Ubud – 10 Dinge, die man nicht verpassen sollte

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In Ubud beginnt das wirkliche Bali. Auch jetzt noch höre ich die Garmelanklänge, rieche die Gewürze, schmecke das himmlisch gewürzte Essen und sehe die prunkvollen Tempel vor meinem inneren Auge. Aus einem Tag wurden zwei Tage und aus zwei Tagen drei. Schließlich waren wir vier Tage in der kleinen Stadt mitten im Dschungel von Bali, und es hätten gerne mehr sein dürfen. Ubud hat mich nachhaltig verzaubert. Willkommen in der magischen Stadt, wo sich alles vereint, was Bali ausmacht! Hier sind meine Top 10 Dinge, die man in Ubud nicht versäumen sollte:

#1 Durch die Straßen streifen

Ubud ist deutlich ruhiger als Kuta und wenn erst mal die Touristenbusse der Stadt den Rücken zukehren, erst recht. Es gibt mehr Galerien und Kunsthandwerker als irgendwo sonst auf der Insel und jedes zweite Haus ist ein Tempel – oder sieht zumindest aus wie einer. Auf der Monkey Forest Road zwischen dem Monkey Forest und dem Ubud Palace reihen sich gemütliche Cafés an kleine Hotels und Backpackerunterkünfte, dazwischen zahlreiche gut duftende Warungs (kleine indonesische Familienrestaurants). Ein Bummel durch Ubud ist wie ein Festival für die Sinne.

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#2 Tempel bestaunen

Ubud ist ganz klar das kulturelle Zentrum Balis. Die Familien, die hier wohnen sind reicher als der Durchschnitt. Auf Bali besitzt jede Familie einen eigenen Haustempel. In der Regel gilt: je reicher die Familie, desto prunkvoller und üppiger der Tempel. Darüber hinaus gibt es in den meisten Dörfern noch drei weitere Tempelarten, die jeweils vom ganzen Dorf genutzt werden können: Der Pura Puseh, der Tempel des Ursprungs, der dem Dorfgründe geweiht ist, der Pura desa in der Dorfmitte, der die Gemeinde im Alltag schützen soll und der Pura dalem, der Tempel der Toten, an welchen sich der Friedhof anschließt. Ihr könnt euch also vorstellen, wie viele Tempel so eine Stadt wie Ubud hat und wie prunkvoll diese in der Kulturhochburg sein mögen. Nach Heiligtümern muss man in Ubud nicht suchen – einfach durch die Straßen schlendern und die Augen offen halten. Viele Tempel sind zumindest teilweise für Besucher geöffnet.

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#3 Eine Tanzaufführung besuchen

Eines meiner absoluten Highlight, wenn nicht sogar von ganz Bali sind die faszinierenden Tänze. Die bekanntesten sind der Kecak-Tanz, den wir ja bereits in Ulu Watu bestaunt haben und der Legong-Tanz. Die Story: Ein  junges Mädchen wird von einem König entführt. Daraufhin bricht ein Krieg aus, der den König das Leben kostet. Jeden Abend wird in mehreren Tempeln jeweils eine Tanzdarbietung gezeigt. Besonders toll sind die Aufführungen im Ubud Palace.

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#4 Indonesisches Essen genießen

Ubuds Restaurants und Cafés zählen zu den besten Balis. Hier lässt es sich vortrefflich genießen. Einheimische und zugewanderte Köche bieten neben traditionellen balinesischen Speisen auch viele internationale Gerichte an. Die hervorragende Qualität rechtfertigt die für Bali ziemlich hohen Preise. Und überhaupt habe ich mich auf unserer Reise einfach unsterblich in diese fantastische Küche aus frischen Zutaten, aromatischen Gewürzen, pikanten Soßen und gutem Reis verliebt. Genießen erlaubt!

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#5 Auf dem Ubud Market einkaufen

In dem unter dem Namen Pasar Seni (Kunstmarkt) bekannten zweistöckigen Gebäude findet man eine riesige Auswahl an Sarongs, Kleidern, Schuhen und diversen Andenken. Die Qualität ist sehr unterschiedlich und rigoroses Handeln unabdingbar. Schnell kann es passieren, dass man statt eines Strandkleides fünf mit nach Hause trägt und obendrein noch ein paar Dekoartikel, einen Flaschenöffner, diverse Bali-T-Shirts und einen Korb voller Früchte. „Nur mal gucken“ artet erfahrungsgemäß in einen wahren Kaufrausch aus. Die Händler wissen halt, wie sie ihre Waren an den Mann beziehungsweise die Frau bringen können. Um die Massen an Tagestouristen zu umgehen, die die Engen Marktgässchen schnell verstopfen können, empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen oder gegen Spätnachmittag.

