Bernkastel-Kues in feinstem „Grau in Grau“

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„Lebe jeden Tag!“ Das sagt sich so leicht. Nie scheint dieses Motto schwerer zu beherzigen als im November. Jedenfalls wenn man den Monat in Deutschland verbringt. Da hilft nur eins: RAUS. Um dem Novemberblues zu entfliehen, schnappte ich mir meine Freundin Jessi und meine Diana Miniund fuhr für ein Mädels-Wochenende nach Bernkastel-Kues. Ja, die Mosel ist auch im November eine Reise wert – und mit einem Schwarz-Weiß-Film gefüttert ist die kleine Diana auch für Novemberwetter perfekt gerüstet. Der Beginn einer großen Liebe?

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Ich weiß nicht warum, aber irgendwie erinnert mich das Moselufer mit seinen hügeligen, grünen Hängen ein bisschen an die Küste von Irland. Vielleicht liegt es aber auch an der Jahreszeit – denn ähnlich wie Irland ist auch die Mosel im November noch wunderbar grün. Während in anderen Gegenden bereits der Winter Einzug gehalten hat, ist es an der Mosel noch richtig herbstlich bunt. Kein Wunder, dass sich der Wein in der Region so wohl fühlt.

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Fachwerk und kleine Gässchen dominieren die Altstadt von Bernkastel. Leider gehören zum Stadtbild auch die Horden von Rentnern, die mit den Bussen in das schöne Städtchen gekarrt werden. Besonders schön wird es daher erst am Abend, wenn zahlreiche Lichter die Straßen erhellen und die Rentner längst wieder verschwunden sind. Dann hat man die Gassen fast für sich alleine.

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Den Mittelpunkt der Altstadt bildet der Marktplatz, auf dem bereits der Weihnachtsmarkt eröffnet wurde. Ein riesiger Weihnachtsbaum schmückt den Platz, der zu allen Seite von Fachwerk umgeben ist. Und wer hätte das gedacht: Die Fachwerkkulisse von Bernkastel-Kues eignet sich hervorragend für Doppelbelichtungen, die – wie ich finde – in Schwarz-Weiß sogar noch toller wirken als in Farbe.

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Auf den Spuren des Rieslings haben wir uns auf eine Wanderung durch Ürzig und seinen Würzgarten begeben – der gleichnamige Wein ist einer meiner liebsten Rieslinglagen. Die Weinberge ziehen sich bis fast in den Ortskern hinein und bieten einen wundervollen Blick über das Moseltal. Ürzig liegt rund 10 Kilometer moselabwärts von Bernkastel-Kues.

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Ich muss ja zugeben, ich war bisher kein großer Schwarz-Weiß-Fan. Doch der Wetterbericht holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück und ich tauschte den Diafilm gegen den Kodak BW 400 CN, einen Schwarz-Weiß-Film, der allerdings wie ein klassischer Farbfilm entwickelt wird. Das kann jede Drogerie und man muss auch nicht länger auf die Abzüge warten. Typisch für den Film ist sein leichter Sepiatouch, der ihn für mich allerdings nur noch attraktiver macht. Ohne irgendwelche Erfahrung in der Schwarz-Weiß-Fotografie erwartete ich von dem Film nicht viel. Umso überraschter war ich als ich die Abzüge schließlich vor ein paar Tagen in den Händen hielt.

Fachwerk und Schwarz-Weiß – ein unschlagbares Team? Was meint ihr?

Vielen Dank an die Ferienregion Bernkastel-Kues, die meine Flucht vor dem Novemberblues mit einer Reise an die Mosel unterstützt haben. Mehr zum Thema Wein und Genuss an der Mosel gibt es dann beim nächsten Mal.

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