilschen, gleiches gilt für Teppiche. Wichtig ist, dass man sich nicht nerven lässt oder gar aggressiv wird, das kommt gar nicht gut an. Wenn man allerdings in einem freundschaftlichen Ton den Guides klar macht, dass man nichts kaufen möchte, lassen sie alsbald von einem ab. Zeit ist Geld, auch für die Guides, sie verschwenden keine Zeit, wenn sie merken, dass sie einem das Geld nicht aus der Tasche ziehen können. Ansonsten muss man sich Gewahr sein, das Marokko immer noch eine Diktatur ist, allerdings etwas softer als noch unter dem Vater des aktuellen Königs. Was gleich geblieben ist, ist die wahnwitzig hohe Überwachungsdichte. Neben der Polizei, den Angehörigen der Miliz und diverser Sicherheitsdienste gibt es eine sehr, sehr hohe Anzahl von Spitzeln und Informanten. Als Tourist bekommt man davon nichts mit, man darf allerdings sicher sein, dass wenigstens in den größeren Orten, der nächste Informant, Geheimdienstmitarbeiter, Milizionär oder Polizist nie weiter als ein Steinwurf von einem entfernt ist. Das schafft eine gewisse Sicherheit, auch wenn einem dieser Gedanke ziemlich gruselig vorkommen mag. Dass einzelne Europäer dort einfach spurlos verschwunden sind, davon habe ich auch gehört, allerdings immer als entferntes Hörensagen um fünf Ecken herum. Ich halte diese Geschichten für wenig glaubwürdig. Ein letzter Tip noch: nie im Sommer in die Wüste fahren, bei Temperaturen von über 40 Grad ist es dort einfach zu heiß. Die beste Zeit für einen Abstecher in die Wüste ist zwischen Februar und April. Am besten verbindet man einen Trip in die Wüste mit einer mehrtägigen Tour entlang der Straße der Kasbahs. Die Südseite des Atlas-Gebirges ist landschaftlich unglaublich schön. Im Sommer empfehlen sich Orte an der Antlantikküste: Asilah und Essaouira z.B., da geht immer ein kühlender Wind. Casablanca kann man ebenso wie Agadir getrost vergessen. Beide Orte sind nicht repräsentativ für Marokko.

  • uzaktan sagt:

    Seit vielen Jahren fahre oder fliege ich nach Marokko, und ich halte mich dann längere Zeit dort auf. Zuletzt wurde deutlich: die Gesamtsituation in dem Land hat sich sehr verbessert. Ausnahme ist aber immer noch der Strassenverkehr und das Verhälnis zum Fussgänger, auch auf Zebrastreifen, auch wenn die Polizei zuschaut: „Der Stärkere hat Vorfahrt.“ Dabei gibt es aber Ausnahmen von der Ausnahme: Wenn ein Fahrer aus Europa am Steuer sitzt. Der tritt dann unerwartet auf die Bremse.
    Was bei den vorigen Kommentaren fehlt: geben sie manchmal ein Almosen; das gehört zur Tradition, und es belastet kaum; denn 1 marokkanischer DH (ca. 9 Cent) ist das Übliche.

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