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#6 Im Monkey Forest die Affen beobachten

Und noch etwas tolles hat Ubud zu bieten – der Scared Monkey Forest ist ein kühler, dichter Urwaldstreifen am Ende der Monkey Forest Road. Dieser beherbergt drei heilige Tempel und hunderte grauhaariger Makaken. Vorsicht: Die Affen sind nicht so süß und unschuldig, wie sie aussehen. Vor den größeren Genossen empfiehlt sich eine gehörige Portion Respekt. Man unterschätzt schnell, wie viel Kraft in so einem Äffchen stecken kann. Kleine Exemplare setzen sich anscheinend gerne mal auf Touristenköpfe – zumindest auf meinen.

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#7 Einen Spaziergang durch die Reisfelder machen

Rund um Ubud ist das Klima feucht und bietet ideale Bedingungen für den Reisanbau. Man war nicht in Ubud, wenn man nicht einmal auf eigene Faust einen Spaziergang durch die endlosen Reisfelder in der Umgebung gemacht hat. Nur ein paar hundert Meter raus aus der Stadt findet man plötzlich Ruhe und Entspannung. Die Wanderung Campuan-Kamm, die durch das üppig bewachsene Tal des Sungai Wos führt und die im Lonely Planet so groß angepriesen wird kann ich euch jedoch nur bedingt empfehlen. Den letzten Teil des Weges muss man an der Landstraße zurücklegen. Idyllische Ruhe stell ich mir dann doch etwas anders vor. Auch die drei anderen Backpacker aus Irland und Großbritannien, die ich auf der Wanderung getroffen habe, waren ebenso enttäuscht von dem hochgelobten Weg. Am besten also einfach der Nase nach ins Grün marschieren und schauen, was die Natur um Ubud so bietet.

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#8 Balinesische Zeremonien beobachten

Tausend Tempel, tausend Zeremonien. Zeremonien sind auf Bali ebenso häufig wie Tempel – also sehr. Es vergeht kaum ein Tag, dass in Ubud nicht irgendeine Beerdigung gefeiert, ein Reinigungsritual zelebriert sowie eine Geburt oder Hochzeit erlebt wird. Und selbst wenn einmal kein größeres Ereignis ansteht: alleine die Balinesen bei ihren täglichen Opfergaben zu beobachten ist schon ein Erlebnis an sich. Überall liegen kleine Opfergaben auf der Straße, den Fußwegen und in Hauseingängen. Keine Sorge – drauftreten ist erlaubt. Nach dem balinesischen Glauben, haben die Götter schon längst die Energie aus den Gaben herausgesaugt. Es ist also kein Drama, wenn man versehentlich einmal in eine Opfergabe tritt oder die Straßenhunde diese als willkommene Mahlzeit missbrauchen.

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#9 Kindern beim Fussballspielen zuschauen

Die Balinesen sind total fußballverrückt. Wer hätte gedacht, wie sehr sich die Einheimischen für die laufende Fußball-Europameisterschaft interessieren. Bunte Fahnen diverser europäischer Vereine flattern in jedem Dorf. Die Stadt Ubud hat einen eigenen Fußballplatz auf dem bis zum Sonnenuntergang die Teenager den Ball hin und herkicken.

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#10 Einen Ausflug in die Umgebung unternehmen

Nicht nur Ubud an sich, auch die Umgebung ist äußerst sehenswert. Nicht weit entfernt warten mystische Tempel und atemberaubende Landschaft darauf entdeckt zu werden. Also unbedingt einen Roller oder ein Auto mit Fahrer mieten und einen Tag die Umgebung erkunden!

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Die antike Stätte Gunung Kawi

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Pura Besakih, die Mutter aller Tempel auf Bali

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Goa Gajah, die Elefantengrotte

Und noch einmal wiederkommen! Vielleicht einen Yoga- oder Kochkurs machen oder einfach noch ein weiteres Mal durch die Straßen schlendern. Ubud, mein Herz hast du auf jeden Fall erobert.

Was sind eure Highlights in Ubud? Was sollte man darüber hinaus nicht verpassen?

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27 Kommentare

  • Du hast eine Fahrradtour und einen Besuch in einem der zahlreichen göttlichen Spa´s vergessen. Ich sach nur Massage und Blütenbad. Ein Traum. Liebe Grüße!

  • Oh ja, dort gefällt es mir auch am besten. Auch, wenn ich nur virtuell bei deiner Reise dabei war. Ich stelle es mir sehr schön vor dort! 🙂

    Sonnige Grüße
    Jessi

  • Wow, einfach eine geniale Auflistung und ich will ALLE PUNKTE von deiner Liste einmal machen. 😀
    Toll toll toll!
    Liebe Grüße
    Christina

  • Du hast den Preis für diesen Post WIRKLICH verdient. Ich brauche meist eine Weile, um Deine Posts nachzulesen, weil ich sie nicht so überfliegen mag – zu Recht! Der hier ist Dir toll gelungen: Wunderschöne Bilder, tolle Geschichten, so perfekt, dass ich _natürlich_ Bali und Ubud auf die ToDo-Liste setze. Hach.
    LG /inka

  • Was fehlt:
    Punkt 11: Einen Roller ausleihen und die Umgebung Ubuds mit dem Roller erkunden. Ubud ist perfekt geeignet als Basis da relativ zentral in Bali gelegen. Es gibt kein schöneres Gefühl als an endlosen Reisfeldern entlangzubrausen… 🙂

  • Hallo,

    zunächst wollte ich mal sagen, dass der Beitrag echt toll geschrieben ist und die Bilder voll Lust darauf machen, selber durch Ubud zu streifen.

    Außerdem wollte ich dich gerne was fragen. Und zwar würde mich interessieren wie genau das mit den Reisterassen abläuft. Kann man von Ubud einfach mal los laufen und ist dann aufeinmal inmitten von Reisterassen? Ich Reise im September nach Bali und bin ein großer Fan von Reisterassen. Habe in China schon welche bestaunt.

    Wir haben auch überlegt eine geführte Tour zu machen, aber so wie Du das beschreibst, ist das gar nicht notwendig!?

    Danke auf jeden Fall für diesen interessanten Beitrag und ich hoffe Du kannst mir da noch ein paar Inisder Inofs zu den Reisterassen geben.

    • Hallo Anna, ja du kannst einfach zu Fuß in den Reistertassen spazieren 🙂 Liebe Grüße und dir eine tolle Reise, Jana

  • Hallo,
    da kann ich mich nur anschließen.
    Ein schöner Spaziergang durch die Reisfelder, abends lecker balinesisch essen.
    Großartig!
    Ich hab Ubud offiziell auf meinem blog zu einem meiner Lieblingsorte gekürt 🙂

  • Fliegen morgen nach Bali/Lombok und haben mit deinem tollen Beitrag die Vorfreude nochmal gesteigert!!
    Waren 2008 schon auf Bali und begeistert.Unser erster Aufenthalt sind 5 Nächte in Ubud, weil wir vor 6
    Jahren schon fasziniert waren.
    Jetzt haben wir die „Vorgaben“ für einen tollen Einstieg. DANKE

  • Hallo 🙂
    Wir sind gestern nach 4 Wochen Thailand und Malaysia endlich auf Bali angekommen. Im Moment sind wir noch in Sanur, wollen aber am Freitag nach Ubud. Wollen dort 3-4 Nächte bleiben und dann nach Lombok, Gili Inseln und nochmal ne Woche Bali bevor es Anfang Dezember wieder ins kalte Deutschland geht 🙂 Ich muss schon sagen, ich freue mich jetzt richtig auf Ubud und jetzt wissen wir ja, was wir dort machen können.

    Liebe Grüße

    • Hallo Evelyn,

      Nachdem wir heuer im Sommer in Borneo/Malaysia sind und daran denken, dann nach Bali weiterzufliegen wollte ich dich fragen, wie du es im Vergleich gesehen hast. Kann man es überhaupt vergleichen?
      Wir sind 3,5 Wochen in Borneo mit Dschungeltrekking, Tauchen und Relaxen (vorwiegend in Sabah, Danum Valley, Sipadan) und wissen nicht, ob wir dann noch zu den Mulu Höhlen, Kota Kinabalu usw. sollen, oder lieber in einen Flieger nach Bali steigen sollen (….).
      Ich weiß – schwierige Entscheidung ….
      LG Harry & CLaudia

  • Hallo Jana, ich bin seit 2006 jedes Jahr auf Bali ( Sanur ) und man sagt nicht umsonst einmal Bali immer Bali. Ich habe dort schon sehr viele Freunde und wir sind eine Truppe von 8 Mann und wir treffen uns jedes Jahr im April auf Bali und sind 4 Wochen dort. Einfach nur schon Menschen, Kultur und das Essen einfach SUPER. Liebe Grüße

  • Vielen Dank für den schönen Artikel. Nun freue ich mich NOCH mehr auf die anstehende Reise 🙂
    Liebe Grüße
    Verena

  • …wir waren dieses Jahr auch in Ubud! Und es war soooo toll!! Viele Dinge, die du genannt hast, haben wir auch unternommen.
    Wir haben auch eine Radtour mitgemacht, absolut empfehlenswert!! Sollte man nicht verpassen!
    Ganz liebe Grüße
    Stephanie

  • Ich fliege mit meiner besten Freundin im Mai für 2,5 Wochen nach Bali. Wir sind schon ziemlich gespannt… 🙂 Dank deiner Artikel ist die Vorfreude nun noch größer. Wie gerne würde ich direkt morgen ins Flugzeug steigen!!!

